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28. April 2013

Iron Man 3

Heroes – there is no such thing.

Die perfekte Tagline für einen Film von Shane Black wäre wohl dem Kaiser entlehnt: „Ja ist denn heut scho Weihnachten?!“ Immerhin spielten bisher vier seiner sieben Drehbücher zur Festtagszeit im Dezember, von Lethal Weapon bis hin zu Kiss Kiss Bang Bang. Auch Kidnapping ist ein wiederkehrendes Motiv in seinen Geschichten, weshalb es also nicht überrascht, dass in Blacks zweitem Film als Regisseur, Iron Man 3, ein Kidnapping in der Weihnachtszeit integriert ist. Auch sonst ist der dritte Teil um den narzisstischen Helden Tony Stark spürbar eine Schöpfung seines Regisseurs, was sich nicht zuletzt an dem Humor dieser Comicverfilmung zeigt, der sich selbst in den dramatischsten Momenten nicht zurückhält.

Inhaltlich knüpft Iron Man 3 an die Ereignisse aus Avengers an. Einige Monate nach der Alien-Invasion in New York und seinem Nahtoderlebnis suchen Tony Stark (Robert Downey Jr.) verstärkt Panikattacken heim. Umso ungeschickter kommt ihm der wahnsinnige Terrorist Mandarin (Ben Kingsley), der Exekutionen und Bombenanschläge inszeniert, um eine Rechnung mit dem US-Präsidenten zu begleichen. Als es Stark zu blöd wird und er Mandarin vor laufenden Kameras zur Privatfehde reizt, löst der schwerreiche Playboy eine Ereigniskette aus, die nicht nur sein Leben und das seiner Freundin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) gefährdet, sondern die ihren Ursprung wie sich zeigt in Starks eigener Vergangenheit hat.

Dabei bleibt auch der dritte Teil den Themen der Reihe treu, wenn mal wieder Tony Starks Sterblichkeit im Zentrum steht und es diese für unseren Helden zu akzeptieren gilt. Dies mag zwar nicht immer vollends nachvollziehbar sein, da Starks zynische Frohnatur am Ende von Avengers nicht den Eindruck machte, sonderlich von dem Erlebten mitgenommen zu sein. Allerdings etablierte bereits Iron Man 2, dass Stark im Angesicht des Todes durchaus bereit ist, seine Maske fallen zu lassen. Hinzu kommt, dass hier diejenigen Menschen die Konsequenzen für Starks Handeln tragen müssen, die ihm am nahesten stehen. Zum einen ist das natürlich Pepper, zum anderen sein Freund und Bodyguard Happy Hogan (Jon Favreau).

Beide bekommen dieses Mal weitaus mehr zu tun als in den Vorgängern. Gerade Paltrows Rolle gewinnt an Verantwortung und Bedeutung – nicht nur für Tony Stark. Aber auch Don Cheadle, der von War Machine zu Iron Patriot wird, darf – wenn auch erst im Finale – endlich präsenter sein. Es ist dabei so überraschend wie erfreulich, dass sowohl Iron Man als auch Iron Patriot hinter Tony Stark und Rhodey zurückstehen. Das wiederum verleiht Iron Man 3 auch aufgrund der Hautfarbe der beiden Charaktere eine kaum zu leugnende Ähnlichkeit zu anderen Filmen von Black wie Lethal Weapon und Last Boy Scout, auch wenn das Zusammenspiel der Figuren im Finale eher an Blacks Debüt Kiss Kiss Bang Bang erinnert.

An sich wäre der Filmtitel mit Tony Stark treffender gewählt als mit Iron Man 3, denn Downey Jr. verbringt fast den gesamten zweiten und dritten Akt außerhalb seines Anzugs, um sich unter anderem im verschneiten Tennessee mit einem Jungen auf die Suche nach Antworten zu machen. Denn nicht nur Mandarin ist auf der Bildfläche erschienen, auch Starks ehemaliger One-Night-Stand, Botanikerin Maya Hansen (Rebecca Hall), der von Stark ignorierte Wissenschaftler Aldrich Killian (Guy Pearce) und dessen Regenerations-Virus „Extremis“ sowie die von Extremis zu Supersoldaten umfunktionierten Veteranen rund um Eric Savin (James Badge Dale) verlangen die Aufmerksamkeit unseres Superhelden.

Sowohl die Darstellung von Pearce als Aldrich Killian als auch Ben Kingsleys Porträt des Mandarin sind dabei für Fans gewöhnungsbedürftig. Gerade der Mandarin erscheint als eine Art Phönix aus der Asche des Nichts, ein Terrorist der Marke Osama bin Laden, ohne Skrupel und ethische Moral. So hat es zumindest den Anschein, doch Black hat für Iron Mans Nemesis eine ganz besondere Rolle in diesem Trilogieabschluss vorgesehen. Pearce hingegen gibt einen eher gewöhnlichen Bösewicht, auch wenn sein verrückter Wissenschaftler alles andere als gewöhnlich ist. Rebecca Hall hingegen wirkt etwas brachliegend, ist ihre ambivalente Maya Hansen doch eine der blassesten und unausgereifsten Figuren.

