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7. Januar 2011

The Wire - Season Two

It’s writings on the fucking wall.

Betrachtet man einen der ersten Sätze der Pilotstaffel von HBO’s The Wire (“This America, man“) und den abschließenden Satz der ersten Staffel von Omar (“It’s all in the game“), dann gibt die Serie von David Simon und Ed Burns auf gewisse Weise sehr schön wieder, wofür die USA einst standen und bisweilen auch immer noch stehen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten verspricht den American Dream, wo man als Drogendealer tot auf der Straße oder wie Jay-Z als Multimillionär und Ehemann von Beyoncé enden kann. Und auch zwei andere Zitate aus der Vorgängerstaffel bewahrheiteten sich. Marla Daniels’ “You cannot loose if you don’t play“ ebenso wie Sydnors “I just feel like this just ain’t finished”.

Der Fall von Lieutenant Daniels (Lance Reddick) und seiner Einheit gegen Baltimores Westside-Drogenboss Avon Barksdale (Wood Harris) ging ziemlich in die Binsen. Zwar konnte immerhin Barksdale zu einer 7-jährigen Haftstrafe verurteilt werden, wie auch einige seiner Gangmitglieder um D’Angelo (Larry Gilliard Jr.) und Wee-Bey (Hassan Johnson) lange einsitzen müssen, doch letztlich nahm man nur einige Figuren vom Schachbrett. Das Spiel ist aber weiterhin im Gange. Während Stringer Bell (Idris Elba) nun die Fäden zieht und versucht, weiter guten Shit auf die Straße zu bekommen, müssen Daniels und McNulty (Dominic West) mit den beruflichen Konsequenzen ihrer Handlungen klar kommen.

In der zweiten Staffel verdoppelt The Wire seine Handlungsstränge. Besonders in den Fokus gerückt wird eine Gewerkschaft von Hafenarbeitern rund um ihren Gewerkschaftsleiter Frank Sobotka (Chris Bauer). Dieser lässt hin und wieder gemeinsam mit seinem Neffen Nick (Pablo Schneider) für eine kriminelle Gruppe „Griechen“ rund um deren Sprecher Spiros Vondopoulos (Paul Ben-Victor) einige Containerladungen vom Dock verschwinden. Als eine dieser Ladungen mit zwölf osteuropäischen Frauen nicht abgeholt wird und die sich darin befindenden Damen daraufhin ersticken, beginnt eine von zwei Ermittlungen des Baltimore Police Department, die im zweiten Jahr die Serie bestimmen.

Während der Mord der eingeschmuggelten Prostituierten der Mordkommission und damit Bunk (Wendell Pierce), sowie dem neu dorthin versetzten Freamon (Clarke Peters) und der Hafenpolizistin Beatrice „Beadie“ Russell (Amy Ryan), zufällt (und sich auch der zur Marineeinheit strafversetzte McNulty mit dem Fall beschäftigt), ruft Daniels seine alte Abhöreinheit wieder ins Leben. Aufgrund eines Streits bezüglich einer Kirchenstiftung geraten die beiden polnischstämmigen Sobotka und Major Stanislaus Valchek (Al Brown) aneinander. Inspiriert von den guten Worten seines Schwiegersohns Prez (Jim True-Frost), setzt Valchek fortan Daniels auf Sobotka und die illegalen Aktivitäten auf den Docks an.

So kommt es, dass die Serie ab der sechsten Folge Undertow quasi wieder in alter Besetzung ist, da Daniels neben Freamon, Prez, Herc (Domenick Lombardozzi) und Kima (Sonja Sohn) auch Carver (Seth Gilliam) ins Boot holt. Lediglich McNulty (der jedoch ab Duck and Cover dazu stößt) und Sydnor fehlen zur Komplettierung. Und spätestens ab hier beginnt The Wire auch den Bahnen seiner ersten Staffel zu folgen, wenn sich der Spannungsbogen quasi an der Blaupause des Vorjahres orientiert. Diese kreative Uninspiriertheit ließe sich natürlich kritisieren, fällt auch zumindest subtil negativ auf, allerdings wirkt das Szenario im zweiten Anlauf dennoch relativ sauber und bisweilen überzeugender als zuvor.

Dass auf den Docks nicht immer alles korrekt zugeht, ist seit On the Waterfront kein Geheimnis und wird auch von Beadie in ihrer ersten Szene ironisch impliziert. Dabei wird weniger Wert auf die eigentlichen Vorgänge auf dem Dock gelegt (obschon ein Mal auch einer der vielen Unfälle passiert), sondern stattdessen in das Leben der Hafenarbeiter geblickt.  Speziell in das von Nick, der auf nicht genug Arbeitsstunden kommt, um sich, seiner Freundin und der gemeinsamen Tochter eine Wohnung mieten zu können. Die sobotka’sche Milieustudie wird komplettiert durch Franks nichtsnutzigen Sohn Ziggy (James Ransone), der aus Geldmangel ebenfalls in Aktivitäten mit Spiros und den Griechen verwickelt wird.

