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6. Februar 2017

Voltron: Legendary Defender – Season Two

Is that a cow?

Im zweiten Jahr hat eine Serie oft die Chance, vieles, für das in der ersten Staffel keine Zeit war, besser zu machen, indem man sie vertieft. So waren die meisten Figuren in Netflix’ Animationsserie Voltron: Legendary Defender noch etwas eindimensional gezeichnet, primär durch ein, zwei Eigenschaften charakterisiert, während die Sentai-Serie um fünf Erdlinge, die als Paladine eines Megazords das Universum vor einem außerirdischen Despoten beschützen müssen, auf den Konflikt mit ebendiesem Bösewicht hinarbeitete. Etwas enttäuschend ist also, dass Voltron: Legendary Defender auch in ihrer zweiten Staffel dem wenig hinzuzufügen hat – und stattdessen dem Comic-Film-Genre getreu quasi lediglich die Repeat-Taste des Vorjahres drückt.

Mit Ach und Krach entkamen Shiro (Josh Keaton), Keith (Steven Yeun), Lance (Jeremy Shada), Hunk (Tyler Labine) und Pidge (Bex Taylor-Klaus) dem Kampf gegen Zarkon (Neil Kaplan) aus dem Vorjahresfinale. In Across the Universe taumeln die Paladine und das Schiff von Prinzessin Allura (Kimberly Brooks) und Coran (Rhys Darby) derweil durch ein Wurmloch, das die Figuren unterwegs nach und nach verliert. Es gilt also, einander im Universum wiederzufinden und sich neu zu positionieren, für ein nächstes und besser durchdachtes Wiedersehen mit Zarkon. Dies erfordert ein verstärktes Teamwork sowie unterwegs der ein oder anderen Zivilisation zu helfen, während das Voltron-Team nach bestimmten Elementen sucht.

Alles wie gehabt also. An der Formel aus der ersten Staffel wird wenig geändert, erneut verwendet Voltron: Legendary Defender seine gesamte Episodenzahl darauf auf, die Charaktere in der finalen Folge Blackout gegen Zarkon und Konsorten antreten zu lassen. In die Tiefe ihrer Psyche dringt die Show dabei nur bedingt vor. Nach etwas familiären Einblicken in Pidges Vita ist es dieses Mal Keith, der in einer Folge näher beleuchtet wird. Um die vermeintliche Auflösung – der sich ohnehin nicht eindringlich gewidmet wird – machen die anderen Figuren dabei weitaus mehr Tamtam als es beim Zuschauer der Fall sein dürfte. Wo Keith etwas mehr Aufmerksamkeit erhält, spart sich die Show diese was Lance und Hunk angeht derweil (noch?) auf.

Das ist sicherlich nur bedingt tragisch, da die Figuren weiterhin sehr gut über ihre vordergründige Charakterzeichnung funktionieren. Selbst wenn wir nach nun fast acht Stunden immer noch sehr wenig über die meisten von ihnen wissen. Enorm repetitiv ist weiterhin die ausführliche Darstellung des Voltron-Zusammenschluss’, welche die Show stets aufs Neue zeigt. Der Sinn und Zweck will mir nicht ganz klar werden, außer, dass die Macher wahrlich verliebt in die Szene sind – und davon ausgehen, dass es die Zuschauer auch sind. Nur wenig einfallsreicher sind zugleich die Kampfszenen von Voltron, sodass es fasst ins Bild passt, dass in einer Folge ein Widersacher wartet, gegen den das Team bereits im vergangenen Jahr in den Ring gestiegen ist.

Ihre Stärken ruft die zweite Staffel ab, wenn das Team in Nebenmissionen aufgeteilt wird. Zum Beispiel wenn eingangs in Across the Universe und The Depths die Paladine in zwei Fraktionen wieder zueinander finden müssen oder später in Folgen wie Space Mall oder Escape from Beta Traz jeder für sich eigene Sub-Abenteuer erlebt. Auch der Humor funktioniert wieder gut, insbesondere im Staffelauftakt, wenn Coran während der Wurmloch-Reise immer jünger wird – vom Adoleszenten zum Pubertierenden und später Kleinkind. Ansonsten sind es wie gewohnt der narzisstisch-überhebliche Lance und der lethargisch-naive Hunk, die als Basis für wiederkehrende Gags dienen, wohingegen Shiro und Keith eher für nüchterne Momente stehen.

