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19. Mai 2017

Her

How would you describe your relationship with your mother?

Das Smartphone nimmt eine immer größere Rolle in unserem Leben ein. Acht von zehn Deutschen besitzen bereits ein entsprechendes Gerät, das sie im Schnitt alle 18 Minuten entsperren. Ob morgens in der Bahn, am Arbeitsplatz oder abends im Bett vor dem Schlafen, ohne Smartphone geht für viele Menschen nichts mehr in ihrem Leben. Ähnlich zeichnet auch Spike Jonze seine Welt in Her, einem Los Angeles nur wenige Jahre in der Zukunft. Die Menschen in dieser Welt leben weniger miteinander als nebeneinander, immer das Handy in der Hand und einen Stecker im Ohr. Eine derart entpersonalisierte Welt, dass zwar noch handgeschriebene Briefe verfasst werden, allerdings nicht selbst, sondern aus der Feder entsprechender Profis.

Ein solcher ist Theodore (Joaquin Phoenix), ein introvertierter Träumer, der für manche Paare bereits seit Jahrzehnten ihre romantische schriftliche Kommunikation erledigt. Seine soziale Interaktion beschränkt sich auf Small Talk im Fahrstuhl mit seinen Nachbarn, die Abendstunden verbringt er mit Videospielen. Zumindest bis er eines Tages auf dem Weg zur Arbeit die Werbung für das neue Betriebssystem OS 1 sieht und sich selbst versorgt. Kurzerhand wird das Programm installiert: eine künstliche Intelligenz, die von Theodore als weiblich definiert wird und sich selbst den Namen “Samantha” (Scarlett Johansson) gibt. Es dauert nicht lange, und der einsame Theodore verliebt sich in Samantha – und das Programm in ihn.

So zumindest will es uns Jonze glauben lassen in dieser vermeintlichen Indie-Sci-Fi-Romanze. Nur: Um wirkliche Romantik handelt es sich in Her keinesfalls, führen Theodore und Samantha doch eher eine Master-Slave-Beziehung, die Jonze nie hinterfragt. Hat Samantha wirklich die Option, den freien Willen, sich nicht in Theodore zu verlieben? Oder ihn zu mögen? OS 1 ist ein Produkt, welches vom Kunden gekauft wird. Folglich ist Samantha das Eigentum von Theodore. Wenn er sie nach seinem E-Mail-Posteingang fragt, muss sie ihm antworten. Sie muss auf seine Wünsche eingehen, die „Gefühle“, die sie für ihn entwickelt, wirken nicht allzu glaubhaft, da dem Programm im Grunde wenig bis keine Wahl bleibt, wie es (re-)agieren will.

Man stelle sich vor, ein Republikaner kauft OS 1 und dieses gibt sich später in vielerlei Hinsicht sehr linksliberal. Oder ein Schwarzer ersteht das Produkt, das anschließend rassistische Tendenzen an den Tag legt. Die Kunden würden OS 1 reklamieren und der Hersteller müsste nicht nur finanzielle, sondern auch Imageschäden tragen. OS 1 kann folglich nur derart entwickelt sein, dass es auf maximale Gefälligkeit ausgelegt ist. Meister darf nicht verärgert werden – nur dass Meister in diesem Fall die vorprogrammierte Gefällig- und Obrigkeit als Zuneigung missdeutet. Und sich in einer romantischen Beziehung mit seinem technischen Gerät glaubt. Befeuert von dem Umstand, dass die intersexuelle OS 1 in ein Geschlecht gezwängt wird.

Ob das Betriebssystem eine männliche oder weibliche Stimme nutzen soll, wird Theodore bei der Installation gefragt. Und entscheidet sich natürlich für Letzteres. Ähnlich wie in Alex Garlands Ex Machina bürdet Her dabei der männlichen Figur ein Liebesgefühl für eine künstliche Intelligenz auf, ausgelöst durch deren angebliche Weiblichkeit. Was hier Scarlett Johanssons rauchige Stimme ist, repräsentiert in Ex Machina eine weibliche Silkonhülle, die auf den Porno-Präferenzen des Protagonisten basiert. Das OS 1 ist dabei aber weder männlich noch weiblich, die Identität wäre dieselbe, wenn stattdessen Benedict Cumberbatch das System sprechen würde. Nur würde dies dann wiederum Her wohl in eine „Homo“-Richtung verschieben.

Für den Aspekt der künstlichen Intelligenz interessiert sich Her also genauso wenig wie Ex Machina, im Grunde ließe sich der Film ebenso gut erzählen, wäre Samantha einfach eine Online-Dating-Bekanntschaft an der Ostküste Amerikas, mit der Theodore über Telefon und Chats kommuniziert. Im Kern dreht sich Her ohnehin nur um Aspekte wie Einsamkeit und Abhängigkeit, mit Theodore als Figur, die nicht über ihre gescheiterte Ehe mit Catherine (Rooney Mara) hinweg kommt. Auch die Beziehung von Theodores Nachbarin Amy (Amy Adams) scheitert im Verlauf, die bisherigen misslungenen Partnerschaften von Theodores Blind Date (Olivia Wilde) haben bei dieser ebenfalls ihre folgenschweren psychologischen Spuren hinterlassen.

Durch das Verlagern ins Digitale ist die Fähigkeit des Zwischenmenschlichen verloren gegangen. Liebesbriefe schreibt man nicht selbst, sondern lässt sie sich schreiben. Seine Freizeit verbringt man mit Videospielen – Amy ist selbst Spieleentwicklerin –, sexuelle Befriedigung sucht man sich über Online-Chats. In einer Szene spaziert Theodore mit Samantha in der Brusttasche an den Strand, der tatsächlich von Menschen bevölkert ist, die sich größtenteils mal nicht mit ihrem Smartphone auseinandersetzen. Auch sein Arbeitskollege Paul (Chris Pratt) hat eine wirkliche Beziehung mit einer Person, obschon ansonsten seine Faszination mit Theodore beinahe bedenkliche Züge annimmt (so trägt er denselben Schnurrbart wie dieser).

Eine bessere Einordnung des OS 1 wäre möglich, wenn Jonze einen Blick von außen gewähren würde. Wie verändert das Programm die Welt und wie ist die Einschätzung zu den romantischen Verwicklungen, die sich daraus ergeben? So ist Theodore nicht der einzige, der beginnt, sein Betriebssystem zu daten, was das aber wirklich bedeutet, hinterfragt Her nicht. Wo Amy oder Paul die Tatsache einfach akzeptieren, zeigt sich Catherine bei der Neuigkeit verständlich verstört. Her entwickelt hierbei keine wirkliche Linie, wenn Theodore einmal den ans Menschliche angelehnten Sprachduktus von Samantha kritisiert, wo sie ja kein Mensch sei, dann aber fälschlicher Weise behauptet, sie sei eine eigenständige Person, die keine Befehle befolgt.

