Filme von Adam Sandler laufen seit jeher unter dem Motto „Gib dem Affen Zucker“. Der New Yorker Comedian füttert seit Anbeginn seiner Karriere dem Publikum seinen infantilen Humor, der mal mehr, mal weniger offensichtlich propagiert wurde und in den jüngsten Jahren zuletzt mit Jack & Jill seinen Höhepunkt erreichte. Umso erstaunlicher, dass Sandler dennoch zu den bestbezahlten Schauspielern gehört, in einer Liga mit Tom Cruise. Dabei ist er keinesfalls ein Nulltalent, wie sich in Filmen à la Punch-Drunk Love oder Reign Over Me zeigt. In Funny People hat er selbst seinen eigenen Status als Komiker hochgenommen. Und dennoch dreht er weiter diese Filme.
Und warum auch nicht, solange es das Publikum einem dankt. Immerhin war Grown Ups vor ein paar Jahren sein bisher erfolgreichster Film. Nun also That’s My Boy, eine R-Rated-Comedy über Verführung Minderjähriger, Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Darin spielt sich Sandler quasi selbst, einen Endvierziger mit infantilem Auftreten, den einst seine Mathe-Lehrerin verführte, die kurz vor ihrer 30-jährigen Haftstrafe ein gemeinsames Kind zur Welt brachte, das den Namen Han Solo erhielt. Jener Han Solo nennt sich nun Todd Petersen (Andy Samberg), ist ein aufstrebender Hedgefond-Manager und mit der adretten Jamie (Leighton Meester) verlobt.
Es folgt der unerwartete Auftritt seines Vaters Donny (Adam Sandler), der nur wenige Tage Zeit hat, seine Steuerschuld von $43,000 zu begleichen, will er nicht ins Gefängnis wandern. Eine Reality-TV-Zusammenführung von Donny, Han Solo und dessen inhaftierter Mutter (Susan Sarandon) soll als finanzieller Ausgleich dienen – nur muss Todd, der seinen Schwiegereltern in spe erzählte, seine Eltern seien gestorben, erst Vertrauen zu seinem Vater gewinnen. Damit ist die Bühne für Sandler bereitet, um als Todds bester Freund und ehemals Lebensretter die Hochzeitsgesellschaft an sich zu reißen und seinem so vulgären wie chauvinistischen Humor freien Lauf zu lassen.
Das anschließende Handlungsgerüst ist ausgesprochen rudimentär und letztlich nur eine Ausrede für alle möglichen platten Zoten primär visueller Natur. Von wirklichen Gags lässt sich nur bedingt reden, handelt es sich bei Sandlers Humor eher um den eines Pennälers. So kriegen Leute einen Baseball auf den Kehlkopf gezimmert, kotzen und onanieren auf Hochzeitskleider, pissen oder scheißen sich ein, haben Sex mit Seniorinnen oder prügeln sich mit irischen Priestern. Das Ganze ist zu keinem Zeitpunkt subtil, stets geradeheraus. Und wenn Sandler in nasaler Quengelstimme lospalavert, fragt man sich oft selbst, warum man gerade lacht.
Und hier gelangt diese Kritik bereits in eine Sackgasse, denn wirklich erklärt werden kann kaum, warum That’s My Boy die lustigste Komödie von 2012 war. Wie man es dreht und wendet, am Ende kommt bei Sean Anders’ Vehikel kein guter Film heraus. Letztlich ist dies nicht einmal eine Anarcho-Komödie im Stile von Hot Rod oder Anchorman, wo auf Genrekonventionen gepfiffen und nach eigenem Gusto klamaukt wird. Dafür fehlt Sandlers Film das Talent und die Brillanz eines Will Ferrell oder Adam McKay. Am ehesten ist der Film daher noch mit Piranha 3DD zu vergleichen, die andere Nonsense-Komödie von 2012, die lediglich dem Affen Zucker geben wollte.
Avancierte dort David Hasselhoff zur Geheimwaffe, nimmt sich hier Vanilla Ice herrlich selbst auf die Schippe. Eine wilde Partynacht mit ihm, Sandler und Samberg avanciert zum Highlight des Films. Dessen horrendes Budget von 70 Millionen Dollar dürfte neben Sandlers Gage auch auf die Lizenzierungsrechte des Soundtracks zurückzuführen sein. Dort geben sich unter anderem KISS, Def Leppard, Rush, Van Halen, Foreigner, Tom Petty und Meat Loaf die Ehre. Somit lässt sich rational nicht erklären, was That’s My Boy auszeichnet, dessen Humor so eigen und schwer spezifizierbar ist. Aber wen interessiert, warum man lachen muss, solange man lacht?
