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2. Oktober 2007

Planet Terror

About as useless as a pecker on a pope.

Ohne Frage, wenn sich zwei der talentiertesten und kultigsten Regisseure unserer Generation zusammentun, um ein Double Feature ins Kino zu bringen, jubelt das Filmfan-Herz. In der Tradition der Grindhouse-Filme, in welchen trashige B-Movies im Zweierpack gezeigt wurden, damit mehr Erlös erzielt wird (sogar Kubrick’s The Killing lief mal als Grindhouse-Double-Feature), wollten Robert Rodriguez und Quentin Tarantino jeweils einen Film im Geiste des Grindhouse-Kinos und als Hommage an dieses drehen, um beide Filme anschließend als Double-Feature ins Kino zu bringen. Inklusive falscher Trailer zu weiteren Grindhouse-Filmen, gedreht von den neuen Söhnen des Horrors, Eli Roth und Rob Zombie. Hierbei liegt die Betonung jedoch ganz klar auf “wollten“, denn wenn die Dinge zu gut stehen, um wahr zu sein, sind sie es meistens auch nicht.

Das Budget von GrindHouse lag bei 53 Millionen Dollar, produziert wurde er von Tarantinos langjährigen Partnern, Bob und Harvey Weinstein. Ebenjenen Weinsteins, welche die Idee hatten Shichinin no samurai mit George Clooney in der Hauptrolle neu zu verfilmen. Was das für Menschen sind, kann man sich also denken. Enttäuschenderweise spielte GrindHouse am Startwochenende in den USA nicht einmal 12 Millionen Dollar ein – wobei man sich das auch hätte denken können, wenn man den Film an Ostern vertreibt. Tarantino war zwar enttäuscht, bezeichnete sich jedoch als stolz über seinen “Flop“ – ganz anders jedoch Harvey Weinstein. Der sah sein Geld flöten und Produzenten drehen Filme ja nicht um die Zuschauer zu unterhalten, sondern weil sie daraus mehr Geld machen wollen. Vielleicht sollten es die Weinsteins eher wie George Lucas versuchen und ein und denselben Film alle paar Jahre (re-)re-digitalisiert oder in neuer 3-D-Technik oder was auch immer veröffentlichen.

Wie dem auch sei, was an sich als “Zwei-Filme-Zum-Preis-Von-Einem“ gedacht war, wurde von den Amis mal gleich in die Tonne gekloppt (weiteres Zeichen für deren Beschränktheit). Mancher einer verließ das Kino sogar nach Rodriguez’ Segment Planet Terror, da er dachte die Vorstellung sei vorbei und damit Tarantinos Death Proof verpasste. God save America! Harvey Weinstein sah jedenfalls sein teures Geld davon fließen, weshalb er vor allem außerhalb der USA GrindHouse getrennt vertrieb, Death Proof dafür in einer Extended Version. Seiner Begründung nach können wir Europäer ohnehin nichts mit der Tradition des Grindhouse-Kinos anfangen, wieso uns folglich die Mühe machen. Gesagt getan und nun startet Planet Terror gut zwei Monate nach Death Proof in unseren Kinos. Aus der von den Machern gedachten Idee, 2für1 wurde eben nichts, jetzt darf man wieder doppelt zahlen. Ganz schön dreist eigentlich, dass man den doppelten Preis für ein Produkt zahlen muss, als von seinen Herstellern angekündigt.

In Planet Terror geht es um eine abtrünnige Militäreinheit um Ltn. Muldoon (Bruce Willis), den korrupten Biochemiker Abby (Naveen Andrews), sowie mehrere Bewohner einer Kleinstadt, die sich gegen ein mutierendes Virus zur Wehr setzen müssen. Go-Go-Tänzerin Cherri (Rose McGowan) verliert durch ebenjenes Virus ihr Bein und muss sich alsbald mit ihrem Ex El Wray (Freddy Rodriguez), Ärztin Dakota Block (Marley Shelton), zwei um ein B-B-Q-Rezept rivalisierenden Brüdern (Michael Biehn, Jeff Fahey) und anderen nicht nur gegen die verseuchte Meute, sondern auch gegen Muldoon und seine Leute zur Wehr setzen. Das alles geschieht mit extrem viel Blut und einem mindestens ebenso hohen Gore-Faktor, denn hier wird alles weggeschossen, von Gliedmaßen, über Hoden, bis hin zum besten Stück – in Planet Terror wird vor nichts halt gemacht!