Vollends stimmig gerät das Endergebnis also nicht. Wie bisher leiden die Marvel-Filme unter ihren schwachen Antagonisten. Zumindest kriegt es Iron Man in diesem Fall nicht erneut mit einem Bösewicht in einem Iron Man-ähnlichen Anzug zu tun, sein diesmaliger Gegenspieler und die Supersoldaten erreichen trotzdem ein ganz neues Level der Lächerlichkeit, speziell in einer mehr als absurden Szene. Ohnehin sind Supersoldaten nicht erst seit der finalen Staffel von X Files eine eher delikate Angelegenheit, allerdings sind sie in Iron Man 3 glücklicherweise nur Mittel zum Zweck. Die Handlung ist in diesem Fall zweitrangig, weshalb man sich auch nicht wundern sollte, dass S.H.I.E.L.D. durch Abwesenheit glänzt.

Dabei hätte man gedacht, Angriffe auf ein Avengers-Mitglied oder den US-Präsidenten würden Nick Fury veranlassen, zumindest Maria Hill auszusenden. Stattdessen ist Stark auf sich allein gestellt – mit hilfreicher Unterstützung seiner künstlichen Intelligenz JARVIS und Anzüge. Diese geraten nunmehr buchstäblich zu solchen, kann Stark doch nach Belieben aus ihnen schlüpfen (in einer Szene „parkt“ er einen außerhalb eines Bistros) oder Elemente von ihnen per Fernsteuerung überstreifen und lenken. Das Ganze garantiert speziell im ersten Akt einige Lacher im Publikum und ohnehin liegt der Fokus von Iron Man 3 nicht nur auf Starks Katharsis, sondern auch auf deren humorvoller Darbietung.

Blacks bissiger Witz kommt perfekt zum Tragen und kaum jemand eignet sich für den Vortrag von Blacks Zeilen besser als Downey Jr. Selbst der zweite Akt und Starks ausgiebige Interaktion mit einem zehnjährigen Jungen gerät so zum amüsanten Fest der Dialoge, aber auch die so namen- wie charakterlosen Handlanger im dritten Akt dürfen einige so grandios-authentische Sätze von sich geben, dass sie fast die vierte Wand durchbrechen. Somit verspricht Iron Man 3 trotz einiger Logik-Planstellen im Extremis-Handlungsstrang und der generellen Darstellungsschwäche der Antagonisten eine über weite Strecken höchst vergnügliche Action-Komödie, die nicht nur der bisher gelungenste Teil der Iron Man-Reihe ist, sondern sich auch wunderbar in das Œuvre von Shane Black einfügt.

6/10 – erschienen bei Wicked-Vision

12. Januar 2010

Traffic

It's all about the money.

Man stelle sich vor, ein Mann läuft durch ein kleines Dorf. Er fragt alle Einwohner, ob sie Orangen hätten. Ob sie ihm welche verkaufen könnten. Aber es hat niemand Orangen. Am nächsten Tag kommt ein anderer Mann ins Dorf. Auch er fragt die Einwohner nach Orangen. Auch er verlässt das Dorf ohne das Obst. Dieses Spiel wiederholt sich noch mehrere Tage. Gegebenenfalls Wochen. Immer wieder fragen Männer nach Orangen. Irgendwann beginnt einer der Dorfbewohner in die Berge aufzubrechen. Er findet Orangen und nimmt eine Wagenladung mit in sein Dorf. Als das nächste Mal ein Mann ins Dorf kommt und nach Orangen fragt, verkauft er diesem welche. Er deckt mit seinem Angebot die Nachfrage. Je mehr Leute nach Orangen fragen, desto mehr Umsatz macht er. Nun sind Orangen keine Drogen und dementsprechend auch nicht illegal. Aber das Beispiel veranschaulicht sehr gut, dass im Kampf gegen die Drogen nicht die Dealer das Problem sind, sondern die Konsumenten.

In Steven Soderberghs Film Traffic, einer Spielfilmadaption der britischen Fernsehserie Traffik von 1989, legt Drehbuchautor Stephen Gaghan einer Figur eine ähnliche, wenn auch näher an der Materie liegende Ausführung in den Mund. Der amerikanische Richter Robert Wakefield (Michael Douglas) wird zum Direktor der Nationalen Drogenbekämpfungsbehörde befördert. Nichtsahnend, dass seine eigene 16-jährige Tochter Caroline (Erika Christensen) bereits der Drogensucht zum Opfer gefallen ist. Als diese nach einer ersten Rehabilitationsmaßnahme ausbüxt, macht er sich mit ihrem Klassenkameraden und Drogenversorger Seth (Topher Grace) auf die Suche nach ihr. In einem eher heruntergekommenen Viertel von Cincinnati scheint der Familienvater zu kapitulieren. Die Straßen sind bevölkert von Afroamerikanern, die an jedem Hauseingang nur darauf warten, Geschäfte machen zu können. Verbittert und angewidert presst Wakefield hervor, an welchen Ort Seth seine Tochter gebracht habe. „To this place?“, wiederholt dieser ungläubig. „What is that shit?”

