Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber für gewöhnliche kommen amerikanische Remakes nie an ihr (ausländisches) Original heran. Wenn dieses, wie das von Schnarchnase David Yates inszenierte State of Play, dann mit seinen fünf Stunden Laufzeit – in einer sechsteiligen Miniserie – auch noch derart dröge daherkommt, kriegt man vor dem US-Remake mit Russell Crowe und Ben Affleck durchaus Muffensausen. Umso erfreulicher, dass Andrew Macdonald eine nahezu perfekte Adaption gelungen ist (hinsichtlich der Umsetzung). Denn sein namhaft besetzter Thriller (u.a. drei OscarpreisträgerInnen) befreit Paul Abbots Vorlage von all seinen unsäglichen Nebenplots. So muss Kino sein. Denn durch die Straffung der Handlung um gut sechzig Prozent, weiß State of Play sogar zu fesseln. Ungemein gelungen ist auch die Einbindung der aktuellen Medienkrise in das Szenario. Wieso, weshalb und warum dies alles so ist, wie ich es hier vom Berg schreie, kann man beim MANIFEST nachlesen.8/10
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