Es ist eher die Ausnahme von der Regel, dass eine Serie mit den Jahren an Qualität zulegt. Und sich damit quasi auf dem Höhepunkt ihres Schaffens verabschiedet. Zuletzt war dies Vince Gilligans Breaking Bad gelungen, eine Dramaserie, die speziell in ihren letzten drei Jahren einen qualitativen Sprung machte. Ähnliches vollbrachte auch Michael Schur mit Parks and Recreation, einer Show, die vor sieben Jahren von Greg Daniels als Variation seiner Show The Office ins Leben gerufen wurde. Und die Ende Februar nach sieben Staffeln ihr Ende fand – nachdem sie in 13 Folgen nochmals ein kleines Feuerwerk abbrannte. Was den Abschied der wohl besten TV-Serie des Jahres für Fans und Kritiker nur noch schmerzlicher machen dürfte.
Dabei traf Schurs Sitcom ein in den USA nicht unübliches Schicksal: der jährliche Quoten-Kampf für eine Staffelverlängerung. So lobend die Kritiken – speziell ab der dritten Staffel – für Parks and Recreation ausfielen, so fielen auch mit jedem Jahr die Zuschauerzahlen. Schauten in der ersten Staffel noch bis zu sechs Millionen Menschen rein, waren es in den letzten beiden Jahren nur noch um die vier Millionen. Die finale siebte – und ironischerweise zugleich beste – Staffel dagegen fiel zuletzt sogar unter drei Millionen Zuschauer. Umso erstaunlicher ist es dann, dass es die Serie dennoch auf 125 Episoden brachte, die zwar nicht immer alle ins Schwarze trafen, aber wenn sie es denn taten, in der US-Fernsehlandschaft ihresgleichen suchten.
Allerdings fand Parks and Recreation nicht sofort ihren Rhythmus, sondern musste sich erst finden. Das erste Jahr mit seinen sechs Episoden war (zu) nah am Vorbild The Office orientiert – vermochte aber dennoch Akzente zu setzen. Das zweite Jahr scheiterte wiederum an seiner plötzlich vierfachen Episodenzahl, was generell viel zu viel ist, um ausreichend Handlung und Witz verteilen zu können. Mit einer reduzierten Staffel und den Ensemble-Ergänzungen von Rob Lowe und Adam Scott schaffte die Show im dritten Jahr dann den Schritt in die richtige Richtung. So konnte in den folgenden drei Jahren trotz wieder erhöhter Folgenanzahl die Qualität gehalten werden. Um nun mit 13 Episoden glorreich in den Sonnenuntergang zu reiten.
Welchen Weg die Show hinter sich hat, zeigt sich auch in meiner persönlichen Rezeption. Noch in der zweiten Staffel beschrieb ich Andy (Chris Pratt) aufgrund seiner infantilen Art und Naivität als „nervtötend“, ähnlich charakterisierte ich in der dritten Staffel die sich damals vertiefende Beziehung zwischen ihm und April (Aubrey Plaza). Heute will ich Andy nicht mehr missen, der gemeinsam mit Nick Offermans misanthropischem Ron Swanson das wöchentliche Highlight in Pawnee, Indiana war. Gleichzeitig spricht dies jedoch auch für die Klasse der Serie, Figuren wie Andy, April oder Tom (Aziz Ansari) einem ans Herz wachsen zu lassen, genauso wie es mögliche Wiederholungssichtungen der ersten Jahre zum Anreiz macht.
Man mag es NBC nicht vorwerfen, dass sie Parks and Recreation in ihrem letzten Jahr im Midseason Replacement Spot in Doppelfolgen „verheizten“. Die Tatsache, dass 13 Folgen Zeit sind, um sich zu verabschieden, spielte der Show dabei in die Karten. Wirkliche Handlungsstränge gibt es höchstens zu Beginn, wenn die inzwischen in der Zukunft spielende Serie eine Animosität zwischen Leslie (Amy Poehler) und Ron anteasert. Die Figuren haben sich weiterentwickelt, so wie auch die Zukunft. In Gryzzl gibt es zwar eingangs eine Art von Antagonist, der jedoch bald zu den Akten gelegt wird. Stattdessen werden die einzelnen Charaktere auf ihren Weg gebracht, wie im Falle von Bens (Adam Scott) Kandidatur als Kongressabgeordneter.