Etwas merkwürdig wird es dann, wenn in Greening the Cube plötzlich eine Art “The Force”-Äquivalent eingeführt wird, dem sich die Serie aber später nicht mehr widmet. Auch wie die verstärkte Beziehung zwischen Paladin und Zord genau funktioniert, wird nur oberflächlich thematisiert. Insofern gibt es in der zweiten Staffel von Voltron: Legendary Defender wenig Neues, was der Show Qualität zuführt. Vielmehr Bekanntes, was ihr durch Eintönigkeit etwas Wertigkeit nimmt. Immerhin lässt sich hoffen, dass nach diesem Finale die nächste Staffel andere Figuren und Aspekte eingehender beleuchtet. Aber das ist ja so eine Hoffnung, die man in diesem Genre des Öfteren mal hat – nur um dann doch wieder das Gleiche aufgetischt zu bekommen.

6.5/10

18. Juni 2016

Voltron: Legendary Defender – Season One

This is the worst team-building exercise ever!

Manche Dinge ändern sich nie. Darunter wohl auch die Tatsache, dass Dinosaurier und humanoide Roboter eine gewisse Anziehungskraft für Kinder beziehungsweise Jungen haben. So mag sich der Erfolg und Kultfaktor solcher Serien wie Transfomers oder Saber Rider and the Star Sheriffs erklären. Oder auch konkret der Power Rangers, jener Truppe Jugendlicher, die in den 1990ern mit individuellen Waffen und Zord-Robotern als Team gegen feindliche Mächte kämpften. Und in der Not mit ihrem Megazord einen humanoiden Riesenroboter bildeten. Sentai heißt jenes Subgenre einer Gruppe, die mit Robotervehikeln gegen Aliens kämpft, zu dem auch Netflix’ und DreamWorks’ neue Animationsserie Voltron: Legendary Defender gehört.

Dabei baut die 11-teilige erste Staffel auf Voltron: Defenders of the Universe auf, die Mitte der 1980er Jahre entstand und zu deren Erben sicher auch die Power Rangers gehören. Den Einstieg bildet eine Weltraummission eines dreiköpfigen Teams, das auf dem Pluto-Mond Kerberos nach Anzeichen von Leben außerhalb der Erde forscht. Und sich plötzlich einem Raumschiff von Aliens gegenüber sieht. Ein Jahr später gelingt Crew-Mitglied Shiro (Josh Keaton) die Flucht aus seiner Gefangenschaft Richtung Erde. Dort trifft er auf die Weltraumprogramm-Kadetten Lance (Jeremy Shada), Hunk (Tyler Labine) und Pidge (Bex Taylor-Klaus) sowie den Piloten Keith (Steven Yeun), der zuvor aus ebenjenem Weltraumprogramm ausgeschieden war.

Shiro erinnert sich nicht an die Ereignisse des vergangenen Jahres, weiß jedoch, dass die Aliens auf dem Weg zur Erde sind, um dort in den Besitz einer Waffe namens „Voltron“ zu gelangen. Gemeinsam stößt die Gruppe auf einen riesigen Löwenroboter, der sie nach einer Attacke des Alien-Schiffs per Wurmloch zum Planeten Arrus bringt. In einem Schloss erwachen dort Prinzessin Allura (Kimberly Brooks) und ihr Gefolgsmann Coran (Rhys Darby) aus dem Kälteschlaf. Und berichten, dass 10.000 Jahre zuvor der diabolische Zarkon (Neil Kaplan) ihren Planeten Altea zerstörte, König Alfor tötete und das Universum unterjochte. Stoppen kann ihn nur Voltron – der Zusammenschluss von insgesamt fünf Löwen-Roboter und ihrer Paladine.