Seth führt sein Beispiel an. Von Hunderttausenden Weißen, die in den Innenstädten jeden Schwarzen fragen würden: „You got any drugs? You know where I can score some drugs?” Die Männer also, die nach Orangen fragen. „Think about the effect that that has on the psyche of a black person, on their possibilities?”, echauffiert sich Seth. Sein Gegenbeispiel sieht vor, dass Hunderttausende Afroamerikaner in die Vororte der kaukasischen Bevölkerung fahren und jeden Weißen nach Drogen fragen. „Within a day, everyone would be selling. Your friends. Their kids”, behauptet der Schüler. Drogenhandel sei eine „unbeatable market force“ mit „three hundred percent markup value”. Für zwei Stunden Arbeit verdiene man am Tag fünfhundert Dollar. Der Rest des Tages stünde zur freien Verfügung. „And…I’m sorry. You’re telling me… you’re telling me that white people would still be going to law school?”, lautet Seths ungläubiges Fazit. Wakefield entgegnet ihm nichts. Sei es, weil er nicht antworten will oder er keine Antwort weiß.

Orangen sind keine Drogen. Sie mache nicht süchtig, sind im Gegenteil sogar gesund. Niemand würde sich daran stören, wenn man Orangen verkauft. Tatsächlich stört sich auch niemand daran. Die Drogenpolitik in der Gesellschaft ist nun variabel. In Deutschland klammert das Betäubungsmittelgesetz Drogen wie Nikotin, Koffein und Alkohol aus seinen Bestimmungen aus. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 532 000 Patientinnen und Patienten „infolge des Konsums von sogenannten legalen Drogen vollstationär behandelt“, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Dem gegenüber stehen 80 000 vollstationäre Behandlungen infolge des Konsums von illegalen Drogen. Daraus ließe sich nun lesen, dass die Zahl deswegen nur 80 000 beziffert, eben weil diese Drogen illegal sind. Was jedoch zur Folge hätte, dass man im Sinne des Allgemeinwohls handeln würde, wenn man auch die so genannten „legalen“ Drogen rechtlich verbieten lassen würde.

In 43 Prozent aller Länder wird ein Anstieg des Drogenhandels verzeichnet. Über 25 Prozent aller Nordamerikaner und Mitteleuropäer konsumieren zumindest ein Mal in ihrem Leben Cannabis. Ebenfalls über 25 Prozent konsumieren die Droge ihr Leben lang. Im Jahr 2008 lag die Zahl der Menschen, die zumindest ein Mal Drogen gleich welcher Art genommen haben bei 172-250 Millionen Personen zwischen 15 und 64 Jahren. Das heißt, dass 2008 beinahe 1,5 Prozent der Weltbevölkerung illegale Drogen konsumiert hat. Unabhängig davon, dass dies gesetzlich verboten ist. Es besteht eine Nachfrage und diese wird gedeckt. In den USA werden jedes Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar über den Drogenhandel umgesetzt. Die Hälfte davon wandert zur Geldwäsche nach Mexiko, das zugleich den Hauptmarkt für den amerikanischen Drogenhandel darstellt. Neunzig Prozent des Kokains, das in die Staaten wandert, wird über Mexiko geschmuggelt.

Die Drogenbekämpfungsbehörde, deren Vertreter Michael Douglas in Traffic nun repräsentiert, gibt es in den USA seit 1988. Vor sieben Jahren gaben die USA über 13 Milliarden Dollar für ihren Krieg gegen die Drogen aus. „Our budgetary process (..) makes us pale in comparison“, legt Gaghan im Film einem Regierungsverteter in den Mund, als dieser Robert Wakefield erklärt, wie sich das Budget der USA gegenüber dem der Drogenkartelle verhält. 13 Milliarden Dollar im Jahr entsprach 2003 einer Ausgabe von 600 US-Dollar pro Sekunde. Aktuell hat sich diese Zahl verdreifacht. Sprich, pro Sekunde geben die USA 1.800 Dollar für den Kampf gegen den illegalen Drogenhandel aus. Als Resultat lässt sich vorweisen, dass innerhalb der letzten neun Jahre – also seit Ausstrahlung von Traffic – der Zugang amerikanischer Schüler zu Kokain um nahezu sechs Prozent gefallen ist. Dafür nimmt jedoch der Cannabis-Konsum zu. Allein 2010 wurden bereits über 25.000 Personen diesbezüglich festgenommen.

