Mit Bussen ist es immer so eine Sache: Entweder sie fahren zu früh oder – weitaus häufiger – sie kommen zu spät. Vielleicht sollte der Busfahrer einfach etwas stärker aufs Gaspedal treten; und sich vorstellen, dass er eine Bombe unter seinen Füßen hat. Wie ein unaufhaltbarer Bus, der den Fuß auf dem Gas hat, schickte sich 1994 auch Jan de Bonts Regiedebüt Speed an. Für moderate Kosten (30 Millionen Dollar) gedreht, avancierte der Action-Thriller seinerzeit zu einem Kassenknüller, der das Zehnfache seiner Kosten einspielte und zum fünfterfolgreichsten Film seines Jahrgangs aufstieg. Dabei entwickelte sich Speed zum von Benzingetriebenen Action-Kracher, mehr als zwei Jahrzehnte vor George Millers überschätztem Mad Max: Fury Road.
Entstanden in einer Zeit, in der Action-Kino noch nicht bierernst war (im selben Jahr starteten True Lies und Beverly Hills Cop III), schanzt zu Beginn Polizistenheld Jack (Keanu Reeves) in die Handlung. Inszeniert in einem visuellen Motiv, dass de Bont in zwei späteren Szenen nochmals wiederholen würde. Ohnehin dient die Auftaktsequenz mit der Fahrstuhl-Geiselnahme dem Einführen verschiedener wiederkehrender Elemente. Vom “pop quiz”-Spruch über die Beziehung von Polizist und Geisel bis hin zur Präsentation von Gegenspieler Howard Payne (Dennis Hopper) mit Indizien zu dessen Identifikation. Wir erleben Reeves’ Jack als wagemutigen Entscheider, der gut von Jeff Daniels als mitdenkender Bombenexperte Harry begleitet wird.
Mit Glück kommen die beiden Helden als auch die Geiseln mit dem Leben davon. “Guts will get you so far, then they’ll get you killed”, gibt Harry nach einer Auszeichnung durch den Bürgermeister später seinem jüngeren Kollegen mit. Erst jetzt beginnt der eigentliche Film mit seiner halsbrecherischen Prämisse, die so spannend da simpel ist. Die Bombe im Bus führt dazu, dass Speed als Film kontinuierlich in Bewegung bleiben muss. Und dabei dennoch die Zeit findet, dem Zuschauer die Figuren näher zu bringen. Allen voran Sandra Bullocks Aushilfs-Busfahrerin Annie, die buchstäblich das Ruder an sich reißen muss, als der eigentliche Fahrer nach einer Auseinandersetzung im Bus angeschossen und schwer verletzt wird.
Nur widerwillig fährt Annie überhaupt mit dem Bus. “I love my car. I miss my car”, verrät sie einer Mitfahrerin seufzend. Auf den Bus ist sie nur deswegen angewiesen, weil sie ihren Führerschein verloren hat. Der Grund: Geschwindigkeitsübertretung. Mit einem Augenzwinkern serviert einem der Film diese Dialoge, die aus der Feder von Joss Whedon stammen, der jedoch keine Nennung als Autor erhalten hat. Für ähnlich humorvolle Auflockerungen stehen Alan Rucks einfallsloser Tourist (“We’re at the airport. I’ve already seen the airport”), ebenfalls von Whedon umgeschrieben, oder Glenn Plummer als “Tune Man”. Dabei ist die Exposition des Busdramas keineswegs fehlerfrei, angefangen mit Annies Platzierung in diesem.
De Bont impliziert eine Freund- oder zumindest Bekanntschaft zwischen Annie und Fahrer Sam (Hawthorne James), die unwahrscheinlich erscheint, wenn Annie meist mit dem Auto fährt. Simpler wäre es gewesen, hätte der Film die Busfahrer-Figuren von Sam und Bob (John Capodice) verschmelzen lassen, sodass es ausschließlich Jack ist, der eine Bekanntschaft mit einem Fahrer hat. Auch sonst macht es sich Speed bisweilen einfach. So wenn Annie einen Kinderwagen überfährt, in dem sich dann jedoch nur Dosen befanden (selbst wenn ein Hollywood-Film wohl kaum so authentisch-düster sein wird, ein Kind als Kollateralschaden zu präsentieren). Oder wenn es um eine der zentralen, aber unnötigen Actionszenen geht: den Freeway Jump.
