Wer auf dem US-TV-Serienmarkt einen Eindruck hinterlassen will, muss sich schon ordentlich ins Zeug legen. Schließlich balgt sich eine Masse an Drama- und Comedy-Serien wöchentlich um die Gunst der Zuschauer. Im ersten Jahr ihrer Ausstrahlung war The O.C. vor fast zehn Jahren eine solche Serie. An sich total gewöhnlich und dennoch irgendwie anders. Die Show von Josh Schwartz und McG, angesiedelt in Newport Beach im kalifornischen Orange County, reüssierte mit einer Fish-out-of-Water-Story um Ryan Atwood (Ben McKenzie), eines Problemkindes aus Chino, das von der wohlhabenden Familie der Cohens aufgenommen wird.
Die Cohens wiederum sind ebenfalls nicht vollends in ihrem Element in Newport. So ist Vater und Pflichtverteidiger Sandy (Peter Gallagher) ein idealistischer Weltverbesserer von der Ostküste, während sein Sohn Seth (Adam Brody) als Comic-Fan in der Schule gemobbt wird und sich hinter einem Sarkasmus-Schutzwall verbarrikadiert. Was beide in Orange County verankert, ist ihre Beziehung zu Frau und Mutter Kirsten (Kelly Rowan), Tochter des wohlhabendsten Mannes der Stadt. Jenen Zusammenprall zweier Welten, sei es Ryan mit Newport oder die Cohens, zelebrierte The O.C. beständig, gewürzt mit den Beziehungskonflikten der Figuren.
Rückblickend war die Show jedoch extrem kurzweilig, im Laufe von drei Jahren brach die Zuschauerquote um 57 Prozent ein und am Ende wurde The O.C. bereits nach vier Staffeln eingestellt. Gründe ließen sich hierfür wohl viele finden. Allen voran war die Show zu redundant und exerzierte jedes Jahr stets dasselbe Szenario mit verschiedenen Figuren durch. Zusätzlich fiel die Episodenbuchung exorbitant aus, mit teilweise bis zu 26 Episoden pro Staffel, also über 17 Stunden Narration. Und weil die bereits bekannten – und so vorhersehbaren – Nebenhandlungen zu lange aufrecht erhalten wurden, schwand das Interesse am Geschehen konsequent.
Ein ähnliches Dilemma zeigte sich bei den Figuren. Nicht von ungefähr wurde Mischa Barton in ihrer Rolle als Marissa Cooper, das sprichwörtliche “girl next door”, als Schwachpunkt der Serie ausgemacht. Frühzeitig mit einem Alkoholproblem versehen, schlidderte die Figur nach und nach in die Untiefen aller Klischees. Das unrühmliche Ende war einer der grausamsten Serientode aller Zeiten – ausschließlich auf das Seherlebnis bezogen. Löblich war, dass einige Beziehungen wie die von Sandy und Kirsten oder auch von Seth und seiner Jugendliebe Summer Roberts (Rachel Bilson) zumindest ein durchgängiges Thema der Show gewesen sind.
Aber The O.C. hatte auch ihre Vorzüge, allen voran ihren Sarkasmus und ihre Bereitschaft zur Selbstparodie. Insbesondere Adam Brody bleibt einem positiv im Gedächtnis – auch wenn mit der Figur im Laufe der dritten Staffel, genauso wie bei Peter Gallagher, dem anderen Highlight, der Fall, eher gezwungen dramatisch umgegangen wurde. Kaum eine Folge, ohne besondere Szene – nur trägt eine Szene leider keine ganze Folge. Weshalb der Serie weniger Episoden und weniger Redundanz in der Dramatisierung sehr viel besser getan hätte. Dass schrulliger Humor alleine ausreicht, bewiesen immerhin viele der Figuren jahrelang.
