8. Juni 2009

Che - Revolucion

Er ist eine der legendären Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Für viele Jugendliche ist Ernesto Guevara de le Serna ein Idol, dessen berühmtes und von Alberto Korda photographiertes Konterfei auf abertausenden T-Shirts prangt. Wer genau Guevara, den die Öffentlichkeit primär als „Che“ wahrnimmt, war und wieso er zum Revolutionär geworden ist, mögen die wenigsten Filmbiographien eruieren können. War Diarios de motocicleta von Walter Salles ein zumindest stringenter Versuch, der mit Abstrichen gelungen ist, so tut sich Steven Soderbergh mit The Argentine bzw. Che – Revolucion relativ schwer, zwei Jahre im Leben Guevaras entsprechend einzufangen. Grandios inszeniert, schön photographiert und traumhaft musikalisch untermalt ist das allemal. Allerdings verrennt sich Soderbergh etwas in seiner subjektiven und im Grunde verglorifizierenden Sicht auf den Revolutionär. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Weitere Ausführungen finden sich in meiner Besprechung bei Moviemaze.

6/10

Kommentare:

  1. Auf den bin ich ja gespannt.

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  2. Hol mir gleich beide auf Blu-Ray bei Play.com und bin ebenfalls schon gespannt.

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  3. Dein Lob für den Castro-Darsteller kann ich nicht teilen. Im Gegensatz zum vergleichsweise natürlichen und selbstsicheren Spiel Del Toros, war der Castro ein nerivg aufgeblasener Imitator der Gesten, die sich in Richtung Manierismen bewegt haben. Das sorgte im Kinosaal dann auch für allerhand Gelächter. Ansonsten sehe ich den Film (mal wieder) ganz anders als du. ;)

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  4. @orangedoe: Das überrascht mich inzwischen nicht mehr, dass niemand einen Film so sieht wie ich ;) Jeder nimmt einen Film und seine Darsteller eben anders wahr.

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