6. Juni 2011

X-Men: First Class

Die beiden X-Men-Filme von Bryan Singer zählen zu den wenigen gelungenen Ausflügen in die Welt der Comic-Verfilmungen. Was Brett Ratner mit X-Men: The Last Stand in den Sarg beförderte, legte Gavin Hood später in Form des Wolverine-Spin-offs vollends unter die Erde. Zur Exhumierung der populären Reihe (weltweites Einspiel: 1,5 Mrd. Dollar) holte man nun Matthew Vaughn, der zuletzt Kick-Ass verbrochen hatte. Nur wusste der (Beweisstück A: X-Men: First Class) weder wo er zu buddeln, noch wie er den Spaten richtig einzusetzen hatte. Das Resultat ist eine orientierungslose Szenen-Slideshow, bevölkert mit belanglosen, unerheblichen und seelenlosen Figuren. Das Review gibt’s bei MovieMaze.

4.5/10

13 Kommentare:

  1. Hm, gerade bei MovieMaze gelesen - kann man da eigentlich nicht kommentieren, hab gerade nach ner entsprechenden Funktion gesucht.
    Also das klingt so, als würden meine ersten Befürchtungen bestätigt werden, dabei haben die Trailer so langsam aber sicher Lust auf den Film gemacht.

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  2. Nein, MovieMaze ist nicht sonderlich "nutzerfreundlich", keine Kommentarfunktion, kein Forum. Was die Befürchtungen angeht: es gibt ja mehr positive Stimmen als Negative, von daher solltest du die Flinte nicht voreilig ins Korn werfen ;)

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  3. Gerade die beschriebenen seelenlosen Figuren, die konnte ich bei bisher keinem Vaughn ausmachen.

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  4. Ich sagte ja auch nicht, dass die in allen Vaughns auftauchen, sondern dass dies hier der Fall ist ;)

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  5. Das Review ist genau so'n Quatsch wie das zu BEGINNERS und WE ARE WHAT WE ARE. Guck' lieber 'n paar Serien, Flo.

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  6. Na ja, zwar war der dritte Teil der X-Men Saga sehr mittelmäßig, aber Vaughn möchte ich dann doch eine Chance geben. Da ich von Kick-Ass mehr halte als du, sehe ich auch X-Men: First Class optimistischer entgegen. Genaueres folgt nach Sichtung.

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  7. Da ich von Kick-Ass mehr halte als du, sehe ich auch X-Men: First Class optimistischer entgegen.

    Da meine Reviews ohnehin "Quatsch" sind, ist das sicherlich das Schlauste.

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  8. Kick-Ass wird m. E. völlig überschätzt (ebenso Scott Pilgrim). Da ich die X-Men schon immer öde fand - mag allerdings auch an Singer liegen, den ich für einen mittelmäßig begabten Auftragsregisseur halte - blicke ich dieser Fortsetzung komplett leidenschaftslos entgegen. Fand es immer nur ärgerlich, wie sehr Patrick Stewart und Ian McKellen in den Filmen verheizt wurden.

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  9. Dass wir bei den bisherigen "X-Men"-Streifen ungefähr auf einer Linie liegen und ich mit "Kick-Ass" auch nichts anfangen konnte, drückt meine Erwartungen ein wenig; besonders hoch waren sie ohnehin nicht ...

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  10. Gestern gesehen. Einige von deinen Kritikpunkten kann ich zwar immerhin nachvollziehen, aber im Ganzen glaube ich, dass dir das ganze Pop-Konzept der X-Men Reihe einfach fremd ist. Da wird ja wirklich allem eine forciert negative Deutung abgewonnen, die für mich in dem Maße kaum bzw. in machen Punkten gar nicht aus dem Leinwandgeschehen ablesbar ist. Die X-Men waren schon immer ein Bilderbogen mit vielen Figuren und keine auf einen problematischen Charakter zugeschnittene Serie, wie Batman oder Spider-Man.

    Singer hatte damals eher die Pubertätsgeschichten der Teenager in den Mittelpunkt gestellt, Vaughn fügt zugegeben wenig Neues oder Originelles hinzu, aber stärkt das Bewußtsein für die historische Perspektive des Ganzen. Und die lag bei den X-Men (und bei vielen anderen Superhelden) in der Außenseiterperspektive, die sich der jüdischen Kollektiveerfahrung des 20. Jahrhunderts verdankt, die eine Reihe von Künstlern in die Comic-Welt der amerikanischen Superhelden einbrachten. Die schwarze Bürgerrechtsbewegung war da erst später ein Thema und ist es hier überhaupt nicht.

    Ich sehe den Film eher bei 65%. Kein Meisterwerk, etwas fahrig, aber im Ganzen doch ein unterhaltsamer Pop-Bilderbogen.

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  11. Ich verlange ja keine Empathieszenen mit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und die Mutanten sollen sie nicht re-repräsentieren, nur finde ich es eben bemerkenswert, wenn der Film während dieser spielt, ohne sie auch nur im Ansatz anzusprechen (gleichberechtigt und unerwünscht - das wäre im doppelten Sinn, schwarz UND Mutant, ein Subplot für Darwin gewesen, zum Beispiel).

    Mir ist da das Pop-Konzept auch nicht fremd, im Gegenteil sehe ich die Stärken der Reihe darin, dass man nicht einen, sondern mehrere Figuren hat. Und wo man diese noch jeweils ausführlich(er) beleuchtete, wie in X2, findet dies hier nicht statt. Was ist mit Angel, Banshee, Havok, Darwin und selbst Beast? Im Grunde auch Mystique oder Emma Frost? Das sind junge Gesichter mit Kräften, mir fehlte einfach das Interesse für die (zugegeben, auch generell uninteressanten) Figuren.

    Meiner Ansicht nach hätte man mit jungen Scott Summers, Jean Grey, Beast und wegen mir auch noch Angel (Warren Worthington) mehr erreichen können, als mit diesen primär eindimensionalen Charakteren. Mir ist gerade eben der Film zu sehr auf eine Figur (Magneto) letztlich zugeschnitten, anstatt ein Bilderbogen (mit entsprechender Tiefe und Interesse an den Figuren) mehrere Charaktere zu sein.

    Ich hab einfach den Fokus und das Interesse auf 2, 3 Handlungsorte und ihre Figuren vermisst, anstatt dass die Handlung alle paar Sekunden von hier da da springt, um irgendwelche uninteressanten Figuren uninteressante Dinge machen zu lassen. Das kann X-Men besser und daher ist die Wertung eben 45%.

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  12. Ein klein wenig besser fand ich ihn schon. Aber er reicht nicht an die vorigen Filme heran. Ich habe mich aber gefreut, das die Vorgeschichte gut zu den älteren Filmen passt (technisch und beim Cast). Man muss sich selbst in jedem Fall auf Schauspieler einlassen. Und soviel mehr Tiefe hatte schon der 3. Teil nicht.

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