Kurz vor diesem filmt Jan de Bont eine Luftaufnahme des leerstehenden Freeways, die eine Abbiegung aufzeigt, sodass unklar ist, wieso der Bus überhaupt auf seiner nicht fertiggestellten Spur zu bleiben hat. All das nur, um wie auch im Finale im Fall der U-Bahn das Schanzen-Motiv zu Beginn zu wiederholen. Einfacher und weniger übertrieben wäre es gewesen, direkt zur Flughafenszene überzugehen. Die wiederum fühlte sich für mich schon als Elfjähriger damals im Kino wie das eigentliche Finale an, in dessen Folge die U-Bahn-Sequenz mit der direkten Konfrontation zwischen Jack und Howard als drittes eigenständiges Set Piece beinahe schon etwas langatmig wirkt. Nicht zuletzt daher, weil auch hier erneut die Linie nicht fertiggestellt ist.
In seiner Summe funktioniert Speed jedoch sehr gut, was sich auch Mark Mancinas energetischem Soundtrack verdankt, der quasi zusätzlich aufs Tempo drückt und aus dem der Komponist im Jahr darauf für seine Musik zu Michael Bays Bad Boys viel übernahm. De Bont konzentriert seine Geschichte fast kammerspielartig auf eine sich bewegende Bühne, mit soliden Schauspielleistungen seines weitgehend unpopulären Ensembles. So drehte Bullock zuvor eine humorvolle Nebenrolle in Demolition Man und Reeves kam vom Set von Little Buddha. Während Reeves anschließend in der enttäuschenden William-Gibson-Verfilmung Johnny Mnemonic spielte, geriet Bullocks Romantik-Komödie While You Were Sleeping zum moderaten Erfolg.
Jan de Bont wiederum sollte zwei Jahre später mit dem Katastrophenfilm Twister seinen Höhepunkt erreichen. Auf den zweiterfolgreichsten Film von 1996 folgte schließlich Speed 2: Cruise Control. Die mehr als dreimal so teuere Fortsetzung (110 Millionen Dollar) brachte lediglich Sandra Bullock – und Glenn Plummer – zurück (ihr Gehaltsscheck war nun 18-fach höher als noch 1994), entwickelte sich allerdings zum Box Office Flop, der in den USA nicht mal die Hälfte seines Vorgängers einspielte. Der Misserfolg des Sequels (mit acht Razzie-Nominierungen) konnte jedoch dem Original keinen Schaden zufügen. Speed ist ein würdiger Vertreter des überragenden Action-Kinos der 90er Jahre, das so in der Form leider heute nicht mehr existiert.
Entstanden in einer Zeit, in der Action-Kino noch nicht bierernst war (im selben Jahr starteten True Lies und Beverly Hills Cop III), schanzt zu Beginn Polizistenheld Jack (Keanu Reeves) in die Handlung. Inszeniert in einem visuellen Motiv, dass de Bont in zwei späteren Szenen nochmals wiederholen würde. Ohnehin dient die Auftaktsequenz mit der Fahrstuhl-Geiselnahme dem Einführen verschiedener wiederkehrender Elemente. Vom “pop quiz”-Spruch über die Beziehung von Polizist und Geisel bis hin zur Präsentation von Gegenspieler Howard Payne (Dennis Hopper) mit Indizien zu dessen Identifikation. Wir erleben Reeves’ Jack als wagemutigen Entscheider, der gut von Jeff Daniels als mitdenkender Bombenexperte Harry begleitet wird.