Die beiden Haupthandlungsstränge folgen nun den Verwicklungen der Hafenarbeiter rund um die Sobotkas, sowie der Ermittlungen von Daniels, McNulty und Co. Zusätzlich begleitet The Wire jedoch auch weiterhin die Geschehnisse in den Projects und Corners der Westside Baltimores. Stringer Bell hat daran zu knabbern, dass durch Avons Abwesenheit sein Drogenlieferant abgesprungen ist und viele essentielle Leute wie Wee-Bey, Bird oder Stinkum ausgeschaltet sind. So avancieren Poot (Trey Chaney) und speziell Brodie (J.D. Williams) zu wichtigeren Spielern, denen mehr Verantwortung aufgelastet wird. Angesichts eines schwächelnden Produktes beginnt String jedoch immer mehr eigene Pläne zu schmieden.

Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Eastside-Kingpin Prop Joe (Robert F. Chew) bedeutsamer, wenn viel Saatgut gestreut wird, das man in der dritten Staffel erntet. Diesbezüglich tauchen auch alte Gesichter wie Omar (Michael K. Williams) und Bubbles (Andre Royo) wieder auf, allerdings in weniger prominenten Rollen wie im Vorjahr. Der Fokus der Projects liegt stattdessen klar auf Stringers wachsender Kontrolle über Avons Business und welche Wege er bereit ist, für diese Kontrolle zu begehen. Zudem schlägt String die Brücke zur vierten Handlung rund um Avon und D'Angelo im Staatsgefängnis Jessup. Hier führt die Show die Entwicklungen von D’Angelo zu Ende, die sie in der ersten Staffel begonnen hat.

Nicht zu kurz kommt auch dieses Jahr der ein oder andere politische Seitenhieb. War es im Vorjahr das 9/11-Protokoll, das eine richtige Verurteilung von Avon verhindert hat, stellt die Justiz auch diesmal das ein oder andere Bein. So erklärt Rhonda (Deirdre Lovejoy) in Backwash, dass eine Abhörerlaubnis zwar für Drogendealer möglich ist, nicht jedoch für Menschenschmuggler. “That’s the law“, lautet die Entschuldigung. Und was möglich wäre, wenn alle Institutionen der USA von der Polizei über das FBI bis hin möglicherweise sogar zur NSA zusammenarbeiten täten, zeigt sich in der Folge Storm Warnings, wenn das FBI Daniels’ Einheit ihr GPS-Verfolgungssystem für ihre Ermittlungen zur Verfügung stellt.

In Storm Warnings findet sich auch die beste Episode der zweiten Staffel (sowie bisher in der Serie), obschon sich Folgen wie das Staffelfinale Port in a Storm, Collateral Damage, Backwash  und Stray Rounds ebenfalls vom Rest abheben. Ingesamt macht sich also eine Qualitätssteigerung bemerkbar und das trotz der angesprochenen inhaltlichen Abkupferungen aus dem Vorjahr (manche Ereignisse wirken direkt übernommen). Gelungen sind auch die weiterhin auftretenden humoristischen Auflockerungen, von Omars Gerichtsaussage gegen Bird über Bunks wie von McNulty vorhergesagte Unfähigkeit Alkohol zu vertragen, bis hin zu McNultys klassischem Standardausspruch “What the fuck did I do?“.

Ohnehin sind es auch weiterhin die Charaktere, die im Vordergrund stehen. So versucht McNulty seine Ehe wieder in Gang zu bringen, während Kimas Lebensgefährtin Planungen beginnt, eine Familie zu gründen. Bemerkenswert ist die Ehe zwischen Daniels und seiner Frau, mit der er wie in Backwash jede Karriere- und Dienstentscheidung bespricht. Dagegen halten sich Herc und Carver weiterhin im Hintergrund in ihrer Funktion als wandelnde Jokes. Die Tatsache, dass sich lediglich den Privatleben von Daniels, McNulty und Greggs gewidmet wird, zeigt ziemlich deutlich die Stellung, die diese Drei innerhalb des Polizeiensembles haben (selbst Freamon folgt die Kamera abseits der Truppe nie nach Hause).

Grundsätzlich fühlt sich die Serie aber auch nach dem zweiten Jahr nicht wirklich wie das Bedeutendste an, dass das Fernsehen je hervorgebracht hat. Die Fokusverschiebung auf die Docks tut The Wire gut, fügt ihr einen neuen Mosaikstein hinzu, ist jedoch angefüllt von altbekannten Klischees und damit kaum eine Neuerfindung des Rades. Nichtsdestotrotz funktioniert und unterhält die zweite Staffel als Ermittlerserie mit starken Charakteren noch eine Spur besser - primär ihrer bemerkenswerten Figuren wie McNulty, Bubbles, Omar oder des neu dazu gestoßene Brother Mouzone (Michael Potts) sei Dank. Am Ende ist nach der Ermittlung wieder vor der Ermittlung. Denn in The Wire sieht man sich immer zwei Mal.