Als solche werden nun Shiro und Co. auserkoren, die in der mehr als einstündigen Pilotfolge The Rise of Voltron erst ihre individuellen Löwen auf verschiedenen Planeten finden und aktivieren müssen. Eingangs ein zusammengewürfelter Haufen müssen die fünf jungen Helden in der Folge getreu dem Sentai-Genre lernen, als Team zu funktionieren. Was in den Anfangsepisoden für etwas Missstimmung sorgt. Nicht nur, weil Lance und Keith einen kleinen Konkurrenzkampf untereinander ausfechten (“You know, Lance and Keith, neck and neck”), sondern auch, weil Pidge mehr daran interessiert ist, herauszufinden, was mit seinem Vater und Bruder vor einem Jahr geschah, als sie Shiro auf der Kerberos-Mission begleitetet hatten.

Der Team-Gedanke durchzieht die ersten Episoden der Neuauflage, sei es, wenn Lance, Hunk und Pidge eingangs bei einer Missionssimulation versagen oder später die um Shiro und Keith erweiterte Gruppe wiederholt aneinander gerät. Hier spielen auch die unterschiedlichen Charaktere der Figuren eine Rolle, vom selbstüberzeugten Lance, zum rebellischen Keith, über den überlegten Pidge, geborenen Anführer Shiro bis hin zum gutmütigen Hunk. Der will mit all dem Tohuwabohu eigentlich möglichst wenig am Hut haben (“For someone in a space exploration program you don’t have much of a sense of adventure”, wirft ihm Lance in der Auftaktfolge vor), bis jedoch auch er in Tears of the Balmera einen Motivationsschub erhält.

Für Allura gilt es wiederum, das Erbe ihres Vaters zu bewahren und Zarkon zurück in seine (alten) Schranken zu verweisen. Nach anfänglicher Charakterzeichnung beschränkt sich Voltron: Legendary Defender jedoch in seiner zweiten Hälfte verstärkt auf den nahenden Konflikt mit Zarkon und die Tatsache, dass Shiro und Co. für diese Konfrontation noch nicht geübt genug zu sein scheinen. Was etwas schade ist, da die einzelnen Figuren so nicht vollends mit Leben gefüllt werden. So wird Lance kurz als Familienmensch skizziert, die Abwesenheit von jener Familie und zur Erde aber nicht thematisiert. Auch Keiths Innenleben und Motivation – er schied als bester Pilot wegen Disziplinlosigkeit aus – sind in dieser ersten Staffel noch unklar.

Schön(er) wäre es gewesen, hätte sich die Serie die Zeit genommen, jede der sieben zentralen Figuren in einer Folge in den Vordergrund zu stellen. Immerhin ist die erste Staffel mit ihrer Laufzeit von rund fünf Stunden relativ kurz geraten und wartet gegen Ende mit Crystal Venom noch mit einer Folge auf, die wenig zum größeren Ganzen beiträgt. So werden die meisten Figuren (außer vielleicht Pidge) über ihre stärkste Charaktereigenschaft definiert, was im Kontext der Handlung sicher ausreicht, aber sie bisweilen etwas eindimensional geraten lässt. Selbiges ließe sich natürlich auch über Gegenspieler Zarkon sagen, dessen Hintergründe erst in den Schlussfolgen wie dem Finale The Black Paladin zumindest leicht angerissen werden.

Generell gefällt jedoch die Dynamik zwischen den Figuren, allen voran der primär von Lance ausgehende Konkurrenzkampf mit Keith sowie sein stetes Balzverhalten sind ein willkommener Running Gag. Allgemein überzeugt Voltron: Legendary Defender durch geschickt eingepflegten Humor, teils sogar von subtiler Natur. Des Öfteren bringen Dialoge, Einzeiler oder auch detaillierter Zeichenstil den Zuschauer zum Lachen, zugleich weiß die Serie nuanciert mitunter ernste Töne anzusprechen, ohne deswegen jedoch ins über-Seriöse abzudriften. Narrativ und von der Chemie ihrer Charaktere ist den Machern dieses Reboots somit wenig vorzuwerfen – und was die visuelle Umsetzung der 2D-Animationsserie angeht, sogar noch weniger.