Mit Glück kommen die beiden Helden als auch die Geiseln mit dem Leben davon. “Guts will get you so far, then they’ll get you killed”, gibt Harry nach einer Auszeichnung durch den Bürgermeister später seinem jüngeren Kollegen mit. Erst jetzt beginnt der eigentliche Film mit seiner halsbrecherischen Prämisse, die so spannend da simpel ist. Die Bombe im Bus führt dazu, dass Speed als Film kontinuierlich in Bewegung bleiben muss. Und dabei dennoch die Zeit findet, dem Zuschauer die Figuren näher zu bringen. Allen voran Sandra Bullocks Aushilfs-Busfahrerin Annie, die buchstäblich das Ruder an sich reißen muss, als der eigentliche Fahrer nach einer Auseinandersetzung im Bus angeschossen und schwer verletzt wird.
Nur widerwillig fährt Annie überhaupt mit dem Bus. “I love my car. I miss my car”, verrät sie einer Mitfahrerin seufzend. Auf den Bus ist sie nur deswegen angewiesen, weil sie ihren Führerschein verloren hat. Der Grund: Geschwindigkeitsübertretung. Mit einem Augenzwinkern serviert einem der Film diese Dialoge, die aus der Feder von Joss Whedon stammen, der jedoch keine Nennung als Autor erhalten hat. Für ähnlich humorvolle Auflockerungen stehen Alan Rucks einfallsloser Tourist (“We’re at the airport. I’ve already seen the airport”), ebenfalls von Whedon umgeschrieben, oder Glenn Plummer als “Tune Man”. Dabei ist die Exposition des Busdramas keineswegs fehlerfrei, angefangen mit Annies Platzierung in diesem.
De Bont impliziert eine Freund- oder zumindest Bekanntschaft zwischen Annie und Fahrer Sam (Hawthorne James), die unwahrscheinlich erscheint, wenn Annie meist mit dem Auto fährt. Simpler wäre es gewesen, hätte der Film die Busfahrer-Figuren von Sam und Bob (John Capodice) verschmelzen lassen, sodass es ausschließlich Jack ist, der eine Bekanntschaft mit einem Fahrer hat. Auch sonst macht es sich Speed bisweilen einfach. So wenn Annie einen Kinderwagen überfährt, in dem sich dann jedoch nur Dosen befanden (selbst wenn ein Hollywood-Film wohl kaum so authentisch-düster sein wird, ein Kind als Kollateralschaden zu präsentieren). Oder wenn es um eine der zentralen, aber unnötigen Actionszenen geht: den Freeway Jump.
Kurz vor diesem filmt Jan de Bont eine Luftaufnahme des leerstehenden Freeways, die eine Abbiegung aufzeigt, sodass unklar ist, wieso der Bus überhaupt auf seiner nicht fertiggestellten Spur zu bleiben hat. All das nur, um wie auch im Finale im Fall der U-Bahn das Schanzen-Motiv zu Beginn zu wiederholen. Einfacher und weniger übertrieben wäre es gewesen, direkt zur Flughafenszene überzugehen. Die wiederum fühlte sich für mich schon als Elfjähriger damals im Kino wie das eigentliche Finale an, in dessen Folge die U-Bahn-Sequenz mit der direkten Konfrontation zwischen Jack und Howard als drittes eigenständiges Set Piece beinahe schon etwas langatmig wirkt. Nicht zuletzt daher, weil auch hier erneut die Linie nicht fertiggestellt ist.
In seiner Summe funktioniert Speed jedoch sehr gut, was sich auch Mark Mancinas energetischem Soundtrack verdankt, der quasi zusätzlich aufs Tempo drückt und aus dem der Komponist im Jahr darauf für seine Musik zu Michael Bays Bad Boys viel übernahm. De Bont konzentriert seine Geschichte fast kammerspielartig auf eine sich bewegende Bühne, mit soliden Schauspielleistungen seines weitgehend unpopulären Ensembles. So drehte Bullock zuvor eine humorvolle Nebenrolle in Demolition Man und Reeves kam vom Set von Little Buddha. Während Reeves anschließend in der enttäuschenden William-Gibson-Verfilmung Johnny Mnemonic spielte, geriet Bullocks Romantik-Komödie While You Were Sleeping zum moderaten Erfolg.