Auch Figuren wie April und Donna (Retta) bekommen eine neue berufliche Herausforderung, aber allen voran Momente, in denen sich das Publikum von ihnen verabschieden kann. Genauso wie von zahlreichen Nebenfiguren, egal ob sie Jamm, Tammy Two, Ron Dunn, Jean-Ralphio oder Perd Hapley heißen. Dass sich Parks and Recreation die Zeit für alle seine Figuren nehmen kann, gereicht der siebten Staffel zum Vorteil. Speziell die ersten vier Folgen legen die Messlatte mit Episoden wie Ron & Jammy und Leslie & Ron hoch. Im Falle von Letzterer darf Nick Offermans Figur ausnahmsweise ihre verletzlichere Seite zeigen – und obendrein den eingangs so befremdlich wie amüsant wirkenden Konflikt zwischen den beiden Figuren schnell wieder begraben.
Wie sich in einer Abschlussstaffel erwarten lässt, finden sich mehrere Momente für emotionale Einschübe. So auch in The Johnny Karate Super Awesome Musical Explosion Show, die als Abgesang für Andy und zugleich als Zeugnis für seine Liebe und Hingabe zu April gesehen werden kann. Dass Aziz Ansari zeitweise drei Folgen aussetzt, kann man hierbei ebenfalls verschmerzen. Da passt es wiederum, dass das Serienfinale One Last Ride sich voll und ganz seinen Figuren widmet, indem es den Zuschauern für alle von ihnen einen Blick in die Zukunft gewährt. Das Six Feet Under-Ende in lustig quasi, wenn Jean-Ralphio seinen eigenen Tod vortäuscht oder Leslie und Ben sich zum nächsten Schritt in ihrer Karriere entscheiden müssen.
Insofern ist das Finale eines zum Abschiednehmen gewesen, was es sicherlich zurecht zur besten Folge einer jedoch grundsätzlich starken Staffel macht. Etwas schade ist, dass wir vom Familienleben der Wyatt-Knopes kaum etwas mitbekommen, obschon hin und wieder eines der drei Kinder im Hintergrund vorbeirennt. Zumindest einen Subplot in einer der Folgen hätten Schur und Co. jedoch hierfür opfern können. Genauso wie auch Rons Familie ausgespart wird und Chris und Ann praktisch durchweg nichtexistent sind (also nicht einmal erwähnt werden). All das lässt sich jedoch im siebten Jahr Parks and Recreation verschmerzen, da die Serie nicht mit einem Wimmern zu Ende geht, sondern mit einem Knall. Und so muss es schließlich sein.
Dabei traf Schurs Sitcom ein in den USA nicht unübliches Schicksal: der jährliche Quoten-Kampf für eine Staffelverlängerung. So lobend die Kritiken – speziell ab der dritten Staffel – für Parks and Recreation ausfielen, so fielen auch mit jedem Jahr die Zuschauerzahlen. Schauten in der ersten Staffel noch bis zu sechs Millionen Menschen rein, waren es in den letzten beiden Jahren nur noch um die vier Millionen. Die finale siebte – und ironischerweise zugleich beste – Staffel dagegen fiel zuletzt sogar unter drei Millionen Zuschauer. Umso erstaunlicher ist es dann, dass es die Serie dennoch auf 125 Episoden brachte, die zwar nicht immer alle ins Schwarze trafen, aber wenn sie es denn taten, in der US-Fernsehlandschaft ihresgleichen suchten.