Hinter Voltron – dass die Original-Hierarchie in der Gruppe übrigens etwas umordnet – stecken mit Joaquim Dos Santos und Lauren Montgomery zwei Showrunner, die schon in die erfolgreichen Serien Avatar: The Last Airbender sowie The Legend of Korra involviert waren. An deren Zeichenstil, der Anleihen an Animes nimmt, orientiert sich auch Voltron: Legendary Defender. Mit Liebe zum Detail werden da die designierten Paladine schon im Piloten mit ihren zukünftigen Farben assoziiert, lediglich in der äußerlichen Darstellung der Löwen-Roboter gerät die Zeichnung bisweilen leicht klobig. Visuell zwar ganz nett, aber mit der Dauer – auch wegen fehlender Variation – redundant fällt derweil das Verbindungsszenario der Löwen zu Voltron aus.

Ansonsten ist die Serie jedoch überaus gelungen, nicht zuletzt aufgrund des überzeugenden Voice Casts rund um The Walking Dead-Alumnus Steven Yeun (die Besetzung der deutschen Synchro wirkt nicht ganz so rund, dafür ist die Übersetzung selbst solide). Hätten Dos Santos und Montgomery auf Crystal Venom verzichtet und dafür mit ein paar zusätzlichen Folgen noch die übrigen Figuren stärker beleuchtet, wäre Voltron: Legendary Defender eine runde Sache gewesen. Hier liegt noch Potential, das die Showrunner in der kommenden Staffel abrufen sollten. Aber auch so vermag die Serie ihrem Original sowie dem Sentai-Erbe prinzipiell gerecht zu werden. Wer Letzterem nicht abgeneigt ist, wird gern zur Gruppe der Voltron-Fans dazu stoßen.

7/10

27. Februar 2016

The X Files – Season Ten

Yeah, this is how I like my Mulder.

Es ist immer schön, alte liebgewonnene Gesichter nach einer gewissen Zeit mal wieder zu sehen. So wie im Falle von Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson), zwei FBI-Agenten, die paranormale Fälle ermittelten. Neun Jahre lang hielt sich The X Files im Fernsehen, in über 200 Episoden ermittelten Mulder und Scully kuriose, mysteriöse und absurde Fälle sowie eine Alien-Verschwörung, die bis in die höchsten Reihen reichte. Vor 14 Jahren war dann Schluss – zumindest im TV. Sechs Jahre später sollte mit I Want to Believe ein zweiter Ausflug ins Kino folgen, ehe die X-Akten für eine zehnte Staffel und Mini-Revival dieses Jahr erneut geöffnet wurden.

Zu verdanken ist dies auch dem Online-Streamingdienst Netflix, wo scheinbar eine rege Nachfrage nach den alten Staffeln der Serie herrschte und sich eine potentielle Mini-Staffel gut vermarkten ließe. Für sechs Folgen kehrten Duchovny und Anderson also zurück, als Verschwörungsfanatiker und TV-Moderator Tad O’Malley (Joel McHale) den Kontakt zu Mulder und Scully sucht. Ein junges Mädchen namens Sveta (Annet Mahendru) verfüge über Alien-DNS – mit dem alten Mythologieköder der Serie werden deren Titelfiguren zurück ins Geschehen gelockt. Allerdings mit einem Twist, der wohl die Figuren um Mulder mehr erschüttert, als den Zuschauer.

Ein Drittel des Show-Revivals – die Auftaktfolge und das Staffelfinale My Struggle – befassen sich mit der Alien-Mythologie der Serie. Die übrigen vier Folgen sind wiederum tonalisch unterschiedliche Varianten der Monster-of-the-Week-Episoden. Insofern ist die zehnte Mini-Staffel quasi eine Art Best of von dem, was The X Files neun Jahre lang ausgemacht hat. Die Idee von Serienschöpfer Chris Carter scheint gewesen zu sein, von allem etwas bieten zu wollen. Dabei stehen die beiden My Struggle-Episoden für sich und werden quasi nicht in den übrigen Folgen thematisiert. Die wiederum funktionieren ebenfalls in sich geschlossen, ohne aufeinander aufzubauen.