Wie immer organisierte Robert Rodriguez nicht nur die Regie und das Drehbuch, sondern stand auch hinter der Kamera, dem Schnittpult und zeichnet sich für die Musik verantwortlich. An dem Drehbuch schrieb er scheinbar bereits 1998 und er war es auch, der die Idee für GrindHouse seinem Kumpel Quentin Tarantino vortrug. Marley Shelton erklärte folglich, dass beide Regisseure zusammen Regie führten, bzw. sich tatkräftig gegenseitig unterstützten, auch wenn sie sich individuell um die Fertigstellung der Werke kümmerten. Ebenso wie Tarantino in Death Proof baute auch Rodriguez viele absichtlich gesetzte Abnutzungserscheinungen in seinen Film ein. Da verschieben sich Farben, ändern sich Auflösungen, einmal reißt sogar die Filmrolle und es fehlt der zweite Akt (welcher aber auf der DVD-Version enthalten sein wird). Diese Idee, den zweiten Akt ausfallen zu lassen, war auch das Highlight von Planet Terror, denn auf einmal ist alles anders, wie gerade eben. Sheriff Hague (Michael Biehn) und El Wray sind von Gegner zu besten Kumpels geworden und die gesamte Truppe ist versammelt. Dieser fehlende zweite Akt und weitere Szenen wurden in Death Proof dagegen eingebaut.

Dabei hätte es Death Proof gut getan, wenn er darauf verzichtet hätte, denn wie bei ihm erwähnt, entbehrt er nicht einiger Längen. Genauso wie Planet Terror, von dem ich zwar dachte, er würde ebenfalls in der EV laufen, was er scheinbar doch nicht tat. Nichtsdestotrotz ist er an manchen Stellen, besonders der Exposition zu lang geraten, vor allem in Hinblick auf sein Ende. Man merkt Planet Terror auch in jeder einzelnen Szene sein hohes Budget an, wenn Rodriguez wegschießt, was wegzuschießen ist und in die Luft sprengt, was in die Luft zu sprengen ist. Dadurch verrät sich Planet Terror – wie an anderer Stelle erwähnt – prinzipiell selbst, denn die Mittel die er ergreift um absichtlich unabsichtlich schlecht zu erscheinen, sind viel zu professionell gewählt. Weniger wäre mehr gewesen und Rodriguez hätte sich nicht an seinen Gore-Effekten ergötzen sollen wie ein kleiner Schuljunge. So ist Planet Terror nicht zu einem Grindhouse-Film verkommen, sondern lediglich zu einem verhältnismäßig trashigen Rodriguez-Film a la From Dusk Till Dawn. So gut wie dieser ist er jedoch nicht, denn er will etwas verkörpern und kopieren, was ihm nur selten gelingt, scheitert somit an seinen eigenen Erwartungen.

In dieser Hinsicht ist Death Proof der bessere Film der beiden, da er als eigenständiges Werk gelungener funktioniert. Aber auch Tarantinos Versuch scheitert, eigentlich nur aus dem Grund, dass er zu “intelligent“, zu sehr Tarantino und zu wenig Grindhouse war/ist. Die Idee der beiden Freunde und Filmemacher ist dabei verraten und verkauft worden, denn eine GrindHouse-DVD wird es scheinbar auch nicht geben, nicht einmal in einer Limited Edition. Stattdessen werden beide Segmente einzeln vertrieben – was GrindHouse also sein sollte, bzw. wollte, wird der Europäer bedauernswerter Weise nicht erfahren, dabei bin ich mir sicher, dass als ganzes gesehen dieses Werk besser funktioniert, als einzeln betrachtet. Besonders enttäuschend ist hierbei, dass Rodriguez und Tarantino nicht die Eier besessen zu haben scheinen, den Geldraffenden Weinsteins zu sagen was mit dem Film geschehen soll. Mit der Tatsache GrindHouse die Seele herauszureißen, verraten sie nicht nur das Prinzip “Grindhouse“, sondern noch viel schlimmer, ihre Fans und ihre Kunden.