Allerdings fand Parks and Recreation nicht sofort ihren Rhythmus, sondern musste sich erst finden. Das erste Jahr mit seinen sechs Episoden war (zu) nah am Vorbild The Office orientiert – vermochte aber dennoch Akzente zu setzen. Das zweite Jahr scheiterte wiederum an seiner plötzlich vierfachen Episodenzahl, was generell viel zu viel ist, um ausreichend Handlung und Witz verteilen zu können. Mit einer reduzierten Staffel und den Ensemble-Ergänzungen von Rob Lowe und Adam Scott schaffte die Show im dritten Jahr dann den Schritt in die richtige Richtung. So konnte in den folgenden drei Jahren trotz wieder erhöhter Folgenanzahl die Qualität gehalten werden. Um nun mit 13 Episoden glorreich in den Sonnenuntergang zu reiten.
Welchen Weg die Show hinter sich hat, zeigt sich auch in meiner persönlichen Rezeption. Noch in der zweiten Staffel beschrieb ich Andy (Chris Pratt) aufgrund seiner infantilen Art und Naivität als „nervtötend“, ähnlich charakterisierte ich in der dritten Staffel die sich damals vertiefende Beziehung zwischen ihm und April (Aubrey Plaza). Heute will ich Andy nicht mehr missen, der gemeinsam mit Nick Offermans misanthropischem Ron Swanson das wöchentliche Highlight in Pawnee, Indiana war. Gleichzeitig spricht dies jedoch auch für die Klasse der Serie, Figuren wie Andy, April oder Tom (Aziz Ansari) einem ans Herz wachsen zu lassen, genauso wie es mögliche Wiederholungssichtungen der ersten Jahre zum Anreiz macht.
Man mag es NBC nicht vorwerfen, dass sie Parks and Recreation in ihrem letzten Jahr im Midseason Replacement Spot in Doppelfolgen „verheizten“. Die Tatsache, dass 13 Folgen Zeit sind, um sich zu verabschieden, spielte der Show dabei in die Karten. Wirkliche Handlungsstränge gibt es höchstens zu Beginn, wenn die inzwischen in der Zukunft spielende Serie eine Animosität zwischen Leslie (Amy Poehler) und Ron anteasert. Die Figuren haben sich weiterentwickelt, so wie auch die Zukunft. In Gryzzl gibt es zwar eingangs eine Art von Antagonist, der jedoch bald zu den Akten gelegt wird. Stattdessen werden die einzelnen Charaktere auf ihren Weg gebracht, wie im Falle von Bens (Adam Scott) Kandidatur als Kongressabgeordneter.
Auch Figuren wie April und Donna (Retta) bekommen eine neue berufliche Herausforderung, aber allen voran Momente, in denen sich das Publikum von ihnen verabschieden kann. Genauso wie von zahlreichen Nebenfiguren, egal ob sie Jamm, Tammy Two, Ron Dunn, Jean-Ralphio oder Perd Hapley heißen. Dass sich Parks and Recreation die Zeit für alle seine Figuren nehmen kann, gereicht der siebten Staffel zum Vorteil. Speziell die ersten vier Folgen legen die Messlatte mit Episoden wie Ron & Jammy und Leslie & Ron hoch. Im Falle von Letzterer darf Nick Offermans Figur ausnahmsweise ihre verletzlichere Seite zeigen – und obendrein den eingangs so befremdlich wie amüsant wirkenden Konflikt zwischen den beiden Figuren schnell wieder begraben.
Wie sich in einer Abschlussstaffel erwarten lässt, finden sich mehrere Momente für emotionale Einschübe. So auch in The Johnny Karate Super Awesome Musical Explosion Show, die als Abgesang für Andy und zugleich als Zeugnis für seine Liebe und Hingabe zu April gesehen werden kann. Dass Aziz Ansari zeitweise drei Folgen aussetzt, kann man hierbei ebenfalls verschmerzen. Da passt es wiederum, dass das Serienfinale One Last Ride sich voll und ganz seinen Figuren widmet, indem es den Zuschauern für alle von ihnen einen Blick in die Zukunft gewährt. Das Six Feet Under-Ende in lustig quasi, wenn Jean-Ralphio seinen eigenen Tod vortäuscht oder Leslie und Ben sich zum nächsten Schritt in ihrer Karriere entscheiden müssen.