So wie Sandy und Seth, aber auch Autumn Reeser als Taylor Townsend hauchte The O.C. zum Ende nochmals Leben ein. Ironischerweise endete gerade jene Serie, die vier Jahre lang prinzipiell dasselbe erzählte, reichlich überhastet in einer Serienfinalmontage, die auch aufgrund einiger offener Punkte wenig Raum für Nostalgie ließ. Und auch wenn es ziemlich leicht war, die fünf stärksten Episoden aus 92 zumeist durchschnittlichen Folgen zu benennen, zeichnet es The O.C. aus, dass man über die Serie sagen kann, was Peter Gallaghers Familienvater in der zweiten Staffel meinte: Just because you’re leaving doesn’t mean I’m letting you go.
5. The Case of the Franks (Season 4, Episode 13, Norman Buckley): Steht hier stellvertretend für eine mäßige vierte Staffel, die wenig zu erzählen hatte und zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte. Gelungen ist diese Folge, da sie sich zentral um die Beziehungen aller Figuren kümmert, Ryan näher zu seinem entfremdeten Vater Frank (Kevin Sorbo) bringt und mit einer herrlichen Meta-Rückblenden-Szene zwischen Seth und Ryan aufwartet.
4. The O.Sea (Season 2, Episode 23, Michael Lange): Zum Ende der zweiten Staffel klären Seth und Zach (Michael Cassidy) ihren Kampf um Summer, während der eine sie zum Abschlussball begleitet und der andere ein hölzernes Abendessen mit George Lucas wahrnimmt. Zugleich wird Kirstens gesteigerte Alkoholsucht mit dem Tod ihres Vaters (Alan Dale) und dem Hauch von Menschlichkeit bei Julie (Melinda Clarke) verknüpft.
3. The Perfect Storm (Season 3, Episode 5, Tony Wharmby): Während Ryan mal wieder versucht, Newport den Rücken zu kehren, agieren die übrigen Figuren als homogenes Ganzes, um dies zu verhindern. Der grandiose Höhepunkt der Folge ist Sandys Besuch bei Rektor Hess (Eric Mabius), den er mit fiktiven Bildern auf seinem Mobiltelefon dazu blufft, dass dieser nicht nur Ryan wieder zur Schule lässt, sondern sogar selbst zurücktritt.
2. The Nana (Season 1, Episode 23, Michael Lange): Sandys Mutter a.k.a. die Nana (Linda Lavin) kündigt sich an und wird ihrem schrecklichen Ruf nicht gerecht, weil sie todkrank ist. Dies drückt zuerst die Stimmung, bringt die Cohen-Familie jedoch näher zusammen. Summer arbeitet derweil an ihrer Vorzeigbarkeit fürs Passahfest und Ryan gelingt überraschend ein wenig aggressives Manöver, um gleich drei Brandherde in Chino zu löschen.
1. The Chrismukkah That Almost Wasn’t (Season 2, Episode 6, Tony Wharmby): Die Offenbarung, dass Lindsay (Shannon Lucio) die uneheliche Schwester von Kirsten ist, bringt Chrismukkah an den Rand des Abgrunds und das Drama-Level in The O.C. an seinen Siedepunkt. Erstaunlicherweise ist es dann Summer, die mit einer geschickt inszenierten Zusammenführung Chrismukkah rettet und zumindest kurzweilig für Harmonie sorgt.
Die Cohens wiederum sind ebenfalls nicht vollends in ihrem Element in Newport. So ist Vater und Pflichtverteidiger Sandy (Peter Gallagher) ein idealistischer Weltverbesserer von der Ostküste, während sein Sohn Seth (Adam Brody) als Comic-Fan in der Schule gemobbt wird und sich hinter einem Sarkasmus-Schutzwall verbarrikadiert. Was beide in Orange County verankert, ist ihre Beziehung zu Frau und Mutter Kirsten (Kelly Rowan), Tochter des wohlhabendsten Mannes der Stadt. Jenen Zusammenprall zweier Welten, sei es Ryan mit Newport oder die Cohens, zelebrierte The O.C. beständig, gewürzt mit den Beziehungskonflikten der Figuren.