8/10

18. Mai 2009

The Office - Season Five

This is a dream I had since… lunch.

Man könnte meinen, Greg Daniels wollte mit der fünften Staffel von The Office gut machen, was der Autorenstreik in der vierten Staffel verursacht hat. Ganze 26 Folgen ließ er auf das Publikum los und bedenkt man gerade die zweite Hälfte, ist es erstaunlich, dass die Sitcom dennoch das Niveau ihrer Vorgänger zu halten vermochte. Auch in der fünften Staffel dreht sich vieles wieder um Liebe und Beziehungen. Schon beginnend mit Michaels (Steve Carrels) und Hollys (Amy Ryan) Affäre. Im Gegensatz zu Jan scheint Michael hier endlich jemand gefunden zu haben, der sich auf seinem (humoristischen) Level bewegt. Allerdings war es absehbar, dass die Beziehung nicht lange halten würde, was immerhin dazu führt, dass Toby (Paul Lieberstein) nach seiner missglückten Costa Rica Reise zurück in die Scrantoner Filiale von Dunder Mifflin kehrt.

Eine etwas dramatischere Beziehung führen da schon Angela (Angela Kinsey) und Andy (Ed Helms). Die ménage à trois zwischen den beiden Figuren und Dwight (Rainn Wilson) muss natürlich eskalieren und führt zu dem interessanten Ergebnis, dass sich beide Herren von der Neurotikerin abwenden (und teilweise sogar anfreunden). Diese Nebenhandlung ist allerdings nicht sonderlich interessant umgesetzt bzw. stört sie den Erzählfluss der restlichen Geschichte. So ist The Duel, die Klimax zwischen Dwight und Andy, auch die schlechteste Episode der fünften Staffel. Die Beziehung von Pam (Jenna Fisher) und Jim (John Krasinksi) dagegen scheint in Stein gemeißelt zu sein und erfährt erst leichte Sprünge, als die Ehe von Pams Eltern zu einem missverständlichen Streit führt.

Der grundsätzliche Ton der Serie scheint ernster geworden zu sein. Zumindest vermittelt der „Waffenstillstand“ zwischen Jim und Dwight diesen Eindruck. Lediglich zweimal spielt Jim seiner Nemesis einen Streich, womit die fünfte Staffel in dieser Kategorie die bereits niedrige vierte Staffel nochmals unterbietet. Dies ist dahingehend schade, dass frühere Streiche wie Dwight’s CIA-Auftrag oder Faxe aus der Zukunft das Herz von The Office ausmachten. Weshalb die Autoren nicht öfter auf derlei Ideen wie in Moroccan Christmas setzen, bleibt unverständlich. So kommt es in der gesamten zweiten Hälfte – wenn auch bedingt durch die Umstände – zu überhaupt keinem Streich seitens Jim an Dwight. Ein schmerzlicher Verlust für die Serie und ein Trend, der sich – bedenkt man die finale Szene der aktuellen Staffel – wohl auch im Herbst fortsetzen wird.

Ein thematische Überordnung weißt The Office dabei nur in der zweiten Hälfte auf. Die ersten Episoden beschäftigen sich primär mit den Beziehungsfragen von Michael, Dwight und Co. Allerdings finden sich auch hier die Höhepunkte der Staffel. Die tolle Folge Prince Family Paper wurde eine Woche später mit der perfekten Doppelfolge Stress Relief sogar noch überboten. Ansonsten bewegen sich die meisten Episoden auf dem gängigen The Office-Niveau und nur ein Viertel der Staffel ist lediglich durchschnittlich. Erst mit Michaels Kündigung und seinem Ersatz durch den von Idris Elba gespielten Charles bricht die Serie zum Ende hin etwas ein. Dieser Subplot, der aus sechs Folgen besteht, ist nur leidlich unterhaltsam und zudem extrem vorhersehbar. Obschon Elba sehr überzeugend spielt, birgt sein Charakter einfach zu wenig Sympathiepotential, als dass die Büroszenen ohne Michael wirklich funktionieren wollen. Genauso verhält es sich umgekehrt bei der Michael Scott Paper Company rund um Pam und den wieder eingeführten Ryan (B.J. Novak).