Insofern ist das Finale eines zum Abschiednehmen gewesen, was es sicherlich zurecht zur besten Folge einer jedoch grundsätzlich starken Staffel macht. Etwas schade ist, dass wir vom Familienleben der Wyatt-Knopes kaum etwas mitbekommen, obschon hin und wieder eines der drei Kinder im Hintergrund vorbeirennt. Zumindest einen Subplot in einer der Folgen hätten Schur und Co. jedoch hierfür opfern können. Genauso wie auch Rons Familie ausgespart wird und Chris und Ann praktisch durchweg nichtexistent sind (also nicht einmal erwähnt werden). All das lässt sich jedoch im siebten Jahr Parks and Recreation verschmerzen, da die Serie nicht mit einem Wimmern zu Ende geht, sondern mit einem Knall. Und so muss es schließlich sein.
8/10




Die Sitcom lebt nun von den Eingriffen Donaghys in Lemons Arbeitsgefüge. Personifiziert in Tracy Jordan, auch wenn dieser im Laufe der ersten Staffel zum anerkannten Zugpferd der Show innerhalb der Show aufsteigt. Dabei wird jedoch nie wirklich klar, welche wirtschaftlichen Auswüchse die Prämisse der Serie hat. Donaghy erklärt zwar, mit Jordan wolle man jene Zielgruppe erreichen, die man bisher noch nicht angesprochen hat. Ob dies am Ende nun gelungen ist, enthält Fey dem Zuschauer jedoch vor. So verkommt die Serie innerhalb der Serie bald auch eher zur bloßen Rahmenhandlung und 30 Rock fokussiert sich auf Lemons Privatleben (welches jedoch meist im Arbeitsumfeld stattfindet). Es geht um Anerkennung und speziell in der zweiten Hälfte auch um Beziehungen und Liebe. Kleine berufliche Scharmützel bilden hier dann die Ausnahme von der Regel. Grundsätzlich weiß die Show in ihrer Mitte am meisten zu überzeugen, was nach den enttäuschenden Auftaktfolgen nicht unbedingt zu erwarten war.
Seinem semi- oder pseudo-dokumentarischen Stil bleibt die Serie dabei treu. Oft beginnt eine Folge mit einer Vorwegnahme eines Ereignisses, wie man es auch aus manchen
I should facebook that girl.
Die achtzehn Episoden tragen liebevoller Weise alle Titel von Filmen und sind damit nahe dran an Billies Beschäftigung. Ohnehin ist die Darstellung der Zeitungslandschaft in der ersten Hälfte sehr gelungen (Arbeitsplatzabbau, etc.), sodass es zu bedauern ist, dass Show später aus der Serie scheidet. Accidentally on Purpose ist daher eine durchwachsene Sitcom, die mal ausgesprochen komisch gerät, dann wieder nur durchschnittlich ist. Das Herz der Serie sind die abgedrehten Figuren von Wright und Parham, während Jensen auch wegen ihres gekünstelt wirkenden schottischen Akzentes (obschon sie ist in der Tat Schottin ist) bisweilen nervt. Die gelungenste Episode findet sich in It Happened One Christmas, auch das Doppelfinale erzeugt einige gelungene Lacher. Grundsätzlich ist Elfmans Show also ein harmloser Spaß für Zwischendurch, dem man nicht sonderlich viel vorwerfen kann, außer vielleicht, dass die erste Staffel zwei Gesichter hat (die zweite Hälfte fokussiert sich ausschließlich auf die Schwangerschaft). Ob es eine zweite Staffel gibt ist bisher allerdings noch unklar.