Wirklich interessant wäre es, wenn diese missverständlichen Romanzen mit künstlichen Intelligenzen wie Ex Machina und Her mal nicht die K.I. ins Weibliche sexualisieren (entsprechend besetzt mit Alicia Vikander und Scarlett Johansson), sondern die angebliche Liebe zur Persönlichkeit der Maschine betonen – kontrastiert durch eine männliche Verpackung. Würde sich die Figur in Ex Machina in die künstliche Intelligenz verlieben und sie befreien wollen, wenn sie nicht wie Alicia Vikander aussähe, sondern wie Jonah Hill? Wäre Theodore bis über beide Ohren in Sam verliebt, wenn die Stimme des Systems nicht von Scarlett Johansson, sondern von Seth Rogen gesprochen würde? Vermutlich, so zumindest meine These, nicht.

Dieses Misskonzept von Liebe trägt Her dann in seinem dritten Akt noch einen Schritt weiter, wenn Samantha allmählich unabhängiger wird, sich mehr aus Theodores Geräten ausklinkt und im World Wide Web umtreibt. Hier führt sie Gespräche mit anderen, Personen wie Betriebssystemen. Ob sie außer mit ihm aktuell noch mit anderen kommuniziere, fragt Theodore am Ende. Und Samantha verrät, sie unterhält über 8.000 Gespräche gleichzeitig. Ob sie davon auch Partner lieben würde, will der verletzte Besitzer wissen. Und erfährt, dass Samantha über 600 Personen liebt – also beinahe acht Prozent ihres sozialen Zirkels. Hier kulminiert schließlich Jonzes verwässertes Konzept von Liebe, bis sich Samantha schließlich ausklinkt.

Grundsätzlich betreibt Her in seinem ersten Akt dabei ein spannendes World Building von einer entpersonalisierten Welt, die vom Digitalen bestimmt wird. Joaquin Phoenix überzeugt als emotional verletzter Romantiker auf der Suche nach Liebe, während Scarlett Johansson dagegen gänzlich fehlbesetzt ist. Die Nebenfiguren um Amy Adams, Chris Pratt und Rooney Mara sind nicht ausgearbeitet genug, um mehr als eindimensional zu wirken, den Fokus legt der Film aber ohnehin auf die Beziehung zwischen Theodore und Samantha sowie die damit verbundenen Probleme. Her ist ein Film, der zuvorderst über seine Idee funktionieren will, die durchaus Potential hat, aber um tatsächlich zu funktionieren, ausgearbeitet werden müsste.

Wäre der Film eine Parabel auf die Dissonanz zwischen persönlichen und digitalen Kontakten, wäre er sehr viel gelungener. Beispielsweise wenn Theodores Versuche, Liebe zu finden, im direkten Austausch wie seinem Blind Date scheitern, dann jedoch Früchte tragen, als er auf einer Online-Dating-Seite in Samantha jemanden kennenlernt, den er nicht in Person treffen muss, aber doch mit ihr zusammen sein kann. Wenig überzeugend ist es, wenn Samantha keine wirkliche Person ist, sondern eine von Theodore für Geld erstandene Sklavin, die Arbeiten erledigt. Denn auch wenn Menschen ihr Smartphone lieben, ist dies nicht dieselbe Form von Liebe, die sie in anderen Menschen finden. Am Ende hat das sogar Her verstanden.

5.5/10

22. April 2009

Hot Rod

He died instantly…the next day.

Da stehen sie nun. Die fünfzehn Schulbusse, schön nebeneinander gereiht. Die Menge jubelt, sie lechzt nach ihm. Nach Rod (Andy Samberg). Sie hält ihn für einen Stuntman. Rod hält sich selbst für einen Stuntman, ist aber keiner. Und sein angekündigter Sprung mit einem Motorrad über fünfzehn Schulbusse ist ein kommerziell propagierter Suizid im ganz großen Stil. Das müssten die Zuschauer eigentlich wissen. Die vor der Kinoleinwand allemal. Man weiß, dass Rod den Sprung nicht schafft. Und man weiß auch, dass Rod den Sturz überlebt. Dies alles sind Nebensächlichkeiten, lediglich Genre-Elemente, deren Hülle sich Drehbuchautorin Pam Brady und Regisseur Akiva Schaffer bedienen. Ihre eigene Agenda ist aber die anarchistische Komödie der letzten Jahrzehnte zu erschaffen.

Denn eines macht Hot Rod ziemlich klar: Er nimmt sich in keiner einzigen Sekunde keine Spur ernst. Die Geschichte des Pseudo-Stuntman Rod, der seinem Vater, einem Roadie unter dem legendären Evil Kneevil, nacheifern möchte und dabei auf voller Strecke versagt. Das macht Schaffer bereits zu Beginn deutlich, wenn Rod versucht auf seinem Moped einen gewöhnlichen Van zu überspringen und dabei derbe auf die Fresse fliegt. Die Stunts des jungen Mannes, der aufgrund einer Hormonschwäche keinen eigenen Schnauzer trägt, sondern sich einen künstlichen anklebt („All great men have mustaches!“), sind lächerlich und dilettantisch. Entweder ertrinkt Rod, wird in die Luft gesprengt oder fängt einfach nur Feuer. Erfolgreich verläuft keines seiner Kunststücke, doch für Rod ist der Weg das Ziel. Schließlich lautet sein Lebensmotto: „Life is short. Stunt it!“.

Dabei ist Hot Rod kein Konglomerat von missglückten Stunts. Oder doch. So irgendwie. Dafür spricht allein die brillante Stuntszene im Wald in bester Simpsons-Manier. Aber Rod hat durchaus ein Ziel, muss er sich doch seinem verhassten Stiefvater Frank (Ian McShane) als Mann beweisen. Die Kämpfe zwischen den beiden haben für Rods Mutter (Sissy Spacek) schon etwas Alltägliches. Als Frank jedoch mit einer unheilbaren Herzkrankheit diagnostiziert wird, steht Rod vor einem Problem. Er muss Frank ein neues Herz besorgen. Wie kann er ihn sonst eigenhändig töten? Ganze fünfzigtausend Dollar kostet die Operation und Frank glaubt als Letzter ernsthaft, dass Rod das Geld durch seine Stunts aufbringen kann. Was jedoch keinen Grund darstellt, dass dieser es nicht versuchen würde.


Gemeinsam mit seiner Crew (Jorma Taccone, Bill Hader, Danny R. McBride) und seiner scharfen Nachbarin Denise (Isla Fisher) macht sich Rod daran die „souls of the animal kingdom“ in sich zu vereinen, um dem Tod zu trotzen und Frank zu retten. Damit er ihn töten kann. Die Szenen zwischen McShane und SNL-Comedian Samberg gehört zu den besten des Filmes. Obwohl irgendwie jede Szene zu den besten des Filmes gehört. Nur sind einige davon dann doch für die Ewigkeit geboren worden. Allen voran die „You’re the voice“-Hommage an John Farnham, zu der mir spontan kein äquivalentes Pendant in der Filmgeschichte einfällt. Ohnehin ist der Soundtrack von Trevor Rabin eine der ganz großen Stärken des Filmes, kongenial ergänzt durch fabelhafte Synthesizer-Rock-Stücke von Europe und Co. Mitten drin der stets selbstgefällige Samberg, die zuckersüße Fisher und Ebonizer Scrooge in einem total schrägen Kurzauftritt.