Und warum auch nicht, solange es das Publikum einem dankt. Immerhin war Grown Ups vor ein paar Jahren sein bisher erfolgreichster Film. Nun also That’s My Boy, eine R-Rated-Comedy über Verführung Minderjähriger, Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Darin spielt sich Sandler quasi selbst, einen Endvierziger mit infantilem Auftreten, den einst seine Mathe-Lehrerin verführte, die kurz vor ihrer 30-jährigen Haftstrafe ein gemeinsames Kind zur Welt brachte, das den Namen Han Solo erhielt. Jener Han Solo nennt sich nun Todd Petersen (Andy Samberg), ist ein aufstrebender Hedgefond-Manager und mit der adretten Jamie (Leighton Meester) verlobt.
Es folgt der unerwartete Auftritt seines Vaters Donny (Adam Sandler), der nur wenige Tage Zeit hat, seine Steuerschuld von $43,000 zu begleichen, will er nicht ins Gefängnis wandern. Eine Reality-TV-Zusammenführung von Donny, Han Solo und dessen inhaftierter Mutter (Susan Sarandon) soll als finanzieller Ausgleich dienen – nur muss Todd, der seinen Schwiegereltern in spe erzählte, seine Eltern seien gestorben, erst Vertrauen zu seinem Vater gewinnen. Damit ist die Bühne für Sandler bereitet, um als Todds bester Freund und ehemals Lebensretter die Hochzeitsgesellschaft an sich zu reißen und seinem so vulgären wie chauvinistischen Humor freien Lauf zu lassen.
Das anschließende Handlungsgerüst ist ausgesprochen rudimentär und letztlich nur eine Ausrede für alle möglichen platten Zoten primär visueller Natur. Von wirklichen Gags lässt sich nur bedingt reden, handelt es sich bei Sandlers Humor eher um den eines Pennälers. So kriegen Leute einen Baseball auf den Kehlkopf gezimmert, kotzen und onanieren auf Hochzeitskleider, pissen oder scheißen sich ein, haben Sex mit Seniorinnen oder prügeln sich mit irischen Priestern. Das Ganze ist zu keinem Zeitpunkt subtil, stets geradeheraus. Und wenn Sandler in nasaler Quengelstimme lospalavert, fragt man sich oft selbst, warum man gerade lacht.
Und hier gelangt diese Kritik bereits in eine Sackgasse, denn wirklich erklärt werden kann kaum, warum That’s My Boy die lustigste Komödie von 2012 war. Wie man es dreht und wendet, am Ende kommt bei Sean Anders’ Vehikel kein guter Film heraus. Letztlich ist dies nicht einmal eine Anarcho-Komödie im Stile von Hot Rod oder Anchorman, wo auf Genrekonventionen gepfiffen und nach eigenem Gusto klamaukt wird. Dafür fehlt Sandlers Film das Talent und die Brillanz eines Will Ferrell oder Adam McKay. Am ehesten ist der Film daher noch mit Piranha 3DD zu vergleichen, die andere Nonsense-Komödie von 2012, die lediglich dem Affen Zucker geben wollte.
Avancierte dort David Hasselhoff zur Geheimwaffe, nimmt sich hier Vanilla Ice herrlich selbst auf die Schippe. Eine wilde Partynacht mit ihm, Sandler und Samberg avanciert zum Highlight des Films. Dessen horrendes Budget von 70 Millionen Dollar dürfte neben Sandlers Gage auch auf die Lizenzierungsrechte des Soundtracks zurückzuführen sein. Dort geben sich unter anderem KISS, Def Leppard, Rush, Van Halen, Foreigner, Tom Petty und Meat Loaf die Ehre. Somit lässt sich rational nicht erklären, was That’s My Boy auszeichnet, dessen Humor so eigen und schwer spezifizierbar ist. Aber wen interessiert, warum man lachen muss, solange man lacht?
7.5/10




Die Charaktere von Gossip Girl waren noch nie Kinder von Traurigkeit, aber dieses Jahr fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Wenn Chuck und Blair dann das konstanteste Paar sind, drückt das bereits eine Menge über das unsinnige Paarungsverhalten finanziell abgesicherter Yuppie-Kids zur Paarungszeit aus. Gerade Serena, die neben Chuck und Nate zu den Figuren gehört, die auf eine höhere Bildung pfeifen, schläft sich tapfer durch die Betten der Upper Eastside. Grundsätzlich verknallt sie sich scheinbar in jeden Typen, mit dem sie mehr als fünf Worte wechselt, kommen doch neben Carter Baizen auch - mal wieder - Nate und zudem noch dessen Cousin Tripp zum Zuge. Dan hingegen darf sich zuerst mit Gastdarstellerin Hilary Duff vergnügen, dann kommt in einem flotten Dreier noch Vanessa dazu (die Ausgangsbasis des Dreiers ist reichlich unausgegoren), bevor diese dann Duff vollends ersetzt. Ganz so turbulent geht es bei Nate nicht zu und Jenny hat in der Hinsicht sowieso die Arschkarte der Serie.
Insofern funktioniert Gossip Girl zwar immer noch seiner Prämisse gemäß bisweilen gut, ist jedoch schon im Vorjahr in die Durchschnittlichkeit abgerutscht und im Vergleich zur starken 