Ein scheinbar aussichtsloser Kampf, der sich wohl auch nicht gewinnen lässt. Traffic fängt diesen Kampf hinsichtlich seiner oberflächlichen Präsentation sehr gut ein. Gaghan teilt seine Handlung auf, in drei, wenn man generös ist auch vier, individuelle Geschichten. Er widmet sich der Drogenbekämpfung sowie der Auswirkungen des Drogenhandels und –konsums auf amerikanische Familien. Die drei Handlungsstränge werden dabei als Hilfestellung für den Zuschauer durch Farbfilter voneinander getrennt. Dem Geschehen in Mexiko widmet sich Soderbergh dementsprechend in Sepia-Tönung und Handkamera. Erzählt wird die Geschichte des Polizeiermittlers Javier Rodriguez Rodriguez (Benicio Del Toro), der in einen Strudel aus Korruption hineingerät. Die blau gefärbten Bilder rund um die Familie Wakefield hingegen beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Drogen im kleinen Raum. Und die sehr hellen und klaren Bilder rund um Helena Ayala (Catherine Zeta-Jones) und den Drogen-Prozess gegen ihren Mann, sowie ebenjene Ermittlung von DEA-Agent Montel Gordon (Don Cheadle) bilden letztlich nochmals eine Zusammenfassung der beiden Segmente.

Nimmt man an, dass die 140 Minuten Laufzeit distributiv auf die drei Segmente entfallen, müsste jeder der Handlungsstränge eine Dreiviertelstunde laufen. Wie in Episodenfilme oft gepflegt, verwebt Gaghan die Geschichten an manchen Stellen, wenn auch nicht sonderlich gezwungen oder plakativ. Jedes Segment fängt sehr schön die Ohnmacht ein, welche die jeweiligen Figuren überfällt. Und doch lässt Gaghan jede Geschichte auf einer positiven Note enden. Auf einem Hoffnungsschimmer. Wenn Gordon am Ende seine Ermittlungen von vorne beginnt bzw. weiterführt. Wenn Caroline Wakefield sich erneut in die Rehabilitation begibt und ihr Vater zur Unterstützung seinen Posten in Washington D.C. aufgibt. Wenn Javier in der Schlusseinstellung ein von Flutlicht beleuchtetes Baseballspiel beobachtet. Während die Ayala-Handlung lediglich andeutet, dass man nicht aufgeben soll, versucht Gaghan in den anderen Fällen Lösungsvorschläge anzubieten.

Sowohl die Wakefield-Handlung als auch die in Mexiko veranschaulichen, dass das Problem an der Wurzel bekämpft werden muss. Und dass diese Wurzel nicht die Drogenkartelle in Mexiko sind. Robert Wakefield erkennt, dass er den Kampf gegen die Drogen zuerst Zuhause in seiner eigenen Familie beginnen muss. Denn wenn er ihn dort nicht gewinnt, ist er in Mexiko bereits verloren. Ähnlich verhält es sich bei Javier, der mit den amerikanischen Behörden zusammen arbeitet. Als diese ihm Geld für seine Informationen anbieten, lehnt er ab. „We need lights for the parks so kids can play at night. So it’s safe. So they can play baseball. So they no become burros para los malones. Everybody likes baseball. Everybody likes parks. Listen, I believe it’s important that the United States take an interest in Tijuana now.” Das Interesse der USA an Tijuana liest sich als Spiegelbild für das Interesse an den eigenen Kindern. Seien es die Mexikanischen, die von der Straße geholt werden sollen, oder die Töchter und Söhne, denen in der Rehabilitation Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. „We’re here to listen“, erklärt Wakefield zum Schluss.

Die beiden Handlungsstränge ergänzen sich somit sehr gut, wohingegen das Segment über den Ayala-Prozess etwas heraus fällt. Während der eine Teil rund um die Bewachung des Kronzeugen (Miguel Ferrer) von Gordon und Ray Castro (Luis Guzmán) „lediglich“ veranschaulicht, dass die Mühlen des amerikanischen Justizapparates langsam und mühsam mahlen, präsentiert der zweite Teil um Helena Ayala zumindest die interessante Note, wozu eine großbürgerliche Frau im Stande ist, um ihren gesellschaftlichen Status aufrecht zu erhalten. In ihrer Botschaft gleicht sich jedoch auch diese Episode wieder an die anderen Beiden an. Eine Botschaft, die wie auch die Übrigen ein Echo in einem Monolog erfährt. Beziehungsweise in diesem Fall in einer Anekdote von Wakefields Vorgänger (James Brolin), die auf humoristische Weise den Teufelskreis beschreibt, in welchem sich die Figuren in Traffic, aber auch ihre Spiegelbilder in der Realität befinden.