6.5/10

20. August 2007

The Black Dahlia

Hollywood will fuck you when no-one else will.

Für viel Lob und Aufsehen hat 1997 die Verfilmung des James Ellroy Romans L.A. Confidential von Curtis Hanson gesorgt. Damals gab es nicht nur einen Oscar für Nebendarstellerin Kim Basinger, sondern auch für das Drehbuch von Hanson und Brian Helgeland. Fast zehn Jahre später kam mit The Black Dahlia eine neuerliche, starbesetzte Ellroy-Verfilmung in die Kinos, deren Produktionsgeschiche fast schon Stoff für einen eigenen Film wäre. Ursprünglich sollte nämlich David Fincher die Regie übernehmen – und hier differieren bereits die Quellen. Laut der IMDb wollte Fincher eine dreistündige Version in Schwarzweiß drehen, während es nach Wikipedia eine fünfstündige Mini-Serie fürs Fernsehen mit Starbesetzung sein sollte. Da Fincher jedoch befürchtete, er könne das Projekt – sei es in der einen oder anderen Fassung – nicht wie gewünscht realisieren, verließ er es.

Zu diesem Zeitpunkt war anscheinend bereits Marky Mark für die Rolle von Lee Blanchard besetzt worden, aber er musste aufgrund von Terminschwierigkeiten mit The Italian Job absagen. Schließlich wurde Brian De Palma der neue Regisseur und Marky Mark wieder für das Projekt frei. Jedenfalls so lange, bis ihm Martin Scorsese eine Nebenrolle in The Departed anbot, welche er schließlich annahm. Im Nachhinein, bedenkt man seine (wenn auch ungerechtfertigte) Oscarnominierung, war dies wohl die klügere Entscheidung. Dieses Casting-Schauspiel ging dann sogar noch weiter, als James Horner von Mark Isham ersetzt wurde und Hilary Swank den Part von Eva Green übernahm, die nicht schon wieder eine femme fatale geben wollte. Und weil Maggie Gyllenhaal die Rolle der Elizabeth Short ablehnte, ging sie schließlich an die eher unbekannte Mia Kirshner.

De Palma erzählt diesen Film noir in bräunlichen Bildern, die oftmals nachts in Nebel gehaucht spielen. Ausstattung und Kostüme sind dabei exzellent gewählt und erzeugen ein richtiges Feeling für die Szenerie. Und mit Josh Hartnett, Hilary Swank, Aaron Eckhart und Scarlett Johansson ist The Black Dahlia auch von den Namen her top besetzt. Aber Namen sind nunmal nicht alles, einschließlich der von De Palma. Wirklich überzeugen kann nur Johansson, während ihr Pendant Hartnett so viel Schauspieltalent wie eine Büchse Bohnen besitzt. Ohne The Black Dahlia mit L.A. Confidential zu vergleichen, erinnert De Palmas Film eher an Steven Soderberghs The Good German, der ebenfalls versuchte etwas zu sein, dass er nicht ist. Beide teilen das Schicksal des style over substance. Und hübsche Bilder sind eben nicht alles, wenn die Handlung dazu nicht stimmt.