Hätte man auf diese sechs inhaltsleeren Folgen (trotz netten Jerry Maguire-Zitats) verzichtet, wäre die Staffel etwas runder und gelungener gewesen. Selbst wenn sich letztlich an der Wertung nichts ändert, da die Elba-Episoden zwar nur durchschnittlich, aber nicht schlecht sind. Ein Gewinn dagegen ist die neue Sekretärin Erin (Ellie Kemper), die sich mit überschwänglichem Enthusiasmus in ihren neuen Job stürzt. Der Staffelabschluss (dieses Jahr eine Solo-Folge) ist etwas schwach bzw. ruhig ausgefallen, weiß aber mit einer frohen Botschaft abzuschließen. Insgesamt ist auch die fünfte Staffel von The Office gelungene Unterhaltung und zeigt, dass die Show weiterhin durch ihre unglaubliche Konstanz zu glänzen weiß. Fraglich bleibt jedoch, wie lange sich Daniels Serie noch halten mag, da irgendwann die Ideen für die Scrantoneers ausgehen dürften. Bis dahin bin ich jedoch zuversichtlich.

8/10

16. April 2008

Before the Devil Knows You’re Dead

May you be in heaven half an hour, before the devil knows you’re dead.

Er zählt zu den Altmeistern, der gute Sidney Lumet, und ist mit seinen 84 Jahren auch bereits recht rüstig. Vor fünfzig Jahren beeindruckte er mit seinem ersten Kinofilm 12 Angry Men und lieferte die Vorlage für verschiedene Remakes unterschiedlicher Nationen. Seinen Ruf bekräftigte er die folgenden Jahrzehnte mit Werken wie Network, Dog Day Afternoon und Serpico. Doch in den letzten Jahren baute Lumet etwas ab, inszenierte Filme wie Gloria mit Sharon Stone oder Find Me Guilty mit Vin Diesel. An seinem Zenit angelangt schien der viermal für den Regie-Oscar nominierte Lumet, der im Jahr 2005 den Ehrenoscar der Academy erhielt. So kam es, dass er zum ersten Mal seit vierzig Jahren wieder für das Fernsehen inszenierte, das Medium, welches einst seine Karriere eingeleitet hatte.

In der Serie 100 Centre Street experimentierte er dann mit den neuen HD-Kameras, mit welchen er auch seinen aktuellen Film drehen sollte. Auf einer Pressekonferenz im vergangenen Jahr hielt er dann zugleich eine Grabrede auf den 35mm-Film, bezeichnete die Arbeit mit diesem als „pain in the ass“ und sah das Ende des Zelluloid-Zeitalters gekommen, wenn sich Verleiher und Vorführer endlich auf ein Projektionsformat einigen könnten. In der Tat lässt sich Before the Devil Knows You’re Dead als Anknüpfung an die guten alten Zeiten des Regisseurs verstehen, auch wenn der Film nicht die Tiefe eines Angry Men oder Spannung von Serpico aufbauen kann, im Vergleich zu den Arbeiten seiner letzten 15 Jahre ist der Film dennoch eine positive Kehrtwendung. Diese Bestätigung wird weitläufig geteilt, die Kritiken sind meist sehr gut.

Die Geschichte, die der Film erzählt, ist relativ simpel und doch so vielschichtig, dass man fast nichts über sie sagen kann, wenn man nicht zu viel von dem Handlungsverlauf verraten möchte. Es ist die Geschichte zweier Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch soviel gemeinsam haben. Auf der einen Seite gibt es Andrew Hanson, Andy genannt und vom Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman wie man es von ihm gewöhnt ist glaubwürdig und solide porträtiert. Andy hat sich in seiner Bank nach oben gearbeitet, ist Anzugträger und besitzt Geld. So könnte man jedenfalls meinen, doch Andy hat ein teures Hobby: Heroin. In einem Edel-Loft trifft er sich mehrmals die Woche mit seinem Dealer und lässt sich einen Schuss verpassen - scheinbar das einzige, was ihm noch Lust bereitet.

Denn in seiner Ehe mit Gina, ebenfalls von einer Oscarpreisträgerin, Marisa Tomei, dargestellt, läuft es nicht mehr wie gehabt. Andy erzählt seiner Frau nicht nur weniger Dinge als früher, auch das Sexleben hat darunter zu leiden, daran konnte auch ein romantischer Urlaub in Rio de Janeiro nicht wirklich etwas ändern. Gina ist gefrustet, fühlt sich von ihrem Mann nicht mehr begehrt, die Ehe kriselt, auch wenn die erste Szene des Filmes diesen Eindruck verschleiert. Das Geld für seine Drogensucht hat Andy von der Arbeit abgezweigt, gerät jedoch in die Bredouille, als eine Steuerprüfung ins Haus steht. In kurzer Zeit braucht er möglichst viel Geld und kommt anschließend scheinbar nur zu einer Lösung, die letzten Endes eine Tragödie griechischen Ausmaßes initiieren wird.

