4. März 2011

Kurz & Knackig: Doku-Querverweise

Ein Großteil der von mir gesehenen Dokumentarfilme wird für gewöhnlich auf MovieMaze besprochen. Da ich die Texte hier jedoch nicht in Gänze einstellen darf und die LeserInnen dieses Blogs sich wohl eher selten von selbst auf MovieMaze verirren, dient „Kurz & Knackig“ diesmal dazu, einige dieser Filme anzuteasern. Die ausführlichen Besprechungen sind verlinkt:

Countdown to Zero

Vor 27 Jahren sang Nena in ihrem Welthit „99 Luftballons“ von „Kriegsministern“ und „Fliegerstaffeln“ und damit vom damals bestehenden Kalten Krieg. In ihrer informativen Dokumentation Countdown to Zero rekapituliert Lucy Walker gelungen das atomare Wettrüsten im Wandel der Zeit, den heutigen, bevorzugt aus Russland getätigten, Uran-Schmuggel und welche Konsequenzen der Menschheit bevorstehen könnten. [mehr]

GasLand

Im Gegensatz zu Öl gewinnen die USA ihr Gas immer öfter aus dem eigenen Untergrund. Weshalb in diesem Fall keine fremde, sondern die eigene Bevölkerung leidet. Als mitreißende Dokumentation versagt GasLand, da der Film weniger als Geschichte denn Dossier aufgebaut ist. Ein ernstes Thema, das von Regisseur Josh Fox rekapituliert wird, ohne neue Informationen zu liefern oder durchweg zu unterhalten. [mehr]

Gates of Heaven

Für Roger Ebert ist es einer der zehn besten Filme aller Zeiten und auch andere Kritiker zeigten sich verzückt von Errol Morris’ Debütfilm Gates of Heaven. Dieser ist weniger Dokumentation als Avantgardefilm, denn weder folgt Morris einer Idee oder These, noch findet ein Informationstransfer statt. Das interessante Thema von Tierfriedhöfen, ihren Besitzern und Kunden wird letztlich an die Wand gefahren. [mehr]

Prodigal Sons

Manche Geschichten sind so abstrus, dass sie eigentlich nicht wahr sein können. Und wenn sie es dann tatsächlich sind, fällt es einem umso schwerer, sie für authentisch zu halten. Kimberly Reed liefert mit Prodigal Sons eine verrückte Dokumentation ab, die vielfach gefeiert und auf Kosten ihres inzwischen verstorbenen Bruders gedreht wurde. Was das ganze Projekt umso tragischer und qualitativ minderwertig macht. [mehr]

Restrepo

In ihrer Dokumentation Restrepo wollen Tim Hetherington und Sebastian Junger Soldatenerlebnisse im Krieg, jedoch losgelöst von dessen geopolitischen Kontext zeigen. Dafür wurden sie vor allem in den USA gelobt, was verständlich wird, wenn man sich den Film ansieht. Eine extrem einseitige, journalistisch nutzlose Abfolge von Propagandabildern, die es versäumt, wichtige und entscheidende Fragen zu stellen. [mehr]

Sweetgrass

In ihrer visuell-anthropologischen Dokumentation Sweetgrass präsentiert Lucien Castaing-Taylor ein spätromantisches Unterfangen: einen der letzten Schaftreks in Montana. Das Ergebnis avanciert zum reinen, fast schon meditativen Bilderzeugnis, ohne Reflektion oder Informationsgehalt. Stattdessen hat Sweetgrass mehr beobachtenden denn erklärenden Charakter, wenn Schafe misshandelt werden und Cowboys weinen. [mehr]

The Thin Blue Line

Für die meisten US-Kritiker zählte Errol Morris’ „Dokumentation“ The Thin Blue Line zu den besten Filmen des Jahres 1988. Aufgrund seines fiktionalisierenden Charakters von der Oscarjury im Folgejahr richtiger Weise unbeachtet geblieben, stellt Morris’ Film zwar eine leichte Verbesserung zu seinen früheren Werken dar, muss aus journalistischer Perspektive allerdings als ebenso gescheitert erachtet werden. [mehr]

Kommentare:

  1. Haste schon Encounters at the End of the World gesehen?

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  2. Echt interessante Filme dabei. Habe gehört, dass the Kings Speech sehr langweilig (also nen Omi-Opi Streifen sein soll.....)

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