Rückblickend war die Show jedoch extrem kurzweilig, im Laufe von drei Jahren brach die Zuschauerquote um 57 Prozent ein und am Ende wurde The O.C. bereits nach vier Staffeln eingestellt. Gründe ließen sich hierfür wohl viele finden. Allen voran war die Show zu redundant und exerzierte jedes Jahr stets dasselbe Szenario mit verschiedenen Figuren durch. Zusätzlich fiel die Episodenbuchung exorbitant aus, mit teilweise bis zu 26 Episoden pro Staffel, also über 17 Stunden Narration. Und weil die bereits bekannten – und so vorhersehbaren – Nebenhandlungen zu lange aufrecht erhalten wurden, schwand das Interesse am Geschehen konsequent.
Ein ähnliches Dilemma zeigte sich bei den Figuren. Nicht von ungefähr wurde Mischa Barton in ihrer Rolle als Marissa Cooper, das sprichwörtliche “girl next door”, als Schwachpunkt der Serie ausgemacht. Frühzeitig mit einem Alkoholproblem versehen, schlidderte die Figur nach und nach in die Untiefen aller Klischees. Das unrühmliche Ende war einer der grausamsten Serientode aller Zeiten – ausschließlich auf das Seherlebnis bezogen. Löblich war, dass einige Beziehungen wie die von Sandy und Kirsten oder auch von Seth und seiner Jugendliebe Summer Roberts (Rachel Bilson) zumindest ein durchgängiges Thema der Show gewesen sind.
Aber The O.C. hatte auch ihre Vorzüge, allen voran ihren Sarkasmus und ihre Bereitschaft zur Selbstparodie. Insbesondere Adam Brody bleibt einem positiv im Gedächtnis – auch wenn mit der Figur im Laufe der dritten Staffel, genauso wie bei Peter Gallagher, dem anderen Highlight, der Fall, eher gezwungen dramatisch umgegangen wurde. Kaum eine Folge, ohne besondere Szene – nur trägt eine Szene leider keine ganze Folge. Weshalb der Serie weniger Episoden und weniger Redundanz in der Dramatisierung sehr viel besser getan hätte. Dass schrulliger Humor alleine ausreicht, bewiesen immerhin viele der Figuren jahrelang.
So wie Sandy und Seth, aber auch Autumn Reeser als Taylor Townsend hauchte The O.C. zum Ende nochmals Leben ein. Ironischerweise endete gerade jene Serie, die vier Jahre lang prinzipiell dasselbe erzählte, reichlich überhastet in einer Serienfinalmontage, die auch aufgrund einiger offener Punkte wenig Raum für Nostalgie ließ. Und auch wenn es ziemlich leicht war, die fünf stärksten Episoden aus 92 zumeist durchschnittlichen Folgen zu benennen, zeichnet es The O.C. aus, dass man über die Serie sagen kann, was Peter Gallaghers Familienvater in der zweiten Staffel meinte: Just because you’re leaving doesn’t mean I’m letting you go.
5. The Case of the Franks (Season 4, Episode 13, Norman Buckley): Steht hier stellvertretend für eine mäßige vierte Staffel, die wenig zu erzählen hatte und zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte. Gelungen ist diese Folge, da sie sich zentral um die Beziehungen aller Figuren kümmert, Ryan näher zu seinem entfremdeten Vater Frank (Kevin Sorbo) bringt und mit einer herrlichen Meta-Rückblenden-Szene zwischen Seth und Ryan aufwartet.
4. The O.Sea (Season 2, Episode 23, Michael Lange): Zum Ende der zweiten Staffel klären Seth und Zach (Michael Cassidy) ihren Kampf um Summer, während der eine sie zum Abschlussball begleitet und der andere ein hölzernes Abendessen mit George Lucas wahrnimmt. Zugleich wird Kirstens gesteigerte Alkoholsucht mit dem Tod ihres Vaters (Alan Dale) und dem Hauch von Menschlichkeit bei Julie (Melinda Clarke) verknüpft.
3. The Perfect Storm (Season 3, Episode 5, Tony Wharmby): Während Ryan mal wieder versucht, Newport den Rücken zu kehren, agieren die übrigen Figuren als homogenes Ganzes, um dies zu verhindern. Der grandiose Höhepunkt der Folge ist Sandys Besuch bei Rektor Hess (Eric Mabius), den er mit fiktiven Bildern auf seinem Mobiltelefon dazu blufft, dass dieser nicht nur Ryan wieder zur Schule lässt, sondern sogar selbst zurücktritt.