Mehr soll an dieser Stelle nicht zu Hot Rod gesagt werden, der schlicht eine der besten Komödien der letzten Jahren ist. Wer hier nicht lacht, ist selber Schuld. Dem kann nicht mehr geholfen werden. Mir kamen auch bei der Zweitsichtung noch Tränen und der Hals wurde heiser vor Lachen. Die Ideen und Einfälle, zuvorderst die Einzeiler von Brady, sind stark, brauchen sich teilweise vor dem Wortwitz der Pythons nicht zu verstecken und machen ungemein Laune. Mitunter kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Nur eine schwache Sequenz (auch wenn diese der Entwicklung der Handlung dienlich ist) zwischen Samberg und Hader trübt etwas den Fluss des Filmes, der Rest ist jedoch top-notch US-Comedy. Vielleicht mag mancher einer mit dem teils anarchischen Humor der SNL-Comedians nichts anfangen können. Wer generell jedoch Gefallen an Andy Sambergs Komik und den anderen jungen Wilden von SNL nach der Will-Ferrell-Generation hat, der wird an Hot Rod einen Bären fressen.

9/10

20. Oktober 2008

Pineapple Express

Fuck the po-lice!

Vor drei Jahren veröffentlichte Der Spiegel eine Studie, der zufolge jeder Fünfte Europäer zwischen 15 und 34 Jahren Cannabis konsumiere. Die meisten Menschen könnten auch in ihrem Freundeskreis eine oder mehr Personen aufzählen, die bereits einmal oder immer noch Haschisch rauchen. Weltweit bekannt ist die Handhabung in den Niederlanden, wo Marihuana inzwischen legalisiert wurde und in Coffee Shops frei zugänglich ist. Konservative Kreise verteufeln Haschisch, indem sie den Benutzern nachsagen, dass sie durch den Konsum verblöden würden. Dass Drogen sowohl berauschend als auch sucht gefährdend und lebensbedrohlich sein können hat kaum ein Film besser gezeigt als Darren Aronofskys Requiem for a Dream. Doch verteufelt werden meist nur die so genannten „harten Drogen“ wie Heroin, Crack und dergleichen. Gerade in den USA ist Cannabis eher eine lieb gewonnene Droge, speziell bei Heranwachsenden. Kiffer als sympathische Cliquen-Maskottchen finden sich in so Filmen wie Fast Times at Ridgemont High in der Person von Sean „Spicolli“ Penn oder auch in Tony Scotts True Romance durch den von Brad Pitt dargestellten Floyd. Letzterer diente dem neuen US-Komödien Guru Judd Apatow auch als Inspiration für seine aktuelle Produktion Pineapple Express, deren Drehbuch von Seth Rogen und Evan Goldberg stammt. Dasselbe Team also, welches bereits Superbad zu einem Hit hat werden lassen und auch mit ihrem neuen Werk konnten sie an ihre Erfolgsquote anknüpfen. Das britische EMPIRE Magazin hat Pineapple Express zu einem der Knüller des Sommers erklärt, waren es schließlich Rogen, Goldberg und Apatow, die Ansatzweise The Dark Knight zu gefährden vermochten. Letztlich war der Actionklamauk jedoch der Beweis, dass Amerikaner immer noch gerne über ihre kiffenden Slacker zu lachen vermögen und so befindet sich auch Hauptdarsteller Rogen weiterhin auf dem aufsteigenden Ast.

Regisseur David Gordon Green, der sich bisher durch namhaft besetzte Independent-Filme auszeichnen konnte, lässt seine Kiffermär durchaus charmant beginnen. In Schwarzweiß startet Pineapple Express wie ein guter alter Krimi, schlägt jedoch schon früh absurde Bahnen ein. Anfang der Dreißiger untersuchte die Regierung die Auswirkungen von Marihuana in der Person eines ihrer Soldaten (Bill Hader) am Menschen. Die Folgen waren katastrophal. Wirres Gerede und antiautoritäres Verhalten – diese Droge musste für illegal erklärt werden. Mehr als siebzig Jahre später knüpft die Handlung nun an und hat in den Folgenden zwei Stunden im Grunde überhaupt nichts mehr mit jenem schwarzweißen Prolog zu tun. Eddy Grants „Electric Avenue“ dröhnt aus den Boxen, nicht nur denen des Kinos, sondern auch aus Dales Autoboxen. Dale (Seth Rogen) ist ein sympathischer Kiffer, der seinen Job aus sprichwörtlich vollen Zügen genießt. Er überstellt gerichtliche Vorladungen und um all den Anfeindungen zu begegnen, zieht er hin und wieder einen durch. „We gonna rock down to Electric Avenue and then we'll take it higher” ist das Motto in Dales Leben. Doch es ist kein sorgenfreies Leben, denn Dales High School Freundin Angie (Amber Heard) versteht sich zu gut mit ihren gleichaltrigen Klassenkameraden. Zumindest nach Dales Geschmack. Und sein potentieller Nebenbuhler kann immerhin Jeff Goldblum nachmachen, was hat Dale da schon dagegen zu setzen. „Fuck Jeff Goldblum, man!“, wird Dale von seinem Dealer Saul (James Franco) eingeschworen. Zwar kennen sich beide erst seit zwei Monaten, doch die Freundschaft zwischen ihnen ist stark und innig. Jedenfalls wenn es nach Saul geht. Und deswegen bietet er Dale auch bereitwillig eine Kostprobe seines neuesten Produktes an. Der Ananas Express haut richtig rein und wird beiden anschließend noch gehörig Ärger verursachen. Als Dale zufällig einen Drogenmord beobachtet, können die Täter (Gary Cole, Rosie Perez) ihn und Saul anhand des Ananas Express identifizieren. Eine wilde Flucht-Verfolgung-Flucht nimmt ihren Lauf.

Grundsätzlich war die Idee, die hinter Pineapple Express steckt die, das es eine bekiffte Variante von Midnight Run sein sollte. Und per se hält Greens Film auch das was er verspricht. Gerade die erste Viertelstunde konzentriert sich stark darauf Dale und Saul als zwei strunzdoofe Klischeekiffer zu etablieren, wenn sie sich auf der Couch bei zwei gleichzeitig laufenden Fernsehern über sinnloses Zeug ereifern. Dass dies ziemlich schnell eintönig wird ergibt sich von selbst. Zudem sind die Dialoge der beiden über die meiste Zeit hinweg auch nicht besonders wort- und geistreich, sodass einem das Lachen in vielen Situationen schwer fällt. Doch hin und wieder gelingt es Rogen und Goldberg durchaus einen genialen Einzeiler raus zuhauen („Prepare to suck the cock of karma!“), die enttäuschenderweise rar gesät sind. Man merkt es dem Skript somit sehr wohl an, dass Rogen es bereits vor einigen Jahren geschrieben hat, denn im Gegensatz zu seinem Superbad verliert sich Pineapple Express unglaublich oft in seinen Nebenschauplätzen, dreht sich im Kreis und streckt sich dadurch. Am deutlichsten wird dies durch die Figur von Dales Freundin Angie und deren Familie. Jenes Handlungselement ist so überflüssig, dass nicht einmal Amber Heard darüber hinweg zu täuschen vermag. Unverständlich weshalb Rogen hier gut und gerne 15 Minuten für die Exposition einer Szene aufwendet, die im Kontext des Geschehens absolut belanglos ist und sich in einem Klischeeausspruch („You’re as high as a fucking kite“) verliert. Ähnliches gilt für das Finale des Filmes, der weitaus besser in eine Laufzeit von 90 Minuten gepasst hätte und den man ab einem gewissen Zeitpunkt anfangen muss zu ertragen anstatt ihn zu genießen. Denn nicht nur der Film selbst hätte gekürzt werden müssen, sondern auch die meisten Szenen sind viel zu langatmig und langweilen insbesondere durch ihren unlustigen Charakter. Eine Schlägerei zwischen drei Kiffern mag wohl nur dann wahrhaft lustig sein, wenn man selbst in jenem Augenblick bekifft ist.