Die Anekdote erzählt von Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, dem ehemaligen Regierungschef der Sowjetunion. Dieser soll seinem Nachfolger (vermutlich Breschnew) bei seiner Amtsübergabe zwei Briefe geschrieben haben. Sollte sein Nachfolger in eine Situation geraten, aus der er keinen Ausweg findet, würde er Rettung im ersten Brief finden. Sollte es zu einer weiteren Situation kommen, würde er Rat im zweiten Brief finden. Schon bald fand sich Chruschtschows Nachfolger in einer solchen Situation und öffnete den ersten Brief. „Blame everything on me”, stand in diesem und so schob der Nachfolger alles auf seinen Vorgänger. Alles verlief bestens, aber es folgte natürlich eine weitere Situation. Der Nachfolger nahm den zweiten Brief zur Hand und öffnete ihn. „Sit down and write two letters”, stand in diesem. Auch Traffic passt sich dieser Anekdote an und öffnet zum Schluss seinen ersten Umschlag. Sehr

6/10

29. Januar 2008

Talk To Me

Wake up, goddammit!

Wer kennt sie nicht, die Radiomoderatoren, die zwischen den Musikeinspielungen für Unterhaltung sorgen (sollen). Im Gegensatz zu Fernsehmoderatoren haben sie in den wenigsten Fällen ein Drehbuch vor sich liegen oder einen vorgegebenen Text und sprechen daher frei nach Schnauze. Es ergibt sich daraus von selbst, dass nicht jeder Mensch zum Radiomoderator geboren ist, schließlich gilt es seine Hörer, zu denen man keinen direkten Kontakt hat, auf der Sendefrequenz zu halten. Seinen Höhepunkt hatte das Radio ohne Frage in den Zeiten, als es noch keinen Fernseher gab, bzw. sich diesen nicht jeder leisten konnte. Dagegen war ein Transistorradio billiger zu haben und stellte oftmals den einzigen Kontakt zur Außenwelt dar, sprich es hielt Informationen nicht nur über die Stadt, sondern auch über das Land parat. Und wie in den meisten Medien gibt es auch immer wieder im Radiowesen solche Menschen, die als Provokateure dienen, in den häufigsten Fällen weil sie gegen das Establishment vorgehen. Welche Bedeutung da für die Masse ein Radiomoderator haben kann, bzw. inwiefern es einer solchen Person oftmals gelingt Menschen gegen sich aufzubringen, wurde bereits in Verfilmungen von einschlägigen Erfahrungen einiger Radiomoderatoren aufgezeigt. Egal ob es sich dabei um einen bloßen exzentrischen Spaßmacher wie Howard Stern in Private Parts handelt, oder um jemanden wie Alan Berg, der durch seine sozial-gesellschaftliche Kritik Vorlage für Oliver Stones Talk Radio war, spielt dabei keine Rolle, in machen Fällen wie bei Arthur Cronauer in Good Morning, Vietnam ist es eine Mischung aus beidem.

Es gibt wohl keinen Afroamerikaner, der ein größerer Fan von Johnny Carsons Tonight Show ist, als Dewey Hughes (Chiwetel Ejiofor). Von Carson hat er sich seinen Gang und seine Klamottenwahl abgeschaut, weswegen Hughes unter seinen farbigen Mitbürgern schon fast als Weißer gilt. Als Hughes seinen älteren Bruder im Gefängnis besucht und dabei den dortigen Insassen und DJ Petey Greene (Don Cheadle) kennen lernt, will dieser einen Job bei dem Radiosender A-WOL, für den Hughes arbeitet. Anhand eines psychologischen Tricks wird Greene vorzeitig entlassen und behellt Hughes schließlich an seiner Arbeitsstelle, wird jedoch von diesem in seine Schranken verwiesen. Da der Sender sinkende Zuhörerzahlen verzeichnet und sich primär an der farbigen Bevölkerung seiner Stadt Washington D.C. ausrichtet, setzt Hughes durch, dass Greene eine Probestunde auf Sendung gehen darf, nachdem dieser tagelang vor dem Sender demonstriert hat. Auch wenn Greenes offene Art kein Blatt vor den Mund zu nehmen bei dem Chef des Senders (Martin Sheen) zuerst nicht besonders gut ankommt, findet er dennoch Gehör bei seinen Hörern. Als Reverend King einem Attentat zum Opfer fällt und sich die Stadt in einem Aufstand zu verlieren scheint, ist es Greene, der seine Brüder und Schwestern von den Strassen weg und zum Radio hinlocken kann. Seine Fangemeinde beginnt zu wachsen und Hughes sieht das Potential, welches in Greene steckt und möchte diesen zu dem größten Komiker Amerikas aufbauen. Dabei ignoriert er nicht nur Greenes eigene Wünsche, sondern auch dessen Alkoholismus.