Relativ nüchtern-sachlich gibt sich Founder’s Mutation über zwei Geschwister mit übersinnlichen Kräften, seriös-verspielt kommt wiederum Home Again daher. Hier jagt Mulder ein Müllmonster und Kunstprodukt, während Scullys Mutter im Koma liegt. Home Again greift zusätzlich zu den Mythologiefolgen das Thema von William auf, jenem Sohn der beiden Agenten, den diese zur Adoption freigaben. Anfangs einen ernsten Hintergrund (islamischer Terroranschlag in den USA) hat zwar die Episode Babylon, dennoch gerät sie im Verlauf immer absurder, wenn Mulder sich auf einen Drogentrip begibt, um mit einem komatösen Attentäter auf der Astralebene zu kommunizieren.

Humorvoll ist Babylon auch, da mit den Agenten Miller (Robbie Amell) und Einstein (Lauren Ambrose) zwei junge Doppelgänger von Mulder und Scully diesen hier sowie in My Struggle II an die Seite gestellt werden. Es ist jener Funke von Lächerlichkeit, der Babylon zu einem der Highlights der zehnten Staffel macht. Selbiges, nur noch etwas absurder und ironischer, trifft auch auf Mulder und Scully Meet the Were-Monster zu, eine von Darin Morgan geschriebene Folge in bester Tradition seiner früher geschriebenen Beiträge wie Small Potatoes oder der Kultepisode Bad Blood. Hier untersuchen Mulder und Scully tödliche Angriffe einer scheinbaren Werwolf-Echse (Rhys Darby).

Im Schnitt 9,5 Millionen Zuschauer verfolgten die neuen Fälle dabei auf dem Sender Fox – und damit mehr als aktuell dessen Formate Gotham, Bones oder The Simpsons. Die Ministaffel von The X Files macht viel richtig (so die Rückkehr zum klassischen Intro und weg vom hässlichen des neunten Jahres) – aber nicht alles. Zumindest mich überzeugten die Mythologiefolgen wie auch in vergangenen Staffeln nur leidlich. Die Luft ist raus, entsprechend nötig war der eingeführte Twist. Nur gerät auch dieser relativ egal. Umso bedauerlicher, dass My Struggle II mit sich überstürzenden Ereignissen und abstrusen Verläufen viel Klasse des bisherigen Revivals kaputt macht.

Unterhaltsamer geraten dagegen speziell die mit Humor injizierten Monster-of-the-Week-Folgen, die – I Want to Believe nicht berücksichtigt – Mulder letztmals in der achten Staffel bearbeitete. Ans Absurde glauben wollen ist zum Beispiel sein Problem in der herausragenden Were-Monster-Episode, die zugleich neben Spaß auch einen fast schon Trainspotting-artigen Blick auf unser Leben wirft. “I'm just looking for some kind of internal logic”, klagt Mulder da bezeichnend sein Leid. Leicht Meta wird es auch, wenn Ambroses Agent Einstein ihren Partner fragt: “You think anyone takes the X Files seriously? That's why they got them stuck down in that basement office.”

Die Zusammenstellung der Staffel bringt es naturgemäß mit sich, dass nicht jeder vollends glücklich mit ihr werden könnte. Wem humorvolle Folgen stets missfielen, wird sich an Mulder and Scully Meet the Were-Monster ebenso stören wie an Babylon. Grundsätzlich stimmt jedoch die Chemie zwischen Duchovny und Scully, auch wenn unklar ist, wieso sie nach den Ereignissen von I Want to Believe nun scheinbar erneut getrennt sind. Dass das Finale in einem Cliffhanger endet, ist sicherlich der Tatsache geschuldet, sich die Tür für eine weitere Mini-Staffel offenzuhalten. Manchmal ist es aber auch tatsächlich besser, alte Bekanntschaften alte Bekanntschaften sein zu lassen.

7/10