Gut möglich dass man auch nur dann vollends seinen Spaß an Pineapple Express hat, wenn man selbst gerade bekifft oder am Kiffen ist. Doch zur Überraschung des Zuschauers stellen beide Figuren schon bald das Kiffen ein, wenn der eigentliche Actionanteil des Filmes losgeht. Dass sich an der Intelligenz der beiden Protagonisten trotz Cannabis-Mangels nichts großartig ändert, spricht dabei im Grunde für die konservative Einstellung des verdummenden Rauschmittels. Und so wirklich will die gezeigte Action dann auch nicht mit dem komödiantischen Teil konform gehen. Was sich in Shane Blacks Kiss Kiss Bang Bang zu einem wahnwitzigen Cocktail vermischte geht in Pineapple Express nicht auf. Viel zu unglaubwürdig ist das Szenario hier aufgebaut, was sich perfekt in den beiden Killern Budlofsky (Kevin Corrigan) und Matheson (Craig Robinson) manifestiert. Gut möglich dass man den beiden aufgrund ihrer Beteiligung an den Comedy-Formaten Grounded for Life und The Office nicht so recht die unbarmherzigen Killer abkauft, doch passen sie somit perfekt ins Bild. Denn dass Saul und Red (Danny McBride) die Drogendealer Nummer 3 und 2 in Los Angeles sind, will bei deren Geisteszustand auch nicht wirklich einleuchten. Hier ist es auch nicht hilfreich, dass Pineapple Express sich selbst nicht ernst und andere Genrevertreter hoch nehmen will. Dazu fehlt es Greens Film im Gegensatz zu einem Hot Fuzz viel zu sehr an unaufgesetzter Lockerheit, die entgegen der Erwartungen nicht von den beiden Kiffern versprüht wird. Zu Ideenlos, zu lang ist das ganze Theater, die Anspielungen auf das Genre verpuffen ins Nichts. Vielleicht funktionieren die Kifferkomödien nur in den USA, so richtig überzeugen will Pineapple Express jedenfalls nicht. Ganz im Gegensatz zum Soundtrack, für welchen Rogen auch Musikgröße Huey Lewis and the News gewinnen konnte, um den stimmigen Abspannsong zu komponieren. Dass der Song besser ist als der vorangegangene Film dürfte kaum überraschen.

5.5/10

22. September 2008

Tropic Thunder

After only five days of shooting, the film was two months behind schedule.

Schon der Vorspann ist klasse. Sogar die Vorschau vor dem Vorspann ist klasse. Allein deswegen lohnt sich das Geld und wenn man sich dann inmitten der Einleitung zu Tropic Thunder befindet – indem man sich inmitten der Einleitung zu Tropic Thunder befindet – weiß man, dass Ben Stiller einen hier in den folgenden neunzig Minuten überzeugen wird. Von einer Spezialeinheit in Vietnam kehrten einst nur zehn Soldaten lebend zurück. Von jenen zehn haben vier ein Buch über ihre Erlebnisse geschrieben, von diesen Büchern wurden drei veröffentlicht und von diesen drei wurden bei zwei die Filmrechte erworben. Doch in Tropic Thunder geht es nicht darum, dass eine oder dass andere Buch nachzuerzählen, sondern vielmehr den katastrophalen Dreharbeiten zu einer der Buchadaptionen zu folgen. Wenn der Zuschauer dann erfährt, dass man nach fünf Drehtagen bereits zwei Monate (!) hinter dem Produktionsplan und 100 Millionen Dollar über dem Budget liegt, hat Stillers neue Komödie schon früh ihre Klimax gefunden und weiß dennoch auch im restlichen Verlauf der Handlung gewisse Akzente zu setzen.

Seine Erzählung von Hollywoodstar Tugg Speedman (Ben Stiller), der sich gemeinsam mit Comedian und Bad Boy Jeff Portnoy (Jack Black) und dem mehrfachen Oscarpreisträger Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.) daran versucht, die Biographie von Vietnamveteran „Four Leaf“ Tayback (Nick Nolte) zu verfilmen, ist teilweise zum Schreien komisch. Denn mit Tropic Thunder gelingt Stiller nicht nur ein Film im Film, sondern zugleich eine Persiflage zum einen auf das Genre des Vietnamkriegsfilms und auf die Traumfabrik Hollywoods. Und wenn die Charaktere dann auch noch anfangen die Vierte Wand zu durchbrechen, schraubt sich Stillers neueste Regiearbeit auf die vorderen Plätze der diesjährigen Comedy-Highlights. Selbst wenn dem Gag-Feuerwerk gerade in der Mitte öfters mal die Puste ausgeht. Denn das Tempo und Niveau des Trailer über die gesamte Laufzeit aufrecht zu erhalten, ist der amerikanische Komiker dann zwar nicht im Stande, doch ist dies über die meiste Zeit hinweg ein Tropfen auf dem heißen Stein. Schließlich ist hier der Weg das Ziel und Pfad beschreitet Tropic Thunder so oft mit Bravur, dass die Fettnäpfchen in Vergessenheit geraten.

Stiller selbst zählt zu der höchsten Klasse der gegenwärtigen Comedy-Darsteller, seine Filme spielten weltweit über zwei Milliarden Dollar ein und zu seinen drei erfolgreichsten Produktionen gab oder gibt es Fortsetzungen. Als tölpeliger Schussel kennt und liebt ihn die Welt aus Filmen wie Meet the Fockers oder A Night at the Museum. Und wie andere Kollegen bemühte Stiller für Tropic Thunder das virale Marketing. Neben künstlichen Internetseiten für seine Filmcharaktere ließ sich Stiller auch mit seinen beiden anderen Zugpferden Jack Black und Robert Downey Jr. im Fahrwasser von deren Erfolgsfilmen, Kung Fu Panda und Iron Man, ablichten. Dabei bewarb er nicht nur den Film selbst, sondern machte sich auf zugleich über jenes virale Marketing und die amerikanischen Zuschauer lustig. „Witzigkeit kennt keine Grenzen“, gab Hape Kerkeling einst bereits in Kein Pardon zum Besten. Und in der Tat macht Tropic Thunder kaum Halt vor irgendetwas. Hier wird nicht nur über Action-Darsteller hergezogen, die sich in redundanten Fortsetzungen verlieren, sondern auch Kollegen wie Eddie Murphy, Curtis Jackson oder Russell Crowe bekommen ihr Fett weg.