2. The Nana (Season 1, Episode 23, Michael Lange): Sandys Mutter a.k.a. die Nana (Linda Lavin) kündigt sich an und wird ihrem schrecklichen Ruf nicht gerecht, weil sie todkrank ist. Dies drückt zuerst die Stimmung, bringt die Cohen-Familie jedoch näher zusammen. Summer arbeitet derweil an ihrer Vorzeigbarkeit fürs Passahfest und Ryan gelingt überraschend ein wenig aggressives Manöver, um gleich drei Brandherde in Chino zu löschen.
1. The Chrismukkah That Almost Wasn’t (Season 2, Episode 6, Tony Wharmby): Die Offenbarung, dass Lindsay (Shannon Lucio) die uneheliche Schwester von Kirsten ist, bringt Chrismukkah an den Rand des Abgrunds und das Drama-Level in The O.C. an seinen Siedepunkt. Erstaunlicherweise ist es dann Summer, die mit einer geschickt inszenierten Zusammenführung Chrismukkah rettet und zumindest kurzweilig für Harmonie sorgt.













Die Sitcom lebt nun von den Eingriffen Donaghys in Lemons Arbeitsgefüge. Personifiziert in Tracy Jordan, auch wenn dieser im Laufe der ersten Staffel zum anerkannten Zugpferd der Show innerhalb der Show aufsteigt. Dabei wird jedoch nie wirklich klar, welche wirtschaftlichen Auswüchse die Prämisse der Serie hat. Donaghy erklärt zwar, mit Jordan wolle man jene Zielgruppe erreichen, die man bisher noch nicht angesprochen hat. Ob dies am Ende nun gelungen ist, enthält Fey dem Zuschauer jedoch vor. So verkommt die Serie innerhalb der Serie bald auch eher zur bloßen Rahmenhandlung und 30 Rock fokussiert sich auf Lemons Privatleben (welches jedoch meist im Arbeitsumfeld stattfindet). Es geht um Anerkennung und speziell in der zweiten Hälfte auch um Beziehungen und Liebe. Kleine berufliche Scharmützel bilden hier dann die Ausnahme von der Regel. Grundsätzlich weiß die Show in ihrer Mitte am meisten zu überzeugen, was nach den enttäuschenden Auftaktfolgen nicht unbedingt zu erwarten war.
Seinem semi- oder pseudo-dokumentarischen Stil bleibt die Serie dabei treu. Oft beginnt eine Folge mit einer Vorwegnahme eines Ereignisses, wie man es auch aus manchen
I should facebook that girl.
Die achtzehn Episoden tragen liebevoller Weise alle Titel von Filmen und sind damit nahe dran an Billies Beschäftigung. Ohnehin ist die Darstellung der Zeitungslandschaft in der ersten Hälfte sehr gelungen (Arbeitsplatzabbau, etc.), sodass es zu bedauern ist, dass Show später aus der Serie scheidet. Accidentally on Purpose ist daher eine durchwachsene Sitcom, die mal ausgesprochen komisch gerät, dann wieder nur durchschnittlich ist. Das Herz der Serie sind die abgedrehten Figuren von Wright und Parham, während Jensen auch wegen ihres gekünstelt wirkenden schottischen Akzentes (obschon sie ist in der Tat Schottin ist) bisweilen nervt. Die gelungenste Episode findet sich in It Happened One Christmas, auch das Doppelfinale erzeugt einige gelungene Lacher. Grundsätzlich ist Elfmans Show also ein harmloser Spaß für Zwischendurch, dem man nicht sonderlich viel vorwerfen kann, außer vielleicht, dass die erste Staffel zwei Gesichter hat (die zweite Hälfte fokussiert sich ausschließlich auf die Schwangerschaft). Ob es eine zweite Staffel gibt ist bisher allerdings noch unklar.