Jan de Bont wiederum sollte zwei Jahre später mit dem Katastrophenfilm Twister seinen Höhepunkt erreichen. Auf den zweiterfolgreichsten Film von 1996 folgte schließlich Speed 2: Cruise Control. Die mehr als dreimal so teuere Fortsetzung (110 Millionen Dollar) brachte lediglich Sandra Bullock – und Glenn Plummer – zurück (ihr Gehaltsscheck war nun 18-fach höher als noch 1994), entwickelte sich allerdings zum Box Office Flop, der in den USA nicht mal die Hälfte seines Vorgängers einspielte. Der Misserfolg des Sequels (mit acht Razzie-Nominierungen) konnte jedoch dem Original keinen Schaden zufügen. Speed ist ein würdiger Vertreter des überragenden Action-Kinos der 90er Jahre, das so in der Form leider heute nicht mehr existiert.
7.5/10














Die Prämisse ist altbekannt: der alte Hase lernt den Neuling ein. In diesem Fall Ellis Dove (Travis Fimmel), der sich oft eher als Laufbursche, denn als gleichberechtigter Partner von Barker findet. Fimmel spielt den Rookie überzeugend, oft allerdings etwas zu spitzbübisch. Mein größtes Problem mit der Serie findet sich in ihrer inhaltlichen Inkonsequenz. Da werden gelegentlich Figuren wie Rose (Lindsay Pulsipher), Ellis’ Nachbarin und Affäre, eingeführt, aber auch Ray (Larry Gilliard Jr.), der gegen Barker ermittelnde Regierungsagent. Sowohl Rose als auch Ray tauchen manchmal auf, sind dann jedoch auch wieder einige Folgen außen vor. Teilweise dachte ich sogar, das mit Rose hätte sich erledigt, ehe ich wieder eines besseren belehrt wurde. Das war mir innerhalb von The Beast alles zu larifari, auch wie die hin und wieder mal erwähnte Ermittlung gegen Barker, während die meisten Folgen ohne inhaltlichen Zusammenhang ihre eigenen Wege gingen. Nach den drei überzeugenden Auftaktepisoden rutscht die Serie etwas ins Mittelmaß ab, ehe die Episoden Sieben bis Elf (abgesehen von The Walk In) wieder recht konstant sind. Das Staffelfinale war dagegen etwas schwach und animiert wie die ganze Serie. Diese selbst wird nach dem Tod von Patrick Swayze wohl auch nicht weitergeführt, was wohl (in jedem Sinne) eine gute Entscheidung darstellen dürfte.
Im mysteriösen Dollhouse, geleitet von Adelle DeWitt (Olivia Williams), werden Menschen mit falschen Erinnerungen implantiert und anschließend gegen Geld an Kunden ausgeliehen. Eine dieser „Puppen“ ist Echo (Eliza Dushku), die bisweilen in lebensbedrohliche Situationen gerät. Um sie vor diesen zu bewahren erhält Echo wie jede der „Puppen“ einen Aufpasser mit Langton (Harry Lennix). Allerdings ist FBI-Agent Ballard (Tahmoh Penikett) dem Dollhouse bereits auf den Fersen. Soviel zum an und für sich recht spannenden Inhalt. Doch der rote Faden von Ballards Ermittlungen zieht sich sehr zäh durch die Serie, die sich vormerklich darauf beschränkt, Mit-Produzentin Dushku in abstruse Abenteuer zu verstricken. Diese wollen mal mehr (Target) und mal weniger (Echoes) überzeugen. Dollhouse steht und fällt dabei mit seinen Figuren. Während man Dushku die tragende Rolle nicht so wirklich abnimmt, scheint Williams schlicht und ergreifend überfordert zu sein. Lediglich Lennix, Penikett und Fran Kranz (Topher) wissen zu überzeugen. Ebenfalls glaubwürdig tritt Amy Acker (Dr. Saunders) auf. Letztlich scheitert Whedons neueste Serie aber in ihrem langweiligen Aufbau, der übel konstruierten Geschichte und den oft nur durchschnittlichen Folgen. Eine Serie, die ich mit ziemlicher Sicherheit aufgeben werde.
The question is never simply “if“ somebody is lying, it is “why”.