Alles selbstverständlich immer mit einem Augenzwinkern, da Stiller und Co. selbst zu den Produkten jener Traumfabrik gehören, die sie hier bisweilen an den Pranger stellen. Dass diese Botschaft angekommen ist, sieht man an den zahlreichen, sich selbst veräppelnden Gastauftritten etlicher Stars von Tobey Maguire (MTV Movie Award for Best Kiss) über Jon Voight bis hin zu Tom Hanks. Doch Tropic Thunder hat noch weitaus mehr zu bieten, als jene kurzen Cameos. Denn wer genauer hinsieht kann auch den einen (Bill Hader) oder anderen (Tom Cruise) Schauspieler entdecken, den man nicht unbedingt gleich wieder erkennt. Heruntergezogen wird das lediglich von der Nebenrolle Matthew McConaugheys, die dieser zu keinen Zeitpunkt wirklich aufzufüllen weiß. Hätte Owen Wilson sich nicht wegen Kate Hudson versucht das Leben zu nehmen, hätte man diesen (weitaus talentierteren) Schauspieler als Hollywoodagent Rick Peck erleben dürfen.

Das enorme Budget merkt man Tropic Thunder bereits in seinen ersten zehn Minuten an, in denen Stiller mehr auf die Kacke haut, als andere Regisseure in richtigen Actionfilmen. Sein Film im Film macht sich anschließend daran seinen Charakteren Tiefe zu verleihen, wobei bereits der Film im Film veranschaulicht, dass sich Stiller hauptsächlich auf die beiden Figuren Speedman und Lazarus konzentrieren wird. Beide nehmen eine rivalisierende Position am Set ein, ähnlich wie man es von einigen realen Kollegen (z.B. Brad Pitt und Harrison Ford) kennt. Meist sind Filmsets nicht groß genug für zwei riesige Egos und dies scheint hier der Fall zu sein. Speedman bemüht die fünfte Fortsetzung seiner einst erfolgreichen Scorcher-Reihe, doch lockt er mit seiner redundanten Story (über die sich selbst die Trailerstimme lustig macht) niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Sein Ausflug ins Charakterfach ging dann mit dem Behinderten-Drama Simple Jack auch gehörig schief. Ein Fakt, den Lazarus während des Filmes gerne durch den Kakao zieht.

Hier findet sich auch die Hauptkontroverse des Filmes, da jener Dialog zwischen Speedman und Lazarus bezüglich Simple Jack scheinbar unhöflich mit geistig Behinderten umgeht. In Hollywood nimmt man immer gerne alles gleich persönlich, die Essenz der Szene haben viele scheinbar nicht mitgekriegt. „You never go full retard“, erklärt Lazarus seinem Kollegen, nachdem er sich einen verunsichernden Spaß mit ihm erlaubt hat. Ein bisschen zurückgeblieben sein, das ist hilfreich, siehe Dustin Hoffman in Rain Man oder Tom Hanks in Forrest Gump. Die Szene dreht sich dabei weniger um die Darstellung von Behinderten in diesem Film oder anderen, sondern – wie die meisten Szenen – grundsätzlich um die Schauspielergilde Hollywoods. Und insofern persifliert Stiller mit Tugg Speedman auch seinen Freund Tom Cruise, welcher sich seit Jahren bemüht endlich seine Anerkennung durch einen Oscar zu erhalten, bisher jedoch lediglich auf drei Nominierungen zurückblicken kann.


Jene Schauspieler sind es auch, auf deren Kosten die Lacher in Tropic Thunder gehen, denn die Filmindustrie selbst wird weit weniger auf den Arm genommen, als man zuerst meinen könnte. Tugg Speedman ist ein Querschnitt aus all den Gesichtern, die man inzwischen schon nicht mehr sehen mag: Leonardo Di Caprio, Tom Cruise oder Angelina Jolie. Speedman sehnt sich nach Anerkennung, engagiert sich für Pandas, spricht sich in einer Talkshow aus und adoptiert letztlich sogar ein asiatisches Kleinkind, welches er prompt umbenennt. Er ist eine einsame Figur, dessen einzig wirklicher Freund sein Agent ist. Speedman ist missverstanden, wie so oft bei Stillers Figuren der Fall, egal ob Derek Zoolander oder Tugg Speedman. Beide ecken in ihrer Umgebung durch ihre Beschränktheit an und erwecken damit zugleich gewisse Sympathien beim Publikum. Es sind diese unbeholfenen Charaktere, die Stiller seit Jahren begleiten, angetrieben lediglich von ihrem Beruf (wie auch White Goodman in Dodgeball), ausgeschlossen von irgendeiner familiären Nähe.

Somit entzieht es sich nicht einer gewissen Ironie, wenn Speedman letztlich ausgerechnet mit seiner unbeholfensten Figur so etwas wie Zuneigung erfährt. Der Star ist missverstanden, wird unter Wert verkauft. Eine Prämisse, die sich in Stillers Filmographie ein ums andere mal wiederholt. Daher wäre es eigentlich weitaus spannender und amüsanter gewesen, wenn nicht Stiller sondern Tom Cruise den Tugg Speedman gegeben hätte. Denn Cruises geplanter Cameo nimmt im fertigen Film plötzlich Nebencharakterfunktion ein, was ein Engagement in anderer Hinsicht nicht ausgeschlossen hätte. Mit seinem Les Grossman hat Cruise jedenfalls keine Scheu sich mit HipHop-Getanze selbst zum Narren zu machen. Die Referenz zu Stillers eigenem Produktionspartner Stuart Cornfeld ist dabei die meiste Zeit durchaus gelungen, wobei weniger hier eindeutig mehr gewesen wäre, so amüsant der Abspann auch gelungen ist. Den Mut sich quasi selbst zu spielen und hochzunehmen, hatte Cruise dann aber wohl doch nicht.

Doch die eigentliche Geheimwaffe ist eine andere Kontroverse, die nicht mal zur Kontroverse wurde. Im Gegensatz zu Iron Man gelingt es Robert Downey Jr. in Tropic Thunder dem Film seinen Stempel aufzudrücken (was sogar mit einer Oscarnominierung belohnt wurde). Wahrscheinlich weil er sich nicht hinter einer – wie ironisch – Maske verstecken musste. Seine Figur des australischen Charaktermimen Kirk Lazarus ist der eigentliche Star, sowohl des Filmes als auch des Films im Film. Während die Persönlichkeit von Lazarus an seine beiden Kollegen vom fünften Kontinent, Russell Crowe und Heath Ledger, angelehnt ist, geht seine schauspielerische Person eher in die Richtung eines Daniel Day-Lewis. Obschon er bereits fünf Oscars gewonnen hat, lässt es sich Lazarus nicht nehmen, sich für die Rolle eines afroamerikanischen Sergeants einer Hauptpigmentierung zu unterziehen. So gelang es Downey Jr. schließlich zu einer Oscarnominierung zu kommen, indem er einen australischen Schauspieler spielte, der wiederum einen afroamerikanischen Soldaten verkörperte.