Wie es sich für Vampire gehört, sind Stefan und Damon etwas blass um die Nase, allerdings ist der gesamte Look von Vampire Diaries derart düster gehalten, dass es weit weniger auffällt als bei seinem Twilight-Bastard. Nach etwas holprigem Beginn startet Williamsons Serie plötzlich unverhofft durch, findet in der vierten Episode Family Ties relativ früh ihren Höhepunkt und lässt sich anschließend auf eine leichte Berg- und Talfahrt ein, die zwischen starken und durchschnittlichen Folgen - lediglich The Turning Point kann noch ein wirkliches Ausrufezeichen setzen - schwanken. Was jedoch kein zwingender Kritikpunkt ist, lädt die Serie doch stets aufs Neue zum interessanten Drama ein, auch wenn kaum ein großartiger Spannungsaufbau stattfindet. Dennoch weiß besonders der Konfliktbelastete Bruderzwist zu gefallen, lehnen sich Stefan und Damon einerseits zwar ab, kommen andererseits jedoch nicht über ihre Familienbande hinweg.
Bitches be loco.
In Cougar Town dreht sich zu Beginn, ähnlich zu Accidentally on Purpose, alles um die Liebe einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann. Das Konzept wird dann aber beseitigt und sich stattdessen der Annäherung der Gruppe (ein exzentrischer Nachbar und der Ex-Mann komplettieren die Gruppe) aneinander gewidmet. Was selten wirklich beeindruckt - die Pilotfolge stellt im Grunde den Höhepunkt dar -, aber ansonsten auch nicht unbedingt sonderlich enttäuscht. In Gastrollen darf man Lawrence-Veteran Scott Foley, Lisa Kudrow und Sheryl Crow bewundern, die als Kurzzeitpartner der beiden Hauptfiguren (Cox und Josh Hopkins), was das Liebesleben angeht, fungieren. Insofern ist Lawrence kein neues Scrubs gelungen (wie auch?), eher eine - wenn man ehrlich ist - belanglose Serie, die bisweilen lustige Szenen hervorruft (eine Foto-Strecke im Stile von The Hangover beispielsweise). Kann man sehen, muss man aber nicht.
Things aren’t always what they seem.
Neben einigen Nebenfiguren, wie dem von C. Thomas Howell dargestellten Officer Dewey, fokussiert sich die Serie primär auf diese sechs Cops. Während nicht zwingend stets alle sechs in einer Episode auftauchen müssen, kommt es jedoch des Öfteren vor, dass sich ihre Wege innerhalb einer Episode kreuzen. Grundsätzlich am Überzeugendsten agiert hier die Pilotfolge Unknown Trouble, an die lediglich See a Woman heranzureichen vermag. Die anderen Folgen sind an sich durchschnittlich. Wobei dies dadurch geschuldet ist, dass auch Southland zu jenen Serien zählt, deren Qualität abhängig ist, von dem Fall, der in der jeweiligen Episode behandelt wird. Ein roter Faden findet sich hier abgesehen von Janila, einer Jugendlichen, die als Zeugin gegen eine Latinobande fungieren soll, nicht. Die Serie weiß daher zuvorderst wegen ihrer sympathischen Figuren, allen voran der idealistische Sherman, zu gefallen. Die Darstellung des LAPD wirkt dann, bedenkt man die Geschichte des Dezernats, mitunter recht verblendend. Dennoch kann man Bidermans Serie eine gewisse grundsätzliche Qualität nicht absprechen. Ansätze für die bereits bestätigte zweite Staffel sind vorhanden. So zum Beispiel das Schicksal von Janila oder wieso Sherman ein Polizist wurde (seine Figur wirkt grob einem Mike Lowry aus Bad Boys entlehnt). Auch wenn Southland im Kern etwas zäh zu konsumieren ist, wird die zweite Staffel von mir wohl weiterverfolgt.
You don’t deserve to wear a mustache.