Auf der anderen Seite gibt es Hank, Andys Bruder. Hank lebt geschieden von seiner Frau Martha, hier dargestellt von der letztjährigen Nebenrollenkönigin und oscarnominierten Amy Ryan. In Marthas Augen, auch in denen seines Bruders, ist Hank ein Loser, der finanziell knapp bei Kasse ist, seiner Ex-Frau drei Monate Unterhalt für die gemeinsame Tochter schuldet. Da sie ihr Geldmangel eint, weiht Andy seinen Bruder in den großen Plan ein, wahrscheinlich nur, um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen. Er schiebt eine fadenscheinige Ausrede vor und schickt Hank, um den gemeinsamen Plan auszuführen. Hierbei handelt es sich um einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft. Jedoch nicht irgendein Juweliergeschäft, sondern das Geschäft von Hank und Andys Eltern Nanette und Charles (Albert Finney).

Ethan Hawke gelingt es großartig Hanks Unsicherheit und Naivität einzufangen, sodass er selbst Hoffman in den gemeinsamen Szenen gelegentlich überstrahlt und fraglos eine seiner stärksten Karriereleistungen abliefert. Hank fühlt sich sichtlich unwohl bei dem Gedanken das elterliche Geschäft zu überfallen, weswegen er auch den Kleinkriminellen Bobby aufsucht und um Unterstützung bittet. Es wird schließlich auch Bobby sein, welcher den Überfall aktiv ausführt, während Hank im Wagen wartet und sich zu „Schwuchtel“-Musik - wie es Bobby lapidar bezeichnet - versucht zu beruhigen. Doch wider Erwarten geht der geplante Coup schief und löst eine Welle von Ereignissen aus, die am Ende das Leben aller Beteiligten für immer Umkrempeln wird.

Das Drehbuch zu Before the Devil Knows You’re Dead wartete ganze acht Jahre auf seine Verfilmung und entstammt dem Theaterautoren Kelly Masterson. Dieser machte einst eine ungewöhnliche Wandlung durch, war er früher Franziskaner Bruder, der sich kurz vor der Weihe dann doch noch für das Theater entschied. Der Titel zum Film entstammt dem oben angeführten Zitat, welches seinem Ursprung her ein irischer Trinkspruch ist. Lumet inszeniert Mastersons Skript über die meiste Zeit in einem äußerst ruhigen Erzähltempo, durchzogen von verschiedenen Zeitsprüngen, dabei die Geschichte aus dem Blickwinkel von Hank, Andy und ihrem Vater Charles erzählend. Stück für Stück erhält man Einblicke in die Leben dieser drei Männer und in ihre Beziehung zueinander, manche Szenen werden hierbei von Lumet gänzlich ohne musikalische Untermalung unterlegt.

Es ist eine Familientragödie, die erzählt wird, daran besteht kein Zweifel und es erklärt auch, wieso auf die polizeiliche Komponente kein Wert gelegt wird. Trotz des ruhigen Tons baut der Film unterschwellig eine hohe Spannung auf, steuert auf die finale Konfrontation hin, getragen von den Veränderungen in den beiden Hauptcharakteren von Finney und Hoffman. Hier findet sich das Problem, von Lumets gut gemachtem Thriller, denn gerade diese beiden Figuren entwickeln sich am Schluss in eine Richtung, die nicht wirklich nachvollziehbar ist, im Gegenteil sogar in den Momenten zuvor nicht verständlich vorbereitet wurde. Das Ende ist dabei äußerst unsäglich geraten und zieht den guten Film dann etwas runter. Ganz an die alte Klasse vermag Lumet also leider nicht anzuknüpfen.

6/10

17. März 2008

Dan in Real Life

There's rightness in our wrongness.

Als Witwer hat man es nicht leicht, aber Dan (Steve Carell) meistert die Erziehung seiner drei Töchter relativ gut. Er steht morgens pünktlich auf, schreibt seine Kolumne in der örtlichen Zeitung und schmiert den dreien ihre Pausenbrote, wäscht ihre Wäsche und agiert mit einer gewissen Lockerheit. Für das Wochenende steht dabei ein Besuch bei den Großeltern in Rhode Island an, zudem auch der Rest der Familie erscheinen wird. Hier beginnen erste Querelen, denn seine älteste Tochter will Dan nicht den Wagen fahren lassen und seine mittlere Tochter reißt aus den Armen ihrer großen Liebe. Die Stimmung im Wagen ist fortan gedämpft und um etwas abzuschalten schickt Dans Mutter (Dianne Wiest) ihn in die Stadt um die Zeitung zu kaufen. Dort lernt Dan im Buchladen die extrovertierte Marie (Juliette Binoche) kennen und nach einem langen Gespräch stellt er fest, dass er sich in sie verliebt hat. Während er dies zu Hause seine Familie eröffnet stellt ihm sein Bruder Mitch (Dane Cook) seine neue Freundin vor: Marie! Dan ist sichtlich geschockt, ebenso wie Marie und im Laufe der nächsten Tage wollen beide zwar was im Buchladen war vergessen, die Eifersucht nimmt bei Dan allerdings überhand, als seine gesamte Familie herzlich mit ihr auskommt. Nicht nur durch sein eifersüchtiges Verhalten grenzt er sich allmählich von den anderen ab, sondern auch in seiner Beziehung zu seinen Töchtern verschlechtert sich mehr und mehr die Stimmung – und wo immer er hinsieht findet er nur Marie.