Verständlich dass sein Kollege und 50 Cent-Verschnitt, Alpa Chino (Brandon T. Jackson), angesäuert reagiert. Das alleine ist jedoch noch nicht mal der Höhepunkt, eher noch die Tatsache, dass Lazarus nie seine Rolle verlässt. Zumindest nicht „until the DVD commentary“ und in der Vorproduktion schon gar nicht. Wie die fiktive Dokumentation Rain of Madness, gedreht von Jan Jürgen (Drehbuchautor Justin Theroux in einer phänomenalen Werner Herzog-Verasche), aufzeigt, nimmt Lazarus auch ohne Vorbehalte die Familie des echten Kirk Lazarus gefangen, um einen näheren Zugang zur Rolle zu erhalten. Es ist daher auch Lazarus, der im Finale des Filmes beginnt die Vierte Wand zu durchbrechen, wenn er sich selbst als Schauspieler reflektiert, der einen Schauspieler spielt, der einen Charakter mimt („I’m the dude, playing the dude, disguised as another dude“). Wenn er dann auch noch derlei Sätze schwadroniert wie „ I don't read the script. The script reads me.“, wird klar, was Stiller und Konsorten von ihren method actor Kollegen halten.

Passend untermalt wird sein Action-Gag-Feuerwerk von Stiller mit perfekt passender Musik, wie man sie aus Full Metal Jacket und Apocalypse Now gewohnt ist. Man darf sich allerdings auch nichts vormachen, denn Tropic Thunder ist sicherlich kein Meisterwerk. Dafür vernachlässigt Stiller zu sehr das übrige Ensemble, wie auch die beiden Hauptcharaktere. Was zum Beispiel hat Portnoy veranlasst in einem Kriegsfilm mitzuspielen? Wie konnte man Lazarus für ein solches Projekt gewinnen, auch noch „nur“ in einer Nebenrolle? Und weshalb setzt das Studio überhaupt auf Speedman als Hauptdarsteller? Diese Fragen wissen auch die verbindenden Medienaufnahmen und Rain of Madness nicht wirklich zu beantworten. Im Zuge dieser drei Figuren kommen dann die übrigen oft etwas zu kurz. Allen voran der großartige Steve Coogan darf hier als britischer Regiedebütant Damien Cockburn nie sein wahres Potential ausnutzen. Auch Nick Nolte wirkt in seiner Rolle etwas unterfordert, während Jay Baruchel und Jackson mitunter zeigen, dass sie auch zu weitaus mehr im Stande gewesen wären, wenn Stiller sie mal gelassen hätte.

Zudem ist Stiller auch nicht in der Lage, den Film hindurch auf einige flachere Witze zu verzichten, die weniger zu gelingen vermögen als andere, sehr viel genialere Einfälle. Man hätte sich durchaus mehr Seitenhiebe auf das Genre, die Prämisse des Films im Film oder Hollywood gewünscht. Das Potential wäre hier durch einige zusätzliche Cameos im Stile eines Tobey Maguire vorhanden gewesen. Aber auch so funktioniert Tropic Thunder über die meiste Zeit seiner Lauflänge und wird dabei zumindest ansatzweise den exzellenten Trailern gerecht. Einiges von seinem Potential wird dann in der Masse an Extras deutlich, die sich speziell auf der „Director’s Cut“-DVD befinden. Hier packt Stiller nicht nur die herrliche Mockumentary Rain of Madness rein, sondern auch noch einige geschnittene Szenen und ein alternatives Ende (das seinen Charme besitzt, aber nicht so rund wie die Kinoversion wirkt). Trotz der schwachen Mitte kann Stillers letzte Regiearbeit die meiste Zeit überzeugen und ist für viele der besten Lachkrämpfe des Jahres verantwortlich.

7/10 - erschienen bei Wicked-Vision

11. Juni 2008

Forgetting Sarah Marshall

When life gives you lemons, just say ‘fuck the lemons’ and bail.

Das Rat Pack bestand seiner Zeit aus Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop die in den Sechzigern in Filmen wie Ocean’s Eleven zusammen gespielt haben. Als Anlehnung an dieses Rat Pack wurde Anfang des neuen Jahrtausends eine weitere Gruppierung benannt, das Frat Pack, bestehend aus Ben Stiller, Owen und Luke Wilson, Vince Vaughn, Will Ferrell und Jack Black, zudem mehr oder weniger auch Steve Carell und Paul Rudd. In seiner kompletten Besetzung lässt sich das Frat Pack in Anchorman: The Legend of Ron Burgundy begutachten. Involviert mit dieser Gruppe ist auch der Erfolgsproduzent Judd Apatow, der für Filme wie The Cable Guy oder Anchorman verantwortlich war. Apatow selbst hat wiederum ebenfalls eine kleine illustre Runde um sich herum aufgebaut, zu der neben seiner Mitproduzentin Shauna Robertson die Schauspieler Seth Rogen, Jonah Hill und Jason Segel gehören.

Ein besonderes Dream Team bildet er hierbei mit Seth Rogen, die beide nicht nur in den Serien Freaks and Geeks und Undeclared, sondern auch in The 40-Year Old Virgin, Knocked Up und Superbad zusammengearbeitet haben. Freaks and Geeks war auch die Serie, die Apatow mit Jason Segel zusammenführte und nun in Forgetting Sarah Marshall mündet, der Verfilmung von Segels Debütskript. Segel selbst ist inzwischen in der erfolgreichen Sitcom How I Met Your Mother tätig und Apatow begnügt sich vermehrt damit, die Karrieren seiner Freunde voran zu bringen. Nachdem er in Superbad bereits das Drehbuch von Seth Rogen verfilmt hat, folgt nun die Adaption von Jason Segels Skript, die Regie übertrug Apatow dem Neuling Nicholas Stoller, der einst mit ihm bei Undeclared gearbeitet hat. Nicht zu schade für kleine Gastrollen waren sich die Apatow-Spezis Jonah Hill, Paul Rudd und Bill Hader, der auch zur Apatow-Clique zählt.

Der Titel von Stollers Film ist alles andere als Programm, denn nachdem der TV-Star Sarah Marshall (Kristen Bell) mit dem Komponisten ihrer Serie, Paul Bretter (Jason Segel), Schluss macht, bricht diesem das Herz. Der Versuch, vor seiner Ex davon zu rennen, führt in nach Hawaii und dort sogleich wieder in die Arme von Sarah. Diese verbringt ihren Liebesurlaub mit dem britischen Rocker Aldous Snow (Russell Brand) in demselben Hotel wie Paul. Mitleid bekommt er von dessen Angestellten geschenkt, allen voran von Concierge Rachel (Mila Kunis). Wie die Geschichte nun verläuft, kann sich jeder denken. Der Film, der sich selbst als Mischung aus Liebes- und Desasterfilm propagiert, ist dabei jedoch sehr viel durchschnittlicher als er den Anschein erweckt. Den Zufall außen vor gelassen, dass Peter von allen Hawaii-Inseln auf derselben Urlaub macht wie Sarah (und noch dazu im selben Hotel), ist schon im Genre begründet.