Die Hauptfrage des Filmes dreht sich um den Mord an der schwarzen a.k.a. Elizabeth “Betty” Short (Mia Kirshner)? Und die Antwort, die De Palma bietet,lautet: Es ist scheiß egal. So kommt zu keinem Zeitpunkt Spannung auf, genauso wie generell ein Interesse besteht, den Mörder geschweige denn das Motiv ausfindig zu machen. Während gerade Mordkommissar Lee Blanchard (Aaron Eckhart) eine Obsession zu Short entwickelt, ist es doch sein Partner Dwight “Bucky” Bleichert (Josh Hartnett), der sich mit ihrem Mordfall primär beschäftigt, wenn beide nicht gerade mit Blanchards Freundin Kay (Scarlett Johansson) zu Abend essen oder abhängen. Als Bleichert dann die mysteriöse Britin Madeleine (Hilary Swank), eine scheinbare Doppelgängerin von Short, trifft und eine Affäre mit ihr beginnt, verliert er sich immer mehr in die Ausmaße des Falles.

Dass Madeleine nicht mal ansatzweise Elizabeth Short zum Verwechseln ähnlich sieht und die Entscheidung, Hilary Swank eine Britin spielen zu lassen, gänzlich in die Hose geht, sind dabei sogar nur kleinere Makel von De Palmas fehlgeleiteter Besetzung seiner Adaption von James Ellroys Roman. Problematischer ist vielmehr die Herangehensweise an die Charaktere, die wenig bis gar nicht ausgarbeitet werden. So wird Blanchards ad hoc auftretende Obsession irgendwann in der Mitte mit einem halbgaren Satz eine Begründung geliefert, während speziell bei Bleicherts Figur im Vergleich zur Vorlage viel von seiner Emotion und Psyche auf der Strecke bleibt. Da helfen auch Josh Hartnetts bemitleidenswerte Erzählstimme und einige dahergewürgte Halbsätze wenig, um die Motivation der Figur dem Publikum näher zu bringen.

Wie erwähnt versucht die Kameraarbeit von Vilmos Zsigmond über die nichtvorhandene Spannung hinwegzutrösten, aber die Tatsache, dass Finchers Adaption zwischen drei und fünf Stunden hätte lang sein sollen, lässt erahnen, dass die Romanhandlung extrem gestrafft worden ist. Wie von vielen Kritiken erwähnt, ist besonders die finale halbe Stunde des Films desaströs und so abstrus wie schon lange kein Filmende mehr (theatralisches overacting, speziell von Fiona Shaw, inklusive). Insofern ist die gesamte Handlung ein Fremdobjekt für den Zuschauer, Spannung wird keine aufgebaut, die Dialoge sind oft furchtbar und das Finale einfach nur entsetzlich. Letztlich ist Brian De Palmas The Black Dahlia eine verschenkte Produktion, die man entweder ganz lassen oder in die Hände von qualifizierteren Personen, wie David Fincher, hätte übergeben sollen.

3/10

17. Juli 2007

Death Proof

Shots first, questions later!

Wenn sich zwei der talentiertesten und kultigsten Regisseure unserer Generation zusammentun, um ein Double Feature ins Kino zu bringen, jubelt der Filmfan. In der Tradition des Grindhouse, das zur Ertragsstreigerung zwei trashige B-Movies zum Preis von einem zeigte (sogar Kubricks The Killing lief einst im Grindhouse), wollten Robert Rodriguez und Quentin Tarantino jeweils einen Film beisteuern und als Hommage an dieses drehen, um beide Filme anschließend als Double-Feature ins Kino zu bringen. Inklusive Fake-Trailer zu weiteren Grindhouse-Filmen, gedreht von den neuen Söhnen des Horrors wie Eli Roth und Rob Zombie. Dabei liegt die Betonung aber auf wollten, denn wenn Dinge zu schön scheinen, um wahr zu sein, sind sie es meist nicht.

Das Budget von GrindHouse lag bei 53 Millionen Dollar, produziert wurde er von Tarantinos langjährigen Partnern, Bob und Harvey Weinstein. Enttäuschenderweise spielte GrindHouse am Startwochenende in den USA nicht einmal 12 Millionen Dollar ein – was angesichts des Ostertermins aber auch nicht allzu verwunderlich ist für einen R-Rated-Film. Tarantino war zwar enttäuscht, bezeichnete sich jedoch als stolz über seinen vermeintlichen Flop. Ganz anders dagegen Harvey Weinstein. Der sah sein Geld den Bach runter gehen und weil Produzenten keine Filmschaffenden, sondern Geschäftsleute sind, versuchte sich der gierigere Weinstein an Schadensbegrenzung. Vielleicht sollten er es George Lucas machen und ein und denselben Film alle paar Jahre re-digitalisiert neu veröffentlichen.

