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1. Januar 2008

Die Top 5: Peinlichsten Nicolas Cage Frisuren

Some of the worst mistakes of my life have been haircuts.
(Jim Morrison)

In den USA gerade erst wieder mit seinem Sequel zum Indiana Jones Verschnitt National Treasure auf Platz Eins der Kinocharts gewesen, zählt Nicolas Cage zu den Top-Stars in Hollywood. Am 7. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien als Nicholas Kim Coppola geboren, wuchs Cage als Sohn eines italo-amerikanischen Literaturprofessors und einer deutschstämmigen Balletttänzerin auf. Besonders unter den chronischen Depressionen seiner Mutter hatte er wohl oft zu leiden, was seine Affinität und Zuflucht in die Welt der Comics erklären könnte. Aus dem erfolgreichen und einflussreichen Coppola-Clan entstammend, ist Cage der Neffe von Oscarpreisträger Francis Ford Coppola sowie der Cousin von Sofia Coppola und Jason Schwartzman. Da er jedoch aufgrund seines bekannten Nachnamens als Schauspieler befürchtete nicht ernst genommen zu werden, änderte er ihn am Anfang seiner Karriere und passte ihn dem eines seiner Lieblings-Comic-Helden, Luke Cage, an – Nicolas Cage war geboren. Inzwischen ist Cage in über 50 Filmen aufgetreten und hat in seiner Karriere zwei Nominierungen der Academy als bester Schauspieler erhalten. Während er 1995 die Auszeichnung für seine Leistung in Leaving Las Vegas entgegennehmen konnte, verpasste er den Preis 2002 für seine Doppelrolle in Adaptation.

Von sich selbst behauptet Cage, dass er ein Image entwickelt habe, welches ungewöhnlich, wild und anders sei, als das anderer Schauspieler. Besonders in Bezug auf die Frauen scheint Cage ebenjenem Image mehr als gerecht zu werden. Als er seine erste Frau Patricia Arquette kennen lernte, hielt er direkt am ersten Tag ihrer Begegnung um ihre Hand an. Nachdem Arquette ihm spaßeshalber eine Liste mit Dingen gab, welche er erledigen müsste, ehe sie ihn heirate, begann Cage die Liste abzuarbeiten. Dies verstörte Arquette so sehr, dass der Kontakt abbrach, ehe sie ihn einige Jahre später doch zum Mann nahm. Bei Lisa Marie Presley hingegen scheint es der Name gewesen zu sein, welcher den begeisterten Elvis-Fan Cage in die Ehe getrieben hatte. Wenn auch diese nur wenige Monate hielt, konnte er sich dennoch eine Zeit lang als Schwiegersohn des King of Rock feiern lassen. Den Vogel abgeschossen hat Cage allerdings als er im neuen Jahrtausend die Sushi-Kellnerin Alice Kim nach seiner ersten Begegnung heiratete und ihren gemeinsam Sohn auf den Namen Kal-El taufen ließ.

Es war ebenjene Rolle des Kal-El, welche Cage in einem Projekt mit Tim Burton einst verwehrt blieb. Der begeisterte Comic-Fan sollte jedoch seinen Willen durchsetzen und in die Rolle von Ghost Rider schlüpfen. Seiner Fangemeinde als tougher Action-Star bekannt und beliebt, zählen neben seinen Jerry-Bruckheimer-Krachern National Treasure 1&2 auch The Rock und Con Air zu seinen Kassenerfolgen, ebenso wie John Wo’s Face/Off. Cage ist sich jedoch nicht zu schade, auch ernstzunehmende Projekte zu unterstützen, sei es als Produzent, als Regisseur oder eben als Hauptdarsteller. Seine ambitionierten Filme Lord of War und The Weather Man floppten jedoch 2005 an den Kinokassen, obschon sie und Cages Leistung von den Kritikern gelobt wurden. Seinen Platz in den Ruhmeshallen Hollywoods wird sich Nicolas Cage jedoch nicht wegen seiner Herkunft als Coppola oder seinem Oscargewinn sichern, bereits heute zu Lebzeiten und sicherlich noch verstärkt nach seinem Tod wird man Nicolas Cage als den Mann in Erinnerung behalten, der es pflegte, die bescheuertsten, lächerlichsten und unansehnlichsten Frisuren im Filmgeschäft zu tragen. Obschon sehr schwer, sollen hier seine fünf schlimmsten Haarschnitte eine Auflistung erfahren.


5. Con Air (Simon West, USA 1997): Ganz böse, wie Cage hier scheinbar die Frisur von Jean-Claude van Damme aus Hard Target nachzuahmen scheint. Mit seinen verschwitzten und -kringelten schulterlangen Haaren nimmt er es mit einem ganzen Flugzeug voller Mörder, Vergewaltiger, Terroristen und Kinderschänder auf - inklusive 3-Wetter-Taft.

4. Ghost Rider (Mark Steven Johnson, USA/AUS 2007): Was lange währt, wird endlich gut - Nic darf einen Comichelden mimen. Zwar nicht Namensvorbild Luke Cage, aber jemand, der fast genauso gut ist. Mit dümmlichem Toupet jagt er fortan des Nachts als in Flammen stehendes Skelett die Bösewichter - rennen diese nun vor ihm oder seiner Frisur?

3. Peggy Sue Got Married (Francis Ford Coppola, USA 1986): Seltene Familienbande, nach Rumblefish taucht Nicky erneut in einem Film seines Onkels auf, mit einer Matte die mindestens fünf Dosen Haarspray benötigt haben dürfte und sicher Vorbild stand für das gebändigte Ungeheuer welches Jason Priestley später durch Beverly Hills wippen würde

2. Next (Lee Tamahori, USA 2007): Langsam entflieht ihm seine Matte und das ist etwas, dass seine Filmfigur Cris Johnson dann nicht voraussehen konnte - wobei er dies ja auch nur zwei Minuten im Stande war. In diesem katastrophalen Sci-Fi-Vehikel reicht seine Tom Hanks Gedächtnis Frisur dennoch aus, um die Dumpfbacke Jessica Biel ins Bett zu becircen - an alten Männern lieben die Girls eben nichts mehr, als deren fliehende Stirn.

1. Bangkok Dangerous (Oxide Pang Chun & Danny Pang, USA 2008): In dem amerikanischen Remake des ´99er Films der Regisseure Pang knüpft Cage frisurentechnisch da an, wo Next aufgehört hat. Als abgehalfterter Auftragskiller verknallt er sich in sein Opfer - es darf gespannt sein, in welchem Ausmaß seine Haare hier außer Kontrolle geraten werden.