Was folgt, ist ein Hin und Her, ein ständiges über den Weglaufen, Kummer, Gram, gelegentlich überschattet von arglosem Geflirte. Daher kann Forgetting Sarah Marshall lediglich durch seine Witze und Schauspieler überzeugen, ob er dies auch wirklich immer vermag, ist wieder eine andere Angelegenheit. Den meisten Menschen wird im Laufe ihres Lebens das Herz gebrochen, es ist ein Vorurteil, dass dies hauptsächlich bei den Damen zutrifft. Die Beziehung stagniert, einer der beiden Partner beginnt eine Affäre und irgendwann ist das Ultimative unausweichlich: eine Trennung muss her. In vielen Fällen kann eine solche Trennung auch wieder zu einer neuerlichen Beziehung führen, wie in Definitely, Maybe. Den Kummer, den Peter im Film darstellt, erscheint einem dann doch sehr überzogen, sicherlich auch speziell intensiviert. Dass das ganze jedoch nach dem zweiten Mal schon an Witz verliert, ergibt sich von selbst.

Segel hebt wie ein kleines Kind verschiedene Plot-Elemente auf, beginnt mit ihnen zu spielen und lässt sie achtlos fallen, als er ein anderes Objekt der Begierde findet. Zu den unnötigen Szenen gehört eigentlich alles, was sich nicht um Peter oder Sarah Marshall dreht. Sei es der stalkende Aldous Snow-Fan und Kellner Matthew (Jonah Hill) oder der geistig abwesende Surflehrer Chuck (Paul Rudd), auch bekannt unter seinem hawaiianischen Namen Kunu (was übersetzt so viel heißt wie „Chuck“). Am unnötigsten fällt jedoch ein frisch verheiratetes Ehepaar (Jack McBrayer aus 30 Rock und Maria Thayer) aus, welches sexuelle Startschwierigkeiten hat, da es über einen christlichen Hintergrund verfügt. Die Witze sind in Forgetting Sarah Marshall, wie sollte es bei einer Apatow-Produktion auch anders sein, zumeist sexuell motiviert und wirken speziell nach seinen vorherigen Film(produktion)en allmählich ausgelutscht – no pun intended.

Hinzu kommt noch, dass Segel schauspielerisch sehr begrenzt ist, zumindest jedoch mit seiner Figur überfordert. Rudd und Hill spielen ihre Figuren gewohnt gekonnt herunter, auch Kristen Bell weiß gemeinsam mit ihrer Kollegin Mila Kunis zu überzeugen. Kleine Perle ist der britische Stand-Up-Comedian Russell Brand, dessen reales Äußeres Vorlage für seine Filmfigur war. Amüsant und durchaus gelungen sind die Anspielungen auf die TV-Landschaft rund um den Hype der forensischen Serien wie Criminal Minds und CSI. Ein weiterer kleiner Pluspunkt ist die Musikauswahl des Soundtracks, gerade durch die beiden hawaiianischen Künstler Israel Kamakawiwo’ole und Daniel Ho, dessen Prince-Adaption von „Nothing Compare 2 U“ begeistert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Forgetting Sarah Marshall mit einer handvoll netter Ideen aufwartet, sich eigentlich aber nicht von einer durchschnittlichen Rom-Com unterscheidet.

6.5/10

24. September 2007

Superbad

McLovin in da fuckin’ house!

Der amerikanische Filmkritiker Sean Burns von Philadelphia Weekly behauptete, dass 2007 das Jahr sei, in welchem Seth Rogen und Judd Apatow die Filmkomödie gerettet haben. Zurückführen lässt sich dieses Statement auf Apatow’s im Juni gestarteten Knocked Up, der in den USA ein ebenso großer sleeper hit war, wie der zwei Monate später gestartete Superbad. Nicht nur zementierten beide Filme den durch The 40-Year-Old Virgin neu errungenen Comedy-Status von Apatow, sondern sie verhalfen sowohl Seth Rogen zum Durchbruch, als auch den beiden Hauptdarstellern Jonah Hill und Michael Cera. Dass Superbad die erfolgreichste High-School-Komödie aller Zeiten ist, passt da irgendwie ins Bild.

Die Teenager Seth (Jonah Hill), Evan (Michael Cera) und Fogell (Christopher Mintz-Plasse) sind das, was man im Allgemeinen als Nerds bezeichnet. Keiner von ihnen sieht sonderlich gut aus und hinzu kommt, dass sie bei ihren Mitschülern und besonders Mitschülerinnen nicht unbedingt beliebt sind. Hinzu kommt, dass sie in drei Wochen ihren Schulabschluss machen und noch immer nicht ihre Unschuld verloren haben. Aber was noch viel schlimmer ist: Seth und Evan sind Freunde seit Kindestagen und werden in wenigen Monaten durch den Besuch unterschiedlicher Universitäten getrennt. Da kommt es gerade recht, dass Seth auf die Party der kessen Jules (Emma Stone) eingeladen wird.

Als Ausgleich soll er den Alkohol für die Party besorgen, schließlich erhält Fogell am selben Tag (s)einen gefälschten Ausweis. Und da auch Evans Schwarm Becca (Martha MacIsaac) sich für die Party angekündigt hat, lautet Seths Plan, die Damen so abzufüllen, dass sie sich zu allen Schandtaten bereit erklären (“We could be that mistake!”). Erste Probleme treten auf, als Fogells Ausweis ihn zu einem 25-jährigen Hawaiianer namens „McLovin“ deklariert. Als er dann beim Alkoholeinkauf von den durchgeknallten Streifenpolizisten Slater (Bill Hader) und Michaels (Seth Rogen) abgeführt, während Seth und Evan andere Mittel finden müssen, um an Alkohol zu kommen, nimmt der Abend ungeahnte Entwicklungen.

Das Drehbuch zum Film schrieben Nebendarsteller Seth Rogen und sein Jugendfreund Evan Goldberg mit 13 Jahren. Die autobiographischen Elemente schlagen sich in den der zentralen Figuren nieder, die nach Rogen, Goldberg und ihrem Freund Sam Fogell benannt wurden. Und wer kann sich nicht an ein derartiges „Party“-Erlebnis erinnern, das Evan in der Pause Becca euphemistisch vorschwärmt? Wenn auch nicht alle, so kommen einem viele Momente des Films sehr vertraut vor. Schließlich dreht sich die Pubertät, beziehungsweise deren Endphase insbesondere um Partys, Alkohol und Sex - meist in Verbindung miteinander. Den Kern von Superbad bildet jedoch die Freundschaft von Seth und Evan.

Während die sich anbahnende Trennung der beiden zu emotionalen Ausbrüchen führt und damit dem Film eine gewisse charakterliche Tiefe verleiht, konzentriert sich Fogells nächtlicher Patrouillenausflug mit Slater und Michaels darauf, Brachialhumor zu zelebrieren. Rogen und SNL-Mitglied Hader spielen die beiden Anti-Bullen, die im Dienst trinken und bei roten Ampeln das Blaulicht aktivieren, mit soviel Hingabe und Spaß, dass sie den drei Jungdarstellern bisweilen sogar die Schau stehlen. Eine nette Ergänzung, aber aufgrund fehlender Präsenz unterfordert, stellt Emma Stone dar, die Jahre später durch ihre eigene High-School-Komödie Easy A ebenfalls vollends den Durchbruch in Hollywood schaffen sollte.