Nicht minder amüsant ist die Tatsache, dass innerhalb der Lightman Group alle Mitarbeiter stets feststellen können, wenn ihr Gegenüber sie gerade anlügt. Die Frage ist somit – um das obige Zitat einzudeutschen – nicht wann jemand lügt, sondern weshalb er lügt. Denn wir alle haben Geheimnisse, erklärt Lightman selbst zu Beginn der Serie. Und jeder will sein Geheimnis beschützen. Was die Serie noch hervorhebt, ist ihr didaktischer Charakter. Wenn eine der entscheidenden Figuren lügt, wird ihre Gesichtsmimik analysiert, erklärt und mit exemplarischen Motiven aus der internationalen Politik gegenübergestellt. So kreativ kann Fernsehen sein. Mit Moral Waiver liefert Baums Show dann auch eine nahezu perfekte Folge ab. Ein Niveau, das die anderen Episoden nicht ganz zu halten vermögen. Eben stets abhängig von dem jeweiligen Auftrag (bzw. sind es in manchen Fällen auch derer zwei). Die Besetzung der vier wichtigsten Charaktere ist überaus gelungen. Kelli Williams, Monica Raymund und Brendan Hines sind sowohl sympathisch als auch charismatisch. Roth hingegen ist das Aushängeschild der Serie und vermag diese zum größten Teil alleine zu tragen. Daher ist Lie to Me ein willkommener Neuzugang, der bei einer stärkeren Fokussierung auf einen durchgängigen Subplot noch viel Platz nach oben hat. Wird im Herbst weiterverfolgt.
The bird is the word.
Inhaltlich hat die siebte Staffel von Family Guy – wie jede andere Staffel der Serie – keine wirkliche Stringenz. Es gibt nicht einmal eine Doppelfolge, sodass jede Folge für sich steht und einer eigenen Prämisse nachgeht. Dabei sind die ersten vier Folgen quasi eine andere Liga, als der Rest der Staffel, erreichen doch die Episoden Road to Germany, Baby Not On Board und insbesondere I Dream of Jesus (mit dem
He is like a nine year old on sugar rush.
Es verwundert daher nicht, dass Castle für eine zweite Staffel erneuert wurde. Diese dürfte letztlich derselben Prämisse (nämlich keiner) zugrunde laufen, wie die ersten zehn Folgen. Von diesen weiß die Pilotepisode Flowers For Your Grave noch am ehesten überzeugen, da Castle hier deshalb zum Fall hinzu gezogen wird, da der Täter Morde aus Castles Romanen nachstellt. Hätte man diese Prämisse zur Grundlage gemacht, hätte die Serie weitaus runder werden können. So lebt sie primär von den Liebe-Hass-Momenten zwischen Castle und Beckett. Oder anderen Einstellungen, wie das Pokerspiel der Abteilungstruppe zu Beginn von Ghosts. Die Ausgangslage ist ob ihrer Redundanz dann allerdings nicht sonderlich innovativ. Ähnlich wie in
Der Charme von Whedon’s Serie wird in ihrer Aufmachung bestimmt, hier treffen sich die vergangenen Werte des Western mit den futuristischen Elementen der Science Fiction in der Gegenwart. Da fliegt man zwar in Raumschiffen durch die Gegend, benutzt aber auch in fünfhundert Jahren noch einfache Revolver. Kein Warp-Antrieb, kein Beamen, keine Laser-Schwerter oder –kanonen. Sozusagen alles auf dem Boden geblieben, könnte man sagen, auch wenn dies bei einem halben Jahrtausend unwahrscheinlich erscheint, aber schließlich musste Whedon auch mit kleinem Budget arbeiten, weshalb die Handlung auch hauptsächlich an Bord der „Serenity“ spielt oder auf Planeten mit erdidentischer Atmosphäre. Hierbei stellt Action keine vorherrschende Prämisse da, sondern die Grundstimmung der Serie legt mehr Wert auf einen Heist-Charakter. Dinge werden geklaut, bzw. müssen geklaut werden und diese Umsetzung und die damit verbundenen Komplikationen stehen im Vordergrund der Geschichte. Als Nebengeschichte funktioniert das Mysterium um River: was kann sie wirklich alles und was hat die Allianz mit ihr gemacht, bzw. hat sie mit ihr noch vor?