Die an Talk To Me Beteiligten Personen sagen dem normalen Kinogänger nicht sonderlich viel, denn bisher konnten die Autoren Michael Genet und Rick Famuyiwa ebenso wenig auf sich aufmerksam machen, wie die frühere Schauspielerin und jetzige Regisseurin Kasi Lemmons. Es ist daher wohl allein Hauptdarsteller und Produzent Don Cheadle zu verdanken, dass der Film überhaupt entstand und so bekannte Kollegen wie Chiwetel Ejiofur und Martin Sheen für die Nebenrollen gewinnen konnte. Und es verwundert, wenn man sieht dass Lemmons Film in den USA lediglich 4,5 Millionen Dollar eingespielt hat, wenn man die Fangemeine von Greene betrachtet, zumindest so wie sie im Film selbst dargestellt wird. Es lässt sich also sagen, dass Talk To Me – zumindest finanziell betrachtet – ein Flop ist und auch bedeutsame Auszeichnungen konnte der Film nicht einfahren. Cheadle mag vielleicht darauf spekuliert haben eventuell zumindest eine Golden Globe Nominierung zu erhalten, doch dafür ist seine Darstellung dieser amerikanischen Radiogröße und eindimensional. Nur weil man eine historisch interessante Person spielt, wird man deswegen nicht gleich mit einer Award Nominierung bedacht. Auch Ejiofur scheint die meiste Zeit des Filmes über unterfordert zu sein, sodass Talk To Me wohl nicht mehr und nicht weniger ist als afroamerikanisches Kino für Afroamerikaner.

Das mangelnde Talent des kreativen Personals zeigt sich in einer sehr spannungsarmen Inszenierung der entscheidenden Phase von Greenes Leben, da der Film in der Mitte von Greene zu dessen Manager Hughes wechselt, ohne dabei jedoch beiden Figuren selbst ausreichend Tiefe verliehen zu haben. Dramatisch ist hierbei vor allem auch die Beleuchtung des Filmes, da Szenen in dunklen geschlossenen Räumen so schlecht belichtet sind, dass man – mit Verlaub – Cheadle und Ejiofur fast gar nicht mehr ausmachen kann. Inhaltlich gesehen kann Talk To Me nichts sonderlich interessantes bieten, da die Klimax des Films nur mäßig spannend ist und die Geschichte des Radiomoderators, der sich gegen seine Vorgesetzten stellt und bei den Hörern ankommt, weil er polarisiert, bereits ausgiebig (und besser) in den zuvor erwähnten Filmen abgehandelt wurde. Ein durchschnittlicher Film, der kaum Aufmerksamkeit finden wird und somit seine eigene Entstehung lediglich fragwürdig erscheinen lässt. Das Interessanteste scheint mir noch zu sein, wer eigentlich immer die Tipps für die Sneak postet, da diese in den seltensten Fällen, bzw. im Grunde nie zutreffend sind. „Durchdringend gedankenvoll“ ist an Talk To Me gar nichts und auch wenn man schlecht den Tipp „Durchschnittlich“ posten kann, sollte man doch etwas wählen, was mehr dem wirklichen Film entspricht, als der Meinung des Verleihers.

5/10

17. Oktober 2007

Reign Over Me

I was stuck in Charlie world, I couldn't leave.

Vom Leben gebeutelte Figuren – damit hat Regisseur Mike Binder bereits in Man About Town und The Upside of Anger bereits das Publikum konfrontiert. Jedoch nicht in dem Ausmaß, wie er es dieses Jahr mit Reign Over Me getan hat. Seine Geschichte über die Nachwirkungen des 11. September lief kaum bis gar nicht in den deutschen Kinos. Aber das Michael-Bay-Bashing aus Snow Cake soll an dieser Stelle nicht nochmals wiederholt werden. Jedenfalls setzt sich Binder hier mit einem extrem ambitionierten Thema auseinander. Einem Thema, bei dem man als Regisseur schnell mal alles falsch machen und viele Leute vor den Kopf stoßen kann. Ursprünglich sollten Tom Cruise (Charlie) und Javier Bardem (Alan) die Hauptrollen spielen und zum Glück haben sie es nicht getan. Der überschätzte Tom Cruise lehnte das Projekt ab und der talentierte Bardem schlug stattdessen Adam Sandler vor, schied wenig später jedoch selber aus dem Projekt aus. Sandler, von der Rolle zuerst zurückgeschreckt, sagte schließlich doch zu und spielte die zweite Hauptrolle neben Don Cheadle.

Alan Johnson (Don Cheadle) ist Zahnarzt, mit seinem Job und seinem Leben jedoch unzufrieden. Von den Kollegen in seiner Praxis nicht geschätzt und von seiner Frau an der kurzen Leine gehalten, vermisst Alan den Freiraum und schreibt dies seinen fehlenden Freunden zu. Mit diesen Problemen und anderen, beispielsweise einer Patientin (Saffron Burrows), die ihn oral befriedigen möchte, belästigt Alan gerne seine Psychiaterkollegin Angela (Liv Tyler) - außerhalb ihrer Praxis. Frischen Wind erhält Alans Leben, als er auf seinen Studienfreund Charlie Fineman (Adam Sandler) trifft. Alan geht distanziert mit Charlie um, hat dieser doch bei den Terroranschlägen vom 11. September seine Frau und drei Töchter verloren. Doch Charlie erkennt Alan zu Beginn überhaupt nicht und es stellt sich heraus, dass er alles was zu seiner Vergangenheit gehört, insbesondere seine Familie, verdrängt und verleugnet. Alan, der von Charlies unermesslichem Freiraum sehr angetan ist und dadurch in Streit mit seiner Frau (Jada Pinket-Smith) gerät, versucht alles, um Charlie wieder in die Gesellschaft einzugliedern und sich dem Leben erneut zu öffnen.