Was die Serie allerdings vermissen lässt, ist ein roter Faden. Zwar beginnt sie mit der Versetzung von Casey Shraeger (Amber Tamblyn), die ihren neuen Partner Jason Walsh (Jeremy Renner) ausspitzeln soll, doch läuft dies eher nebenbei. Auch die anderen Figuren, wie Henry Cole (Joshua Close) oder Eric Delahoy (Adam Goldberg) haben ihre kleinen Süppchen zu kochen (letzterer ist sich sicher, einen Gehirntumor zu haben, aber zu feige zum Arzt zu gehen). Somit verkommt The Unusuals zur case-of-the-week-Serie, die lediglich in 42 wirklich ihr Potential abrufen kann, auch wenn Boreland Day und The Tape Delay ebenfalls zu den besseren Folgen zählen. Generell lässt sich sagen, dass die Serie stets dann punktet, wenn sie tatsächlich die konventionelle Schiene verlässt und sich mehr an M*A*S*H und ähnlichen Satiren orientiert. Seltsam ist auch, dass hier ebenfalls wie in Southland mittels Tamblyns Figur das Mike-Lowry-Syndrom auftaucht. Reiche Menschen die als Cops lieber wenig Geld verdienen scheinen zum Genreklischee zu verkommen. Wenig überraschend wurde The Unusuals nicht für eine zweite Staffel erneuert. Schade ist das nicht unbedingt.
Now it’s family night.
Ensemble-Ergänzungen wie Nola (Lucy Liu) fallen da aufgrund ihrer konstruierten Einbindung mit gleich mehreren Figuren etwas unter den Tisch, während Samaire Armstrongs Charakter der Juliet gleich ganz gestrichen (und von den anderen Figuren auch nicht mehr erwähnt) wird. Simon Elder ist nun das große Thema, erst als finanzielle, dann als Karens (Natalie Zea) Liebhaber auch als interne Bedrohung. Das ist in der ersten Hälfte der zweiten Staffel – die ohnehin erstaunlich gut ist, allgemein, aber insbesondere im Vergleich zur zweiten Hälfte – noch eher das Thema, als in der weitestgehend themenlosen anderen Hälfte. Etwas plump gerät es dann mit dem – zugegeben, ungeplanten – Serienfinale, wenn auf einmal wieder die Frage nach Dutch George aufkommt. Eigentlich kann sich Dirty Sexy Money nicht entscheiden, was genau es sein will. Sicherlich manche Szenen sind komisch, was dieses Mal eher an Fitzgerald liegt, als an Seth Gabels Jeremy oder einer anderen Figur. Dennoch leidet die Serie nun unter ihrer Einbindung von Genreklischees (wer schläft mit wem und wieso und sowieso, am Ende schließt sich der Kreis). Das Staffel- und Serienfinale The Bad Guy ist dabei besonders enttäuschend, wobei auch die vorzeitige Klimax The Organ Donar recht schwach ist. Überzeugen können speziell The Family Lawyer und The Injured Party. Alles in allem verschenkt Craig Wright mit seiner neuen Serie gehörig Potential, weshalb es nicht schade ist, dass diese nun ihr Ende findet.
I’m Batman. And Robin.
Beide arbeiten nun bei der Firma Veridian Dynamics, einer Entwicklungsfirma für allerlei industriellen Quatsch wie kuhfleischfreies Fleisch, einer dritten Hand oder ganz einfach nur Jabberwocky („You do know about Jabberwocky, don’t you?“). Das Team wird komplettiert durch Teds Vorgesetzte, Veronica (Portia de Rossi), sowie den beiden Wissenschaftlern Phil (Jonathan Slavin) und Lem (Malcolm Barrett). Die Serie bezieht ihren Humor allen voran aus Veronicas unterkühlter Art mit ihren Untergebenen umzugehen, sowie bisweilen auch aus dem charmanten Trio Ted, Phil und Lem. Der einzige rote Faden der Show ist Teds und Lindas gegenseitiges Interesse aneinander, welchem Ted jedoch aus abwechselnden Gründen (zuerst sein Motto nur eine Büro-Affäre zu haben, dann seine Tochter Rose, die er alleine erzieht) nicht nachgeben möchte. Dabei besticht Victor Frescos Sitcom durch ihre teils brillanten Dialoge und ihre mitunter beeindruckende Situationskomik. Wie in so vielen Fällen (