Das Schema des “Zwei Filme zum Preis von einem“ kam in den USA allerdings nicht wirklich an. Mancher verließ das Kino bereits nach Rodriguez’ Segment Planet Terror, unwissend, das Tarantinos Death Proof folgte. Harvey Weinstein sah jedenfalls sein teures Geld davon fließen, weshalb er nun außerhalb der USA GrindHouse getrennt vertreibt, dafür in erweiterten Fassungen. Seiner Begründung nach können Europäer ohnehin nichts mit der Tradition des Grindhouse-Kinos anfangen, wieso ihnen folglich die Mühe machen. Gesagt, getan und nun startet Planet Terror gut zwei Monate nach Death Proof in unseren Kinos. Statt 2 für 1 also alles wie gehabt. Ganz schön dreist eigentlich, dass man nun den doppelten Preis für ein Produkt zahlen muss, wie von den Produzenten zuvor angekündigt.

Death Proof handelt von Stuntman Mike (Kurt Russell), der in seiner Freizeit junge, scharfe Mädels kalt macht. Hierbei hat er sich als Opfer DJane Jungle Julia (Sydney Potier) und deren Freundinnen Arlene (Vanessa Ferlito) und Shanna (Jordan Ladd) ausgesucht. Nach einem Abend in der Kneipe sucht er sie schließlich mit seinem todsicheren Chevy Nova heim – nur damit sich die Handlung in der zweiten Hälfte des Filmes nochmals wiederholen kann. Dort nimmt es Stuntman Mike mit den etwas robusteren Mädels Abernathy (Rosario Dawson), Kim (Tracie Thoms) und Zoë (Zoë Bell) auf. Während vieler tiefsinniger Frauengespräche bietet Tarantino auch jede Menge Kunstblut und obschon beide Teile seines Filmes identisch wirken, sind sie prinzipiell dann doch grundverschieden.

Das der Film Tarantino Spaß gemacht hat, macht sich bemerkbar. Er zitiert sich gerne selbst, referiert des Öfteren Vanishing Point und Bullitt, stellt für eine Barszene seine private Jukebox zur Verfügung und ergötzt sich an seinen Frauendialogen. Jungle Julia und/oder Abernathy treffen sich beide mit ihren Freundinnen zu einem großen und ausführlichen Plausch zu Tisch, doch während die einen unbekümmert über Männer und Flirten tratschen, offenbart sich bei zweiter Gruppe die toughere Natur der Damen – mal abgesehen von Lee (Mary Elizabeth Winstead), die dafür das eye candy des Filmes bildet. So nett und ausgefeilt Tarantinos Dialoge auch sind – sie sind zu lang. Denn an sich führen sie nirgendwo wirklich hin und entwickeln zudem nicht einmal die dargebotenen Charaktere weiter.

Die Tonmängel und Farbfehler sind natürlich nett mitzuerleben und schön eingebaut für das richtiges Flair, welches durch Tarantinos exzellente (und erstmalige) Kameraführung unterstützt wird. Auch die Musikauswahl ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, für einen echten Grindhouse-Film ist allerdings doch zu unkonsequent durchgezogen. Denn nur weil Death Proof sich mitunter Stilblüten des Grindhouse bedient, macht das den Film noch lange nicht zu Grindhouse. Einen guten Film auf schlecht zu trimmen, damit er den Anspruch erfüllt so schlecht zu sein, dass er schon wieder gut ist, funktioniert hier dank Tarantinos gekonnte Inszenierung nicht. Und auch die überbordende Länge spricht dafür, dass Death Proof in seiner ursprünglichen GrindHouse-Fassung sicherlich runder daherkommt.

6.5/10 - erschienen bei Wicked-Vision