Konträrer könnten diese beiden Figuren - Alan und Charlie - nicht sein. Alan, gut situiert, lebt mit seiner schönen Frau und seinen beiden Töchtern in einem großen Apartment. Sein Alltag bestimmt sich durch Arbeit, der Pflege seiner Eltern und geruhsamen Abenden mit seiner Frau Daheim. Das dies mit der Zeit eintönig ist, wird jedem klar und daher erklärt Alan gegenüber Angela auch, was ihm fehlt: Zeit unter Männern. Mit Freunden abhängen, einfach gelegentlich sowohl vom Berufs-, wie Familienleben ausspannen. Doch außer seiner Familie hat Alan eigentlich niemanden. Hier ist der erste kleine Schwachpunkt der Geschichte, denn wieso jemand wie Alan keinen einzigen Freund hat, wird aus seiner Charakterisierung nicht deutlich. Er ist so gut aussehend, dass ihn eine noch besser aussehende Patientin in seiner Praxis oral befriedigen will und beweist in seinem Umgang mit Angela, dass er sehr wohl sozial aktiv sein kann. Jeden Abend mit seiner Frau zu verbringen kann da verständlicherweise auf Dauer langweilen – wobei Binder Alans Frau Janeane noch weniger charakterisiert und in keiner Weise andeutet, wieso auch diese keine Freundinnen zu haben scheint.

Auch Charlie hat keine Freunde - jedoch nicht weil er nicht kann, sondern weil er nicht will. Er spielt in einer Band in einem Punk-Laden und kann in seinen Interessensgebieten problemlos mit Menschen sozial interagieren. Aber er lebt in seiner eigenen kleinen Welt, einer Welt wo er alle Erinnerungen an seine Freunde und Familie ausgeklammert hat. Charlies bester Freund eröffnet Alan in einer Szene, weshalb Charlie so gut mit ihm, Alan, kann: weil Alan nichts über Charlies Leben weiß. Die letzten 15 Jahre in seinem Leben, inklusive Hochzeit und die Geburt der drei Töchter, hat Alan verpasst, erst aus der Zeitung überhaupt von deren Tod erfahren. Für Charlie ist Alan also einfach der alte Kumpel von der Schule, der nichts von ihm weiß, außer das, was er ihm erzählt. Und so hat Charlie keine Probleme Alan mit zu seinen Gigs oder einem Mel-Brooks-Marathon mitzunehmen und die Nächte bei sich zu Hause an der PlayStation durchzuzocken. Charlie teilt sein Leben in dieser Phase mit Alan und behält seinen Kummer und Schmerz. Alan hingegen will auch dies mit ihm teilen und seinem Freund ebenso zuhören, wie dieser ihm.

Manche Mängel, darunter die Einbindung der psychisch angeknacksten Donna (Saffron Burrows), stoßen etwas übel auf. Als Gesamtwerk bleibt Reign Over Me jedoch ein schönes Werk über Akzeptanz, Schmerz, Verlust, Bewältigung und Freundschaft. Dabei wird der Film getragen von seinen exzellenten Darstellern Cheadle und Sandler, später auch noch unterstützt von Donald Sutherland. Charlies Welt ist faszinierend, anziehend und abstoßend zugleich - die Freundschaft zu Alan das Herzstück des Filmes. Binder verziert sein Werk mit lustigen Charakteren und rockiger Musik und es gelingt ihm, dem Thema der Nachwehen von 9/11 gerecht zu werden. Exemplifizierend an Charlie erörtert er, was der Terroranschlag für die New Yorker bedeutet und erarbeitet Charlies Kummer mit Fingerspitzengefühl und äußerst diskret. In vielen rührenden Szenen beweist der Film trotz seiner gegebenen Schwächen sein enormes Potential und ist durch sein Nebenthema einer starken und Kraft gebenden Freundschaft einer der Filme dieses Kinojahres.

8/10

30. September 2007

Die Top 5: The Hire

Whatever you do, don't get to close, never meet their eyes.

Im Jahr 2000 entschied BMW aufgrund einer Studie, welche besagte dass ihre Hauptabnehmer verheiratete Männer mittleren Alters mit Internetbezug seien, dass sie gerade dieses Medium, auf diese Zielgruppe ausgerichtet, für ihre Werbung verwenden wollten. Jim McDowell, nordamerikanischer Marketingvizepräsident von BMW kam schließlich auf die Idee von Kurzfilmen, welche sich um die Automobile des bayrischen Herstellers drehen sollten. Und wie bereits Sir Richard Attenborough in Jurassic Park sagt: es wurden keine Kosten gescheut. Fallon Worldwide, BWMs Werbeagentur, wurde mit dem Projekt beauftragt, als Produzent konnte David Fincher gewonnen werden. Wenn sich jemand fragt, was Hollywoodstar Clive Owen eigentlich vor dem Jahr 2002 gemacht hat...richtig - Werbung für BMW.