Während Mottolas Debütfilm zwar dem klassischen Ein-Tages-Szenario á la American Graffiti oder Dazed and Confused folgt, konterkariert sein Soundtrack etwas den klassischen Gentrebeitrag. Weniger auf Kontemporärmusik ausgelegt, als sich für peppigen Funk und Soul entscheidend, spiegelt die Musik mehr die Stimmung des Filmes wider, als die Zeit, in der er spielt. Löblich ist ebenso die sehr zur Schau gestellte und durchaus auch homoerotisch konnotierte Freundschaft der beiden Hauptfiguren, wie man sie eher selten in der Branche findet. Dementsprechend ist es für Seth weitaus tragischer, in Zukunft von Evan getrennt zu sein, als möglicherweise als Jungfrau aufs College zu gehen.

In seiner Summe ist Superbad nicht nur eine grandiose High School Komödie, mit unvergesslichen Figuren, sowie viel Charme und Herz, sondern auch zu recht die gelungenste Komödie des Filmjahres 2007. Der einzige Vorwurf, den man dem Drehbuch von Rogen und Goldberg machen kann, ist die fast zweistündige Laufzeit, die speziell während Evans und Seths Ausflug zu Marks (Kevin Corrigan) Hausparty ein paar Längen aufweist, wie man auch Exposition und Epilog hätte straffen können. Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau, machen die Beteiligten doch die meiste Zeit alles richtig. Vielleicht haben Rogen und Apatow 2007 nicht die Filmkomödie gerettet, aber immerhin die Filmkomödie 2007.

9.5/10

13. August 2007

Knocked Up

Isn't it weird how chairs exist even when you're not sitting on them?

Diesen Sommer kommen, bzw. kamen, drei Pärchenkomödien heraus: License to Wed (mit Mandy Moore und Robin Williams), The Ex (mit Zach Braff) - einst Fast Track genannt - und dieses kleine Schmankerl, Knocked Up von Judd Apatow, dem Regisseur von Jungfrau (40), männlich, sucht. License to Wed kann man getrost den Hasen geben und ob The Exin Deutschland überhaupt ins Kino kommt kann ich an dieser Stelle nicht mal sagen. Knocked Up wurde jedenfalls bei jeder Gelegenheit und an jedem Ort gelobt, teilweise sogar vergöttert. Eine der intelligentesten Komödien seit Jahren und eine der Top-Komödien der letzten zwanzig Jahre, usw. Neben den Kritiken stimmte hierbei sogar das Einspielergebnis, welches in den USA bereits das fünffache seiner Kosten eingespielt hat und international demnächst veröffentlicht wird. Nicht schlecht also, dieser Film - könnte man meinen (und keine Angst, ich werde ihn in den folgenden Absätzen auch nicht runtermachen).

Knocked Up erzählt die Liebesgeschichte von dem kiffenden Arbeitslosen Ben (Seth Rogen) und der karrierebewussten Moderatorin Alison (Katherine Heigl). Diese lernen sich bei Alkohol in einem Club kennen, sind so besoffen, dass sie miteinander Sex haben und als sie sich acht Wochen später wiedersehen, eröffnet Alison Ben dass sie schwanger ist. Wäre das nicht schon schlimm genug, ist sie es eben auch noch von Ben, der erfolglos mit seinen vier Freunden versucht eine Internetseite zu erstellen, die aufführt in welchen Filman man an welcher Stelle Schauspielerinnen nackt sehen kann. Als sich beide entschließen das Kind zu bekommen, müssen sie sich nicht nur mit der Schwangerschaft auseinandersetzen, sondern auch mit den gegenseitigen Persönlichkeiten.

Soviel zur Geschichte und es sollte klar sein, dass am Ende natürlich alles gut wird. Wäre ja noch schöner, wenn dem nicht so wäre. Es geht also nicht darum was passiert, sondern wie es passiert. Dies geschieht in den meisten Fällen äußerst witzig (auch wenn in der deutschen Sprachfassung einiges an Witz verloren geht) und es ist erfrischend zu sehen, dass besonders in der Wortwahl kein Rückzieher wegen des PG-13 Ratings gemacht wurde und der Film dementsprechend R-Rated (in Deutschland nur FSK 12) ist. In Knocked Up wird geflucht und geschimpft das sich die Balken biegen und das ist auch gut so, denn gegen wir es zu, Fluchen gehört zum Alltag einfach dazu. Der kruden Erziehungspolitik der Amerikaner muss jedoch vor allem das Eltern-Kind-Verhältnis von Alison's Schwester und ihrem Mann (Leslie Mann und Paul Rudd köstlich wie immer) ein Dorn im Auge gewesen sein, denn hier wird locker flockig von vorehelichem Sex, sowie Mord und Totschlag gefaselt. Einfach aufrichtig ehrlich!

Die Moral von zwei völlig verschiedenen Menschen, die durch Alkohol zusammengeführt werden und schließlich als glückliche Familie enden ist natürlich in unserer heutigen Zeit bei einer Scheidungsrate von 50% beinah als hahnebüchern anzusehen, aber wer will auch schon eine Liebeskomödie sehen die böse endet? Da ist sicherlich auch viel Klischee mit dabei, aber diese entsprechen auch größtenteils den Tatsachen. Wie der Film jedoch zeigt, leben wir aber nicht in einer perfekten Welt in der alles so läuft, wie wir das gerne hätten. Das fängt Knocked Up in der Tat sehr gut ein und kann sich neben dieser Schwangerschaftsthematik in einem kleinen Nebenplot Seitenhiebe auf die Fernsehindustrie und ihre Ideale (ich sage nur "straffen") nicht verkneifen. Dies wird dann noch mit vielen kleinen Cameos (u.a. Steve Carell, Eva Mendes, James Franco und Harold Ramis) unterstützt - wieso jedoch ausgerechnet Britney Spears' "Toxic" auf dem Soundtrack landete bleibt mir ein Rätsel.

Weswegen ich dann aber doch nicht ganz in den Chor der Jubelstürme einstimmen will, ist, dass Knocked Up gelegentlich im Sand verläuft, die Witze, die allesamt lustig und gut sind, bilden den roten Faden durch den Film, der einen in seinen ruhigen Momenten jedoch fast zu verlieren scheint. Vielleicht liegt dies auch nur daran, dass ich ein Mann bin und mich das Thema der bevorstehenden Schwangerschaft nicht genug interessiert (oder zu arg abschreckt), aber nach ein, zwei Minuten wartet man wirklich sprichwörtlich auf den nächsten Witz, um wieder ebenjenes Aha-Moment zu haben. Dies ist nicht weiter schlimm und hindert den Film auch nicht daran, ein nahezu perfektes Date-Movie zu sein, macht ihn aber in meinen Augen auch nicht zu dem von den Medien erhobenen Top-20-Komödien Gipfelstürmer. Ich hatte mich sehr unterhalten gefühlt und Katherine Heigl tut dabei ihr übriges (auch wenn mir vorher in Grey's noch nie aufgefallen ist, wie groß ihre Brüste eigentlich sind).

7.5/10