Ein Mann verliebt sich in die Freundin seines Bruders bzw. verliebt sich eine Frau in den Bruder ihres Freundes. Das ganze geschieht unter der Prämisse, dass die drei sich gemeinsam ein gesamtes Wochenende mit der Großfamilie der Brüder unter einem Dach befinden. Besagte Großfamilie ist auch ein Bündel an Harmonie und Liebe, trotz der Schrulligkeit der einzelnen Charaktere. Das hat ein bisschen was von Woody Allen und seinen Filmen Hannah and Her Sisters sowie September, noch sehr viel mehr gemeinsam mit Thomas Bezuchas The Family Stone aus dem Jahr 2005. Damals brachte Dermot Mulroney Sarah Jessica Parker nach Hause, damit sich sein Bruder Luke Wilson in sie und sie sich in ihn verlieben konnte. Obendrein verliebte sich Mulroney dann in Claire Danes, die Schwester von der Parker. Eine typische Hollywood-Dramödie eben. Wegen seiner Vorhersehbarkeit ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn am Ende des Filmes Carell und Binoche doch zueinander finden, Cook vertröstet wird und die beiden Töchter das bekommen, was sie wollten (Autofahren und Freund). Selbstverständlich muss der Hauptcharakter dabei eine Katharsis durchmachen, Läuterung erfahren, Bereuen und für seine Schuld gerade stehen, damit ihm am Ende alles Glück der Welt zufallen kann. Bei Filmen wie Dan in Real Life kommt es also nicht darauf an was für eine Geschichte man erzählt – denn ihr Ausgang ist einem bereits bekannt -, sondern wie man sie erzählt. Und im großen und ganzen unterscheidet er sich hier nicht sehr viel von seinem politisch unkorrekterem Pendant Family Stone oder anderen Filmen desselben Themas.

Drehbuchautor Pierce Gardner entwarf die Geschichte basierend auf eigenen Erlebnissen, da auch seine Frau ein Kind einer Großfamilie ist und bei Familientreffen schnell mal dreißig Menschen anwesend waren. Die andere Komponente entwickelte Regisseur und Autor Peter Hedges, bekannt geworden durch seine Drehbücher zu What Eats Gilbert Grape? und About a Boy. Zudem holte sich Hedges für die musikalische Untermalung des Filmes einen seiner Lieblingskünstler, den norwegischen Musiker Sondre Lerche. Bedauerlicherweise wissen weder Gardner noch Hedges über Klischees hinaus zu geraten, von dem Elternteil, dass seinem Kind eine Szene vor dessen Freunden bereitet, wie die aufreizend angezogene Tochter, bis hin zum elterlichen Sexgespräch und einem Sturz vom Dach. Diese Szenen funktionieren trotz ihrer Ausgewaschenheit noch relativ gut im Film, zeugen aber von der fehlenden Frische des gesamten Themas. Selbst manche Dialogzeilen dürften sich in so manchem Filmlexikon finden, so abgenutzt sind diese. Daher kann man dem Film nicht einmal vorwerfen aus seinem Potenzial nichts zu machen, da er eigentlich kein solches besitzt. Die vorhersehbaren Spannungsbögen verpuffen, da man gedanklich Carells Figur fast zuzurufen scheint, was er denn jetzt laut Klischee machen müsste, nur um dies mit einiger Verzögerung auch beobachten zu können.

Das größte Problem hat man mit der amerikanischen harmonischen Familie, wie sie hier wie so oft propagiert wird. Fröhliches gemeinsames Kreuzworträtsellösen als Geschlechterkampf oder privat initiierte Talentshows, jeder ist mit Spaß und Freude bei der Sache, alle haben sich eigentlich lieb, auch die Brüder, welche dieselbe Frau begehren. Dans Töchter hegen zwar ihre pubertären Aggressionen gegen ihn, ganz tief innerlich lieben sie ihn aber doch auch. Und wenn Carell seiner mittleren Tochter hohnvoll vorwirft, dass man nicht nach drei Tagen mit jemand das Wort „Liebe“ gebrauchen kann, nur um selbst die ganze Zeit entgegen seiner Äußerung zu agieren, ist das schon nicht mehr komisch, sondern bedauernswert. Es gibt jedoch auch seine schönen Momente im Film, wenn Dianne Wiest ihren Sohn in die Waschküche ins Bett schickt und vorher noch die Waschmaschine anschmeißt, die zum Ausschalten des Lichtes rattert. Die zehnjährige Marlene Lawston als Dans jüngste Tochter ist ein Höhepunkt für sich und der Film wartet bis in die Nebenrollen mit vielen bekannten und talentierten Gesichtern auf. Da sind in Nebenrollen John Mahoney (Frasier), Jessica Hecht (Friends), Amy Ryan (Gone Baby Gone) und Emily Blunt (Charlie Wilson’s War) zu sehen, auch wenn gerade Ryan und Blunt wegen ihrer geringen Präsenz relativ verschenkt wirken. Carell selbst kann im Film ebenso wenig beeindrucken wie Binoche, da beide nicht sonderlich gefordert werden und mit einem Minimum an Gesichtsausdrücken schaffen ihre Szenen zu überstehen. Letzten Endes ist Dan in Real Life ganz nett, scheitert jedoch an seiner Einfallslosigkeit und dem fehlenden eigenständigen Humor.

4.5/10

14. Dezember 2007

Gone Baby Gone

You got to take a side.

Wieder ein Film mit vielen Vorschußloreeren, der Berücksichtigung finden sollte, für den großen Jahresrückblick. Ben Affleck, dessen Schauspielerkarriere so ziemlich gegen die Wand gefahren scheint, inszenierte hier nicht nur seinen dritten Spielfilm und den ersten der es tatsächlich auf die Leinwand schaffte, sondern er verfilmte auch sein persönliches Lieblingsbuch, den gleichnamigen Roman von Dennis Lehane aus dem Jahr 1998. Dabei ist Gone Baby Gone nur ein Roman aus einer ganzen Reihe von Romanen, die sich um das Ermittlerpärchen Kenzie-Gennaro drehen. Für Aufsehen hat der Film bereits vor seinem Start in Großbritannien gesorgt, wo er wegen der Ähnlichkeiten zu dem Maddie McCann-Fall bisher nicht in den Kinos anlief. Dass die kleine Maddie McCann vor gut einem halben Jahr aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwand dürfte inzwischen jeder mitbekommen haben, der sich in dieser Zeit nur einen Tag einem Medium (TV, Zeitung, Radio) geöffnet hat. Eine halbe Millionen Kinder werden jährlich in den USA als vermisst gemeldet, wobei gut neunzig Prozent von diesen Kindern wieder gefunden werden.

Boston, Massachusetts: Sei drei Tagen wird im Bostoner Stadtteil Dorchester die kleine Amanda McGready vermisst. Das private Ermittlerpärchen Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angie Gennaro (Michelle Monaghan) wird von der Tante der Kleinen zusätzlich zu den Polizeiermittlungen engagiert. Die Zusammenarbeit widerstrebt zwar dem leitenden Polizeichef Doyle (Morgan Freeman), aber er muss sie per Gesetz gewähren lassen. Als Patrick und Angie in der Stammkneipe der Mutter erfahren, dass diese als Drogenkurier arbeitet, gewinnen sie das Vertrauen der zuständigen Ermittler Bressant (Ed Harris) und Poole (John Ashton). Scheinbar hat Amandas Mutter, Helene McGready (Amy Ryan), ihren Dealer um $130.000 geprellt, Patrick und Bressant wollen eine Lösegeldübergabe mit dem Dealer machen und werden von Doyle abgenickt. Als die Übergabe an einem verlassenen künstlichen See stattfinden soll, fallen plötzlich Schüsse und Amanda stirbt in dem nächtlichen Chaos. Doyle muss seinen Hut nehmen, doch Angie und Patrick können das Geschehene nicht vergessen - da verschwindet wieder ein Kind, und Patrick beginnt seine Ermittlungen von neuem.

Das größte Highlight des Filmes ist ganz klar die Rückkehr von John Ashton auf die Kinoleinwand. Man befürchtete ja bereits, dass dieser verstorben sei, seit man ihn in Beverly Hills Cop 2 zuletzt gesehen hatte. Und Ashton ist so gut wie eh und je, das sei versichert. Zusammen mit dem glänzend aufspielenden (wenn auch gelegentlich die Grenzen zum overacting überschreitend) Ed Harris stellen sie ein tolles Ermittlerpärchen dar - ganz im Gegensatz zu Lehanes beiden Protagonisten. Es verwundert zu sehen, dass Kenzie und Gennaro bereits in drei Romanen zusammengearbeitet haben sollen, da sie zu Beginn von Gone Baby Gone erstaunlich unerfahren wirken. Besonders Angie Gennaro und somit auch Michelle Monaghan sind absolut verschenkt, da die Handlung exakt gleich funktionieren würde, wenn es die Figur in der Geschichte überhaupt nicht gebe. Ob ihre Funktion in den anderen Romanen gewichtiger ist, lässt sich nicht beurteilen. Große Schande auch wieder einmal für Deutschland, bekommt Casey Affleck hier eine ganz andere Synchronstimme als sonst – dabei findet sich sein regulärer Synchronsprecher in dem in etwa gleichzeitig gestarteten The Assassination of Jesse James (…) Film. Die Ursache hierfür scheint der Glauben gewesen zu sein, dass die etwas zittrige Stimme zu verweichlicht für einen Ermittler ist, anders kann man es sich nicht erklären.

Gone Baby Gone zeigt zwei Gesichter: ein schönes in der ersten Hälfte und ein grausiges in der zweiten. Atmosphärisch dicht und ergreifend wird in der ersten Hälfte die Reaktion auf das Verschwinden der kleinen Amanda gezeigt, wobei ihre White Trash Mutter Helene - welche brillant verkörpert wird von Broadway-Darstellerin Amy Ryan - im Fokus der Presse und der Ermittler steht. Es stößt zwar etwas sauer auf, dass Kenzie und Gennaro innerhalb der ersten 12 Stunden gleich den Fall gelöst zu haben scheinen, nachdem die Polizei drei Tage im Dunkeln tappte, aber die Inszenierung des Ganzen tröstet darüber hinweg. Nachdem der Film dann in seine zweite Hälfte gegangen ist, bricht Lehane wie schon bei Mystic River grauenhaft ein. Seine Handlung nimmt die unlogischsten Wendungen und die Verbindungen, welche er schließlich aufbaut, um seine Geschichte zu einem möglichst dramatischen Ende kommen zu lassen, wirken so gezwungen und absurd, dass es beinahe schon wehtut es mit anzusehen.

Wie Lehane es sowohl in Mystic River wie in Gone Baby Gone pflegt die Arbeit der Polizei darzustellen, ist mitunter schon lächerlich. Als Stümper werden sie oftmals dargestellt, in Gone Baby Gone werden sie sogar von einem Pseudo-Ermittlerpärchen ohne jegliche Erfahrung düpiert, die den Fall scheinbar im Handumdrehen gelöst zu haben scheinen. Eine Frage hier und eine Frage da und schon haben sie die gewünschten Antworten, aus dem einfachen Grund, dass Patrick mit dem hier portraitierten Bodensatz der Gesellschaft zur Schule gegangen ist. Wieso weshalb und warum die Polizei Amanda nicht gefunden hat, wird dann am Ende in der finalen Auflösung offeriert, die wie erwähnt äußerst wackelig konstruiert ist, sodass man statt mit staunendem Mund mit schüttelndem Kopf dasitzt. Das wie bereits in Mystic River das eigentliche Thema, nämlich Kindesentführung und -misshandlung, lediglich als Aufhänger für eine gewollt-spannende Verschwörung dient, in der sich die dunklen Seiten aller Beteiligten zeigen, ist auch kritisch zu beäugen. Wenn Patrick dann am Ende seine schwerwiegende Entscheidung fällt, in tiefster Überzeugung das richtige zu tun, nur um in der nächsten Einstellung eines besseren belehrt zu werden, zeigt dies nur die Unernsthaftigkeit seiner ganzen Geschichte.

Dabei lässt sich den Schauspielern kein Vorwurf machen, die ihre Figuren überzeugend darstellen. Allen voran Amy Ryan, welche gestern auch für ihre Leistung eine der wenigen gerechtfertigten Golden-Globe-Nominierungen erhielt, aber auch Ed Harris und John Ashton können, wie angesprochen, überzeugen. Freeman kann sich in seiner Leinwandzeit nicht sonderlich profilieren, Affleck war in dem Jesse-James-Western weitaus besser (Matt Damon hätte eher zu Patrick Kenzie gepasst) und verdiente sich dafür ebenfalls eine Globe-Nominierung und Monaghan ist einfach nur verschenkt. Außer dass auffällt, dass sie eine bessere Wahl als Meredith Grey in Grey’s Anatomy wäre, als Hungerhaken Ellen Pompeo. Der einzige Vorwurf, den man Regisseur und Autor Ben Affleck machen kann, ist wieso er einen so schlechten Krimi verfilmen musste. Dass er Talent hat, konnte er jedenfalls mit Gone Baby Gone beweisen. Schöne Einstellungen und äußerst gelungene Kamerafahrten zeugen von einer Karriere, die hinter der Kamera eventuell besser gewählt zu sein scheint, als davor. Die ansehbare Geschichte der ersten Hälfte setzt Lehane dagegen selber in ihrer Auflösung in den Sand, was den Film am Ende die meisten seiner Punkte kostet, da er hier einfach den Weg des Durchschnittthrillers mit schlecht inszeniertem Ausgang geht.

5.5/10