Insgesamt entstanden so acht Kurzfilme von sieben bis acht Minuten Lauflänge, alle mit Clive Owen in der Hauptrolle als unbenannter mysteriöser "Driver" und alle mit einem BMW Modell als Spielzeug. Hier dürfte Luc Besson seine Idee für The Transporter mit Jason Statham gewonnen haben, welcher 2002 entstand. Was die acht Kurzfilme unterschied war die Handlung und ihre Regisseure, die international angesehen waren. So ließen sich Legenden wie John Frankenheimer oder Ang Lee nicht lumpen, ihren Beitrag zum Projekt zu leisten. Genauso wenig wie es bei den Darstellern der Fall ist, zu sehen sind Oscarpreisträger wie Forest Whitaker und F. Murray Abraham, aber auch Stars wie Madonna, Gary Oldman oder Ray Liotta haben Auftritte.

In seiner Episode Chosen ließ es Ang Lee sich nicht nehmen, einen kleinen Seitenhieb auf sein damals in Planung stehendes Projekt Hulk (2003) abzugeben.

Ursprünglich waren nur fünf Folgen geplant, da BMW aber einen Anstieg von 12% bei den Verkaufszahlen für 2001 feststellte, entschied man sich die Serie mit drei weiteren Folgen zu erweitern. Schließlich sprangen für die drei Folgen der inoffiziellen zweiten Staffel die Scott Brüder Tony und Ridley als Produzenten ein, ersterer von beiden führte schließlich sogar Regie bei einem der Werbespots. Dies markiert auch eine Änderung des Grundtons der Werbefilme, war die erste Staffel von ihrem Charakter her eher ernst (z.B. Alejandro Gonzáles Iñárritus Powder Keg), kamen die drei Folgen der Zusatzstaffel knallbunt und actionreich daher. Obschon verschiedene DVD-Versionen der Serie für BMW-Kunden zugänglich gemacht wurden, verschwand die Serie im Herbst 2005 von der Homepage des Konzerns.

Das besondere, bzw. besonders schöne an The Hire ist, dass alle Episoden den jeweiligen Touch und die Hand ihrer Regisseure tragen, obwohl sie von verschiedenen Autoren, unter anderem Andrew Kevin Walker, stammen. Besonders auffällig ist dies bei Tony Scotts Beat The Devil, dass stark an Domino erinnert, oder auch bei Joe Carnahan's Ticker und Guy Ritchie's Star. Dabei haben die Geschichten mal mehr (Ticker) und mal weniger (Chosen) Handlung. Hierbei handelt es sich in der Tat um hochklassige Werbespots mit den teilweise besten Regisseuren unserer Zeit und den dazugehörigen Stars der Filmbranche. An sich ist The Hire folglich interessanter für Filmfans, als für Autonarren, denn irgendwie spielen die jeweilgen BMW-Typen immer eine untergeordnete Rolle. Ansehen lassen sich die Folgen auf YouTube, die Titel sind jeweils verlinkt.


5. Hostage (Regie: John Woo): Der "Driver" muss nach einer missglückten Geldübergabe versuchen das Leben der Geisel zu retten. Furiose Action, wie man sie von dem Asiaten gewöhnt ist.

4. Ambush (Regie: John Frankenheimer): Der "Driver" gerät in einen Hinterhalt, sein Passagier ist scheinbar im Besitz wertvoller Diamanten. Fortan inszeniert Frankenheimer eine Verfolgungsjagd a la Ronin.

3. Ticker (Regie: Joe Carnahan): Sein heutiger Auftrag (Don Cheadle) beschert dem "Driver" einen Helikopter und MG-Feuer. Alles hängt davon ab, dass Staatsagenten (Ray Liotta, Robert Patrick, Dennis Haysbert) einen mysertiösen Koffer rechtzeitig erhalten.

2. Beat The Devil (Regie: Tony Scott): Der "Driver" holt Soul-Legende James Brown ab und fährt diesen zu Luzifer (Gary Oldman) höchstpersönlich, damit Brown diesen und dessen Fahrer (Danny Trejo) zu einem Rennen um Brown's Seele herausfordern kann. Scott at his best - True Romance meets Domino!

1. The Follow (Regie: Wong Kar-Wai): Von einem Hollywood-Produzenten (Forest Whitaker) erhält der "Driver" die Mission die Ehefrau (Adriana Lima) seines Hauptdarstellers (Mickey Rourke) zu beschatten. Mit unglaublich schöner Musik untermalt liefert Wong Kar Wai den poetischsten der Werbespots ab.