Wie es sich für Vampire gehört, sind Stefan und Damon etwas blass um die Nase, allerdings ist der gesamte Look von Vampire Diaries derart düster gehalten, dass es weit weniger auffällt als bei seinem Twilight-Bastard. Nach etwas holprigem Beginn startet Williamsons Serie plötzlich unverhofft durch, findet in der vierten Episode Family Ties relativ früh ihren Höhepunkt und lässt sich anschließend auf eine leichte Berg- und Talfahrt ein, die zwischen starken und durchschnittlichen Folgen - lediglich The Turning Point kann noch ein wirkliches Ausrufezeichen setzen - schwanken. Was jedoch kein zwingender Kritikpunkt ist, lädt die Serie doch stets aufs Neue zum interessanten Drama ein, auch wenn kaum ein großartiger Spannungsaufbau stattfindet. Dennoch weiß besonders der Konfliktbelastete Bruderzwist zu gefallen, lehnen sich Stefan und Damon einerseits zwar ab, kommen andererseits jedoch nicht über ihre Familienbande hinweg.
Bitches be loco.
In Cougar Town dreht sich zu Beginn, ähnlich zu Accidentally on Purpose, alles um die Liebe einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann. Das Konzept wird dann aber beseitigt und sich stattdessen der Annäherung der Gruppe (ein exzentrischer Nachbar und der Ex-Mann komplettieren die Gruppe) aneinander gewidmet. Was selten wirklich beeindruckt - die Pilotfolge stellt im Grunde den Höhepunkt dar -, aber ansonsten auch nicht unbedingt sonderlich enttäuscht. In Gastrollen darf man Lawrence-Veteran Scott Foley, Lisa Kudrow und Sheryl Crow bewundern, die als Kurzzeitpartner der beiden Hauptfiguren (Cox und Josh Hopkins), was das Liebesleben angeht, fungieren. Insofern ist Lawrence kein neues Scrubs gelungen (wie auch?), eher eine - wenn man ehrlich ist - belanglose Serie, die bisweilen lustige Szenen hervorruft (eine Foto-Strecke im Stile von The Hangover beispielsweise). Kann man sehen, muss man aber nicht.
Things aren’t always what they seem.
Neben einigen Nebenfiguren, wie dem von C. Thomas Howell dargestellten Officer Dewey, fokussiert sich die Serie primär auf diese sechs Cops. Während nicht zwingend stets alle sechs in einer Episode auftauchen müssen, kommt es jedoch des Öfteren vor, dass sich ihre Wege innerhalb einer Episode kreuzen. Grundsätzlich am Überzeugendsten agiert hier die Pilotfolge Unknown Trouble, an die lediglich See a Woman heranzureichen vermag. Die anderen Folgen sind an sich durchschnittlich. Wobei dies dadurch geschuldet ist, dass auch Southland zu jenen Serien zählt, deren Qualität abhängig ist, von dem Fall, der in der jeweiligen Episode behandelt wird. Ein roter Faden findet sich hier abgesehen von Janila, einer Jugendlichen, die als Zeugin gegen eine Latinobande fungieren soll, nicht. Die Serie weiß daher zuvorderst wegen ihrer sympathischen Figuren, allen voran der idealistische Sherman, zu gefallen. Die Darstellung des LAPD wirkt dann, bedenkt man die Geschichte des Dezernats, mitunter recht verblendend. Dennoch kann man Bidermans Serie eine gewisse grundsätzliche Qualität nicht absprechen. Ansätze für die bereits bestätigte zweite Staffel sind vorhanden. So zum Beispiel das Schicksal von Janila oder wieso Sherman ein Polizist wurde (seine Figur wirkt grob einem Mike Lowry aus Bad Boys entlehnt). Auch wenn Southland im Kern etwas zäh zu konsumieren ist, wird die zweite Staffel von mir wohl weiterverfolgt.
You don’t deserve to wear a mustache.
Was die Serie allerdings vermissen lässt, ist ein roter Faden. Zwar beginnt sie mit der Versetzung von Casey Shraeger (Amber Tamblyn), die ihren neuen Partner Jason Walsh (Jeremy Renner) ausspitzeln soll, doch läuft dies eher nebenbei. Auch die anderen Figuren, wie Henry Cole (Joshua Close) oder Eric Delahoy (Adam Goldberg) haben ihre kleinen Süppchen zu kochen (letzterer ist sich sicher, einen Gehirntumor zu haben, aber zu feige zum Arzt zu gehen). Somit verkommt The Unusuals zur case-of-the-week-Serie, die lediglich in 42 wirklich ihr Potential abrufen kann, auch wenn Boreland Day und The Tape Delay ebenfalls zu den besseren Folgen zählen. Generell lässt sich sagen, dass die Serie stets dann punktet, wenn sie tatsächlich die konventionelle Schiene verlässt und sich mehr an M*A*S*H und ähnlichen Satiren orientiert. Seltsam ist auch, dass hier ebenfalls wie in Southland mittels Tamblyns Figur das Mike-Lowry-Syndrom auftaucht. Reiche Menschen die als Cops lieber wenig Geld verdienen scheinen zum Genreklischee zu verkommen. Wenig überraschend wurde The Unusuals nicht für eine zweite Staffel erneuert. Schade ist das nicht unbedingt.
Now it’s family night.
Ensemble-Ergänzungen wie Nola (Lucy Liu) fallen da aufgrund ihrer konstruierten Einbindung mit gleich mehreren Figuren etwas unter den Tisch, während Samaire Armstrongs Charakter der Juliet gleich ganz gestrichen (und von den anderen Figuren auch nicht mehr erwähnt) wird. Simon Elder ist nun das große Thema, erst als finanzielle, dann als Karens (Natalie Zea) Liebhaber auch als interne Bedrohung. Das ist in der ersten Hälfte der zweiten Staffel – die ohnehin erstaunlich gut ist, allgemein, aber insbesondere im Vergleich zur zweiten Hälfte – noch eher das Thema, als in der weitestgehend themenlosen anderen Hälfte. Etwas plump gerät es dann mit dem – zugegeben, ungeplanten – Serienfinale, wenn auf einmal wieder die Frage nach Dutch George aufkommt. Eigentlich kann sich Dirty Sexy Money nicht entscheiden, was genau es sein will. Sicherlich manche Szenen sind komisch, was dieses Mal eher an Fitzgerald liegt, als an Seth Gabels Jeremy oder einer anderen Figur. Dennoch leidet die Serie nun unter ihrer Einbindung von Genreklischees (wer schläft mit wem und wieso und sowieso, am Ende schließt sich der Kreis). Das Staffel- und Serienfinale The Bad Guy ist dabei besonders enttäuschend, wobei auch die vorzeitige Klimax The Organ Donar recht schwach ist. Überzeugen können speziell The Family Lawyer und The Injured Party. Alles in allem verschenkt Craig Wright mit seiner neuen Serie gehörig Potential, weshalb es nicht schade ist, dass diese nun ihr Ende findet.
I’m Batman. And Robin.
Beide arbeiten nun bei der Firma Veridian Dynamics, einer Entwicklungsfirma für allerlei industriellen Quatsch wie kuhfleischfreies Fleisch, einer dritten Hand oder ganz einfach nur Jabberwocky („You do know about Jabberwocky, don’t you?“). Das Team wird komplettiert durch Teds Vorgesetzte, Veronica (Portia de Rossi), sowie den beiden Wissenschaftlern Phil (Jonathan Slavin) und Lem (Malcolm Barrett). Die Serie bezieht ihren Humor allen voran aus Veronicas unterkühlter Art mit ihren Untergebenen umzugehen, sowie bisweilen auch aus dem charmanten Trio Ted, Phil und Lem. Der einzige rote Faden der Show ist Teds und Lindas gegenseitiges Interesse aneinander, welchem Ted jedoch aus abwechselnden Gründen (zuerst sein Motto nur eine Büro-Affäre zu haben, dann seine Tochter Rose, die er alleine erzieht) nicht nachgeben möchte. Dabei besticht Victor Frescos Sitcom durch ihre teils brillanten Dialoge und ihre mitunter beeindruckende Situationskomik. Wie